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Das Phantom der Oper

   Kinostart: 25.02.1999

Filmhandlung und Hintergrund

Opernhaftes Schauergemälde nach dem vielverfilmten Horror-Klassiker von Dario Argento.

Das Phantom ist in den Höhlen unter der Pariser Oper von Ratten großgezogen worden. Er offenbart sich der aufstrebenden Sopranistin Christine, die sich von der animalischen Anziehungskraft des Phantoms angezogen fühlt. Um ihre Karriere zu fördern, beseitigt das Phantom die Diva des Hauses, doch dann regt sich Widerstand in Christine.

Paris im Jahre 1877. Ein Phantom verbreitet in der Oper Angst und Schrecken. Während schon mehrere Handwerker dem mysteriösen Wesen zum Opfer gefallen sind, studiert die Sopranistin Christine die Rolle der Julia ein. Das Phantom ist von der Schönheit und dem Talent der jungen Frau hingerissen und beschließt, sie zur größten Sängerin der Stadt zu machen. Dazu muß aber erst die resolute Primadonna Carlotta zum Abtreten überredet werden. Diese denkt aber nicht daran, ihren Platz freiwillig zu räumen…

Paris, 1877: das Phantom ist von der jungen Sopranistin Christine so hingerissen, dass es die Primadonna zum Abtreten überreden will. Diese denkt jedoch nicht daran… Viel Schockeffekte und relativ getreu der Vorlage bietet die Verfilmung des Horror-Großmeisters garantierte Gruselunterhaltung.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Phantom der Oper: Opernhaftes Schauergemälde nach dem vielverfilmten Horror-Klassiker von Dario Argento.

    Erstmals seit „Terror in der Oper“ im Jahr 1989 findet wieder ein Film des wichtigsten und visionärsten europäischen Horror-Regisseurs den Weg auf deutsche Leinwände. Ironischerweise ist er ebenso in der Oper angesiedelt, und dennoch ist es ein für Dario Argento eher untypischer Film. Denn seine Adaption des Klassikers von Gaston Leroux ist weder einer seiner in seiner Heimat Italien geliebten Giallo-Thriller noch einer jener technisch ausgefeilten, übersinnlichen Ausflüge in blutrünstige Alpträume, die ihm internationales Renommée einbrachten, sondern eine handwerklich solide Verbeugung vor klassischem gotischem Horror, die mit großem Gestus, internationaler Besetzung und manchmal unfreiwilliger Komik aufwartet.

    Deutlich lehnt sich diese im Ton sehr konsequente Verfilmung (die insgesamt achte) des zeitlosen Horrorstoffs an Rupert Julians gelungener Erstadaption aus dem Jahr 1926 an: In opulenten Bauten agieren alle Darsteller mit derselben theatralischen Übertreibung, wie man sie in der Stummfilmzeit an den Tag legte. Entsprechend ruckartig bewegt Argento die Kamera, und entsprechend holprig schneidet er sein Grusical, für das auch Opernarien und impressionistische Gemälde deutlich Pate standen. So erlebt man denn auch gleich in der ersten Szene die aufstrebende Jungsängerin Christine (Argentos begabte Tochter Asia), wie sie auf leerer Bühne mit wogender Brust vermeintlich unbeobachtet ein Lied singt und deutlich zum Ausdruck gibt, wie gern sie an Stelle der Diva auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stehen würde. Unbemerkt hat das Phantom (Julian Sands mit wallender „Interview mit einem Vampir“-Haartracht) ihre Arie verfolgt und macht sich nun als versteckter Mentor daran, ihr den Weg mit bisweilen drastischen Mitteln freizuräumen. In traumartigen Sequenzen, die sich mit blutigen Splattermomenten abwechseln, erlebt man mit, wie die dunkle Seite von Christines Seele dem von Ratten in den weit verzweigten Höhlen unter der Oper aufgezogenen Phantom verfällt, während das gute Mädchen in ihr eher dem Edelmann Raoul (Schönling Andrea di Stefano) zuspricht. Ihr innerer Konflikt erlebt ihren Höhepunkt, als es in den Katakomben zur unerbittlichen Jagd auf das Phantom kommt. „Das Phantom der Oper“ ist bisweilen beachtlich, aber eindeutig nicht die beste Arbeit Argentos, dessen kindliches Gemüt und völlige Mißachtung aller dramaturgischen Logik in seinen filmgewordenen Nachtmähren (z. B. „Horror Infernal“ oder „Suspiria“) ein wesentlich dankbareres Medium haben. So lenken zuviele Diskrepanzen und unerklärliche Handlungssprünge von dem faszinierenden Grundtenor eines Filmes ab, dessen altmodische Tugenden diesen in der Vergangenheit so oft entfesselten Filmemacher häufig zu bremsen scheinen. Der „Terror in der Oper“ war da schon um einiges substantieller. ts.
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