Das Geheimnis

Kinostart: 13.07.1995

Filmhandlung und Hintergrund

Das Geheimnis des Universums ist die Liebe. Im speziellen ist dies der Kernsatz in Rudolf Thomes jüngstem Film, im allgemeinen auch das Motto im gesamten filmischen Universum des Wahl-Berliners. Seit seinem Regiedebüt mit „Detektive“ erforscht der ehemalige Filmkritiker das Mysterium des stärksten menschlichen Gefühls, das auch in „Das Geheimnis“ sich jeder Analyse entzieht und ein Rätsel bleibt. In ruhigem, sanftem...

Die Berliner Journalistin Lydia trennt sich von Schriftsteller-Freund Karlheinz und nimmt Kollegin Sarah in die Wohnung auf. Karlheinz verliebt sich in Sarah, Lydia in Walter, den sie auf einer Party kennenlernt. Alle vier machen einen Ausflug aufs Land, der in den Beziehungswirren Klarheit schaffen soll.

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Kritikerrezensionen

  • Das Geheimnis des Universums ist die Liebe. Im speziellen ist dies der Kernsatz in Rudolf Thomes jüngstem Film, im allgemeinen auch das Motto im gesamten filmischen Universum des Wahl-Berliners. Seit seinem Regiedebüt mit „Detektive“ erforscht der ehemalige Filmkritiker das Mysterium des stärksten menschlichen Gefühls, das auch in „Das Geheimnis“ sich jeder Analyse entzieht und ein Rätsel bleibt. In ruhigem, sanftem Ton wandelt Thome im 4. Akt seines Zyklus „Formen der Liebe“ auf den Spuren seiner bezaubernden Romanze „Berlin Chamissoplatz“, ersetzt die Skepsis von damals aber heute durch einen deutlich sichtbaren Optimismus. Thomes vier zentrale Charaktere gehen neue Bindungen ein, die auch über das Ende des Films hinaus Bestand haben werden. Lydia (Thome-Veteranin Adriana Altaras) hat sich von Karlheinz (Wolfgang Böhmer) getrennt und findet im etwas kauzigen, braven Walter (Johannes Herrschmann) eine sensible liebesbereite Seele, während Luftikus Karlheinz bei Lydias Mitbewohnerin Sarah (Idil Öner) romantisch vor Anker geht. Wie häufig in der Vergangenheit geht Thome einer Handlung im konventionellen Sinne aus dem Weg - zugunsten einer Stimmungsbeschreibung, die letztlich nicht nur die Charaktere, sondern auch den Zuschauer gefangennimmt. Idyllische Tage auf einem Bauernhof, unbeschwertes Nacktbaden im See, gemeinsame Essen - mit sichtbarer Entspanntheit zelebriert Thome den Reiz des Alltäglichen, das erst durch die Liebe geadelt wird. Jesus, die Figur, die dieses Gefühl im religiösen Verständnis der Menschen am nachhaltigsten vermittelte, hält folgerichtig in persona Einzug in der zweiten Hälfte des Films, der damit seinen bis dahin realistischen Boden verläßt. Verständlich, daß eine solche Geschichte und auch die artifiziell wirkenden, in der Banalität des Alltäglichen angesiedelten Dialoge gewöhnungsbedürftig sind, aber Thome kann auf einen kleinen, aber loyalen Kreis eingeschworener Jünger zählen, der in den Programmkinos auch sein jüngstes Werk zu würdigen wissen wird. kob.

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