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Das geheimnisvolle Kleid

   Kinostart: 24.09.1998

Filmhandlung und Hintergrund

Geschlechterkampf, satirisch, grausam und charmant in Szene gesetzt. Niederlande-Import mit Sex-Appeal.

Das geheimnisvolle Kleid, farbenprächtig, im Sari-Stil, ist die Rettung für Textildesigner Cremer. Seinen Trägerinnen jedoch stürzt es in erotische Verwicklungen und in kleine und große Katastrophen: Hausfrau Stella wird ihrem Mann untreu, Johanna und Chantalle werden vom liebeshungrigen Schaffner De Smet verfolgt.

Geschlechterkampf, satirisch, grausam und charmant in Szene gesetzt. Niederlande-Import mit Sex-Appeal.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das geheimnisvolle Kleid: Geschlechterkampf, satirisch, grausam und charmant in Szene gesetzt. Niederlande-Import mit Sex-Appeal.

    Während das schmale Kino-Ouevre des Niederländers Alex van Warmerdam dem breiten Publikum eher unbekannt ist, genießt es unter Kritikern und Fachleuten höchstes Ansehen. Jeder seiner bislang drei Spielfilme, „Abel“ (1986), „De noorderlingen“ (1992) und „Das geheimnisvolle Kleid“ (1996), wurde auf einem Festival ausgezeichnet, so auch letztgenanntes Werk, das im Entstehungsjahr unter anderem in Potsdam den Hauptpreis in der Kategorie Spielfilm und in Venedig den FIPRESCI-Preis gewann.

    Besonders originell ist bei „De jurk“ - so der Originaltitel - die Ausgangsidee der von van Warmerdam selbst verfaßten Geschichte: Sie verfolgt die Stationen eines Kleides - beginnend beim Entwurf des Textils bis hin zu dessen Zerstörung durch Feuer. Dazwischen löst das im indischen Sari-Stil farbenfroh bedruckte Kleidungsstück bei den diversen Trägerinnen - ob Hausfrau, Girlie oder Stadtstreicherin - und Männern in deren Umfeld teils lustvolle, teils gefährliche und immer unerwartete Ereignisse aus.

    In technischer Hinsicht makellos inszeniert, besticht das Multitalent van Warmerdam, der nebenbei als Autor arbeitet, eine Musiktheater-Truppe betreibt und auch eine Ausbildung als Designer absolvierte - diese inspirierte ihn offensichtlich zu diesem Stoff -, durch die Leichtigkeit seines Erzählens und die geschickte Verknüpfung der einzelnen Episoden. In wunderschönen, warmen Farben von Kameramann Marc Felperlaan fotografiert, pendelt der mit hierzulande unbekannten Gesichtern besetzte Film zwischen exzentrischer Komödie und bitterböser Tragödie. Sucht man bei diesem Werk nach Schwachstellen, können lediglich die verschiedenen Vergewaltigungs- bzw. Beinahevergewaltigungsszenen moniert werden, die - trotz all ihrer perversen Logik - doch allzu drastisch, sprich voyeuristisch, gestaltet sind. Durch geschicktes Marketing könnte es dem Filmverleih Arthaus gelingen, Cineasten für „Das geheimnisvolle Kleid“ zu interessieren, dessen wunderbare Schlußpointe allein schon einen Kinobesuch lohnt.geH.

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