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Das Land meines Vaters

Kinostart: 18.11.2021

Au nom de la terre: Generationenübergreifendes französisches Drama über einen Landwirt, der 20 Jahre nach seiner Rückkehr in die französische Heimat kurz vor dem Ruin steht.

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Filmhandlung und Hintergrund

Generationenübergreifendes französisches Drama über einen Landwirt, der 20 Jahre nach seiner Rückkehr in die französische Heimat kurz vor dem Ruin steht.

Mit 25 Jahren zog es Pierre (Guillaume Canet) voller Tatendrang zurück in seine französische Heimat. Gemeinsam mit seiner Verlobten Claire (Veerle Baetens) übernahm er den Hof seines Vaters Jacques (Rufus) und gab ihm das Versprechen, diesen in Familienhand zu belassen. 20 Jahre später ist der Betrieb zwar gewachsen, doch damit auch die Schulden. Die glücklichen Tage sind vorbei, Hingabe und harte Arbeit führten Pierre zum Rand der Erschöpfung.

Es stellt sich die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, das Land seines Vaters an seinen Sohn Thomas (Anthony Bajon) und Tochter Emma (Yona Kervern) zu vermachen, oder ob sie nicht besser daran sind, ihrer Heimat den Rücken zu kehren. In Pierre wächst von Tag zu Tag die Verzweiflung.

Einen ersten Eindruck über das Drama eines Landwirts erhaltet ihr im Trailer:

„Das Land meines Vaters“ – Kinostart, Besetzung, Hintergründe

Mit seinem Langspielfilmdebüt „Das Land meines Vaters“ arbeitet Regisseur Édouard Bergeon die persönliche Tragödie seines Vaters Christian auf. 1999 nahm sich der Bauer im Angesicht der steigenden Arbeitslast und staatlichen Auflagen das Leben. Seine Mutter führt den Bauernhof bis heute gemeinsam mit den Kindern fort.

Das universelle Drama über Lebensträume und Existenzsorgen zeigt den menschlichen Blick auf die dramatischen Arbeitsbedingungen für heutige Landwirte. In Frankreich erklomm „Das Land meines Vaters“ die Spitze der Kinocharts, Regisseur Bergeon erfreute sich 2020 über die Cesar-Nominierung für den besten Debütfilm.

In den Hauptrollen sind Guillaume Canet („The Beach“), Veerle Baetens („The Broken Circle“), Anthony Bajon („Auguste Rodin“), Rufus („Delicatessen“), Samir Guesmi („Kein Sterbenswort“) und Yona Kervern („Online für Anfänger“) zu sehen. Der deutsche Kinostart von „Das Land meines Vaters“ ist am 18. November 2021.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      FBW-Pressetext:

      Die wahre Geschichte einer Familie auf dem französischen Land - konsequent ehrlich, berührend und wahrhaftig.

      Pierre ist entschlossen, den Hof seines Vaters, den er übernommen hat, ertragreich zu bewirtschaften. Doch im Laufe der Jahre müssen er und seine Familie feststellen, dass ihnen, trotz des großen Engagements, immer größere Steine in den Weg gelegt werden. So wahrhaftig wie die Geschichte ist, auf der der Film basiert, so wahrhaftig erzählt auch Regisseur Edouard Bergeon mit Kraft und Wärme von echten Menschen, die sich echten Problemen stellen müssen.

      Das französische Drama, das auf den Erinnerungen des Regisseurs und Co-Autors Bergeon beruht, erzählt eine Geschichte, die man im Kino nicht oft sieht und die von hochaktueller gesellschaftlicher Relevanz ist. Fern von geschönten romantischen Darstellungen zeigt der Film den Kampf einer Familie auf dem Land gegen EU-Auflagen und Preisdumping für landwirtschaftliche Rohstoffe. Doch trotz seiner realistischen Erzählhaltung (Co-Autoren: Emmanuel Courcol und Bruno Ulmer) ist DAS LAND MEINES VATERS auch eine Liebeserklärung an die Menschen, die als Familie zusammenhalten und alles tun, um den Traum vom eigenen Hof aufrechtzuerhalten. Darstellerisch gelingt es dem gesamten Ensemble, allen voran Guillaume Canet als Pierre und Veerle Baetens als seine Ehefrau Claire, die Figuren wahrhaftig und authentisch zu spielen. Als Zuschauer*in ist man immer sehr nah bei den Figuren, versteht die jeweiligen Konflikte - ob nun der Sohn, der sich seinem Vater verpflichtet fühlt und davor zurückschreckt, einen eigenen Weg zu gehen, oder die Ehefrau, die mit einem Halbtagsjob noch das Geld dazu verdient, welches der Hof, auf dem sie ebenso hart arbeitet, einfach nicht einbringt. Die Kamera von Eric Dumont schafft dazu große Kinobilder von wunderschönen Landschaften. Große Bilder, die immer kraftvoll, aber nie kitschig wirken.

      FBW-Jury-Begründung:

      Wie wird man, wer man ist, wie bewahrt man sich seine Eigenständigkeit, wenn man den Hof seines Vaters übernimmt und versucht, in einer sich rasch wandelnden Umwelt den Spagat zwischen Traditionsbewusstsein und den notwendigen Anpassungen an die Industrialisierung der Landwirtschaft zu schaffen? Edouard Bergeon kennt all das aus seiner eigenen Kindheit und Jugend, denn die Geschichte, von der er erzählt, ist die Geschichte seines Vaters und damit auch seine eigene.

      Im Jahr 1979 ist der junge Pierre Jarjau gerade aus den USA, wo er auf einer Farm gearbeitet hat, auf den Bauernhof seines Vaters im Nordwesten Frankreichs zurückgekehrt und schickt sich an, den landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters zu übernehmen - und zwar zusammen mit seiner Jugendfreundin Claire, die er bald heiraten wird. Allerdings ist das Verhältnis von Pierre zu seinem Vater nicht ohne Anspannungen. Und geschenkt wird dem jungen Mann nichts. Auch die folgenden Jahre erweisen sich als herausfordernd und die Schulden bauen sich immer mehr auf, bis Pierre keinen Ausweg mehr sieht und sich zunehmend resigniert immer mehr in sich zurückzieht. Also dann noch ein Unglück auf dem Hof geschieht, wird die Situation immer unerträglicher.

      Im Frankreich war Edouard Bergeons Spielfilmdebüt Das Land meines Vaters ungemein erfolgreich und landete auf Platz 1 der Kinocharts. Ob dem Film solch ein Erfolg auch in Deutschland beschieden ist, kann die Jury natürlich nicht einschätzen. Auf alle Fälle bietet der Film interessante und bislang eher sträflich vernachlässigte Einblicke in das Leben als Landwirt und zeigt, welchem Wandel und welchen Herausforderungen dieser Berufsstand unterworfen ist.

      Getragen wird der Film von wunderbaren Hauptdarsteller*innen, bei denen vor allem Veerle Baetens, Guillaume Canet und Rufus herausragen. Dabei beweisen sie auch großen Willen zur Authentizität und zeigen sich derart abgearbeitet, müde und schmutzig, dass man ihnen die harte Arbeit auf dem Land sofort abnimmt und keinen Moment am Wahrheitsgehalt des Gezeigten zweifelt. In vielen Momenten spürt man deutlich, dass der Regisseur den mühevollen Alltag auf dem Land nicht nur sauber recherchiert hat, sondern ihn aus eigener Anschauung kennen muss. Bemerkenswert ist zudem die Vielschichtigkeit der Emotionen, die sorgsame Balance zwischen Momenten voller Freude und Episoden der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, die sich auch in sehr unterschiedlichen Lichtstimmungen ausdrückt. Hinzu kommt eine Ausstattung, die zu keinem Moment je wie eine Kulisse erscheint, sondern einen scheinbar sehr authentischen Blick auf das gezeigte Milieu vermittelt - auch hier dürfte Edouard Bergeons eigenen Geschichte sich als Glücksgriff erwiesen haben.

      DAS LAND MEINES VATERS ist ein Film, der zum Diskutieren und Nachdenken anregt und der die Jury mit kleinen Abstrichen bei der Dramaturgie sehr zu überzeugen wusste, sodass sie sich einstimmig für die Vergabe des Prädikats „besonders wertvoll“ entschloss.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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