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Das Glück ist ein Kaktus

  

Filmhandlung und Hintergrund

Unterhaltsame Komödie über zwei Ausreißerinnen im Rentenalter eine mit einer herausragenden Christiane Hörbiger.

Die Freundinnen könnten kaum unterschiedlicher sein: Edith, verwitwete Oberstudiendirektorin, ist eine unbeugsame, stolze Frau; Hermine hat ihr Leben lang den Gatten bekocht und wird zum Dank von ihm betrogen. Kurzerhand machen sich die Frauen aus dem Staub, um Ediths Lebenstraum zu verwirklichen: ein Restaurant auf Mallorca. Auf der Urlaubsinsel werden sie prompt von einem windigen Makler betrogen: Die teure Finca ist völlig marode. Zum Glück ist der Nachbar nicht nur charmant, sondern auch handwerklich versiert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Glück ist ein Kaktus: Unterhaltsame Komödie über zwei Ausreißerinnen im Rentenalter eine mit einer herausragenden Christiane Hörbiger.

    Ein hübscher Titel, auch wenn er mit dem Film nicht viel zu tun hat; sieht man davon ab, dass sich Kakteen auf Mallorca ähnlich wohl fühlen wie die meisten Deutschen. Außerdem pflegt Christiane Hörbiger ja gern Damen zu verkörpern, die vielleicht unter gewissen Alterserscheinungen leiden, aber nichts von ihrer jugendlichen Stachligkeit eingebüßt haben. Zieht man dann noch in Betracht, dass sich für die beiden Ausreißerinnen im Rentenalter als Glücksfall entpuppt, was zunächst eher wie ein völliger Reinfall wirkt, hat der Titel wohl doch seine Berechtigung.

    Edith (Hörbiger) und Hermine (Heidelinde Weis) sind seit Schulzeiten befreundet. Die eine, verwitwete ehemalige Oberstudiendirektorin, wird zwar von regelmäßigen Rheumaattacken geplagt, ist ansonsten aber nach wie vor eine unbeugsame, stolze Frau. Die andere, von Ehemann Klaus (Peter Prager), den sie ihr Erwachsenenleben lang bekocht hat, bloß Minchen genannt, ist genau das: ein Minchen am Herd, das von den eigenen Kindern nicht ernst genommen wird. Als Hermine in der Tennistasche des Gatten die neckische Liebesbotschaft einer Nebenbuhlerin findet, platzt ihr der Kragen. Und da Edith ohnehin stets davon träumte, auf Mallorca ein Restaurant zu eröffnen, machen sich die Freundinnen kurzerhand aus dem Staub. Auf der Insel werden sie allerdings alsbald aus allen Träumen gerissen: Die balearische Finca, für die ihnen ein betrügerischer Makler (Dieter Landuris) sämtliche Ersparnisse abgeknöpft hat, entpuppt sich als völlig überteuerte Bruchbude. Aber wo Not ist, ist auch Hilfe: Dank der gewitzten Ex-Freundin (Angelika Bartsch) des Maklers bekommen sie ihr Geld zurück; und der charmante Nachbar Joachim (Friedrich von Thun), ein ehemaliger Unternehmensberater, der beide Augen auf Edith geworfen hat, entpuppt sich als begnadeter Handwerker.

    Stephan Meyer („Meine Tochter und der Millionär“, „Die Zürcher Verlobung“) hat schon des öfteren bewiesen, dass man mit den richtigen Schauspielern auch vorhersehbare Geschichten unterhaltsam erzählen kann. Wie so viele Filme dieser Art lebt daher auch „Das Glück ist ein Kaktus“ vor allem von Christiane Hörbiger, die mit Abstand die besseren Dialogzeilen hat als Heidelinde Weis (Buch: Adrienne Bertoli, Ulrike Zinke). In den Slapstick-Szenen machen allerdings beide eine gute Figur, und weil das marode Haus vom Rohrbruch bis zu herabstürzenden Fensterläden immer wieder neue Katastrophen zu bieten hat, sind die Schauspielerinnen auch physisch gefragt. Angelika Bartsch als vermeintliche Barsängerin mag auf den ersten Blick weder optisch noch altersmäßig zu dem Duo passen, ist jedoch schon allein wegen ihres Temperaments eine gute Ergänzung. Friedrich von Thun ist als Gentleman alter Schule ohnehin immer eine Bank. Bloß Landuris fällt als Klischeeganove mit Ludwig.II-Tick aus dem Rahmen. Und bei einer Szene auf einem öffentlichen Platz winken die Mallorca-Touristen fröhlich in die Kamera. tpg.
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