Filmhandlung und Hintergrund

Nach einem Mord an der Mutter eines kleinen Mädchens müssen sich die Lübecker Kommissarinnen Ahrens und Hertz mit dem gewalttätigen Privatleben dreier Ehepaare befassen.

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Kritikerrezensionen

  • Das Duo: Wölfe und Lämmer: Nach einem Mord an der Mutter eines kleinen Mädchens müssen sich die Lübecker Kommissarinnen Ahrens und Hertz mit dem gewalttätigen Privatleben dreier Ehepaare befassen.

    Erst rutscht ihm die Hand aus, dann wird geprügelt und am Ende gewürgt und gestochen: Es ist ein reichlich düsteres Bild, dass dieser Film aus der Reihe „Das Duo“ mit dem Lübecker Frauendoppel über die Beziehungen zwischen Mann und Frau malt. Da Gegenentwürfe fehlen, bleibt man am Ende mit dem Beziehungspessimismus allein. Die düstere Stimmung prägt jedoch die gesamte Geschichte, die ungewöhnlich freudlos daherkommt; selbst die wenigen humorvollen Ansätze münden in Tristesse. Und da man auch ohne profunde Krimi-Erfahrung von Anfang an ahnt, dass die beiden erzählten Parallelstränge mehr miteinander gemein haben, als die Kommissarinnen Ahrens und Hertz (Charlotte Schwab, Lisa Martinek) glauben, ist auch der vermeintliche Schlussclou keine große Überraschung.

    Auslöser der Handlung ist naturgemäß ein Mord: Ein kleines Mädchen findet seine Mutter gefesselt, geknebelt und erwürgt im Ehebett. Wer jetzt genau hinschaut, weiß bereits, wer die Tat begangen hat; ähnlich wie in Edgar Allan Poes Geschichte vom entwendeten Brief ist der Hinweis gar nicht zu übersehen. Die Ermittlerinnen aber müssen sich zunächst an den üblichen Verdächtigen abarbeiten, allen voran dem von Stefan Kurt als Inbegriff der Harmlosigkeit verkörperten Witwer, den seine Ehefrau ausgerechnet mit dem Gärtner (Tim Wilde) betrogen hat. Allerdings zeigt sich bald, dass der vermeintlich gute Gatte seine Frau zu schlagen pflegte. Er entschuldigt dies mit ihren impertinenten Provokationen. Tatsächlich wollte sie wohl die Scheidung, was ihn womöglich um Haus und Wohlstand gebracht hätte. Die Ermittlungen führen Clara Hertz in ein Frauenhaus, in dem die Ehefrau des öfteren Zuflucht gesucht hat, und nun, so scheint’s, kommt das Drehbuch von Norbert Ehry zum eigentlichen Motiv, diese Geschichte zu erzählen: Clara trifft hier Raffaela (Patrycia Ziolkowska), die von ihrem Freund (Andreas Guenther) regelmäßig regelrecht verprügelt wird. Die Polizistin nimmt sich der jungen Mutter an und vermittelt, als das Jugendamt ihr den kleinen Sohn wegnehmen will. Raffaela allerdings wird angesichts des rauen Charmes ihres Freundes immer wieder rückfällig.

    Günther spielt den jungen Schläger bedrückend überzeugend; überhaupt ist diese Erzählebene deutlich glaubwürdiger als die eigentliche Krimihandlung, die Regisseur Johannes Grieser mitunter wie eine Reminiszenz an frühere Freitagsklassiker des ZDF inszeniert. Die Führung der Darsteller und die unterdrückte Wut der Figuren, die nahezu ausnahmslos ein doppeltes Spiel spielen, wirken insgesamt sehr künstlich und konstruiert. Da passt es ins Bild, dass Clara Hertz, die ohnehin mehrfach impulsiv aus der Rolle fällt, durch ihr für eine Polizistin völlig unrealistisches Verhalten am Ende auch noch einen Todesfall zu verantworten hat. tpg.

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