Filmhandlung und Hintergrund

TV-Krimidrama um einen Pfarrer, der unter Mordverdacht gerät.

Eine kleine bayerische Gemeinde hat einen neuen Pfarrer bekommen. Dr. Reinberg ist sympathisch, offenherzig und bei der Jugend sehr beliebt. Doch als die zwölfjährige Lydia, die so für den Pfarrer geschwärmt hat, eines Tages tot im Wald aufgefunden wird, ändert sich die Stimmung im Ort schlagartig. Da ergibt ein von Kommissarin Fromm durchgeführter Test auch noch eine Übereinstimmung mit Reinbergs DNA. Die Beweislast scheint erdrückend.

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Kritikerrezensionen

  • Das dunkle Nest: TV-Krimidrama um einen Pfarrer, der unter Mordverdacht gerät.

    In ihrem Mix aus Tatort-Krimi und Lynchjustiz-Drama erzählt Christine Hartmann in düsteren, nachtschwarzen Bildern von einem des Mordes verdächtigen Pfarrer.

    Ein Reh, das auf einer verschneiten Straße irgendwo im bayerischen Voralpenland vor das Auto eines Pfarrers läuft und dabei tödlich verletzt wird, ist düsterer Vorbote für eine Kriminalgeschichte, in der es um nicht weniger geht als Mord und Machtmissbrauch, Inzest und Lynchjustiz. Inszeniert hat dieses Drama „Tatort“-Expertin Christine Hartmann, die sich zwischen zwei leichteren Kinostoffen (Enid Blytons „Hanni & Nanni“ und die Susanne-Fröhlich-Adaption „Frisch gepresst“) mit „Das dunkle Nest“ also auf gewohntem Kriminalfilm-Terrain bewegt. Tatsächlich präsentiert sie mit Katharina Müller-Elmau als Kommissarin Esther Fromm und Andreas Schmidt als deren Assistenten ein Duo, das durchaus auch am Sonntagabend in der ARD ermitteln könnte. Allerdings verlagert Hartmann den Focus – zu Ungunsten von Schmidts zum Stichwortgeber degradierten Figur – schon bald auf den von Christian Berkel charismatisch-sympathisch verkörperten Jesuitenpfarrer Reinberg. Dieser wird trotz erdrückender Beweislast völlig zu Unrecht des Mordes an einer zwölfjährigen Schülerin verdächtigt. Während dieser in der Folge versucht, seine Unschuld zu beweisen und nur knapp der Lynchjustiz durch aufgebrachte Dorfbewohner entgeht, wird parallel dazu nach und nach ein furchtbares Familiengeheimnis aufgedeckt, das die kleine Dorfgemeinde in ihren Grundfesten erschüttern wird.

    Nachtschwarz-unheimlich sind die Bilder von Til Schweigers Kameramann Christof Wahl („Keinohrhasen“, „Kokowääh“) und der sakrale Score von Stephan Massimo, der nahezu jede Szene untermalt, tut sein Übriges, um die unheilvoll-beklemmende Atmosphäre ins Unermessliche zu steigern. Leider kann Hartmann nicht jedem brisanten Thema, das sie anschneidet, gerecht werden. Inzucht und Kindstötung hätten allemal schon genug Stoff für einen Film hergegeben, weitere Problematiken wie körperliche Züchtigung, Vergewaltigung und ein rückfällig gewordener Sexualstraftäter können deshalb nur angerissen und somit nicht gebührend berücksichtigt werden. Bleibenden Eindruck hinterlässt indes das von Berkel und Müller-Elmau angeführte Ensemble, von dem sich insbesondere Johann von Bülow als verzweifelter Vaters des ermordeten Mädchens und Peter Lerchbaumer als dessen dominanter Schwiegervater Bestnoten verdienen, während Tatort-Kommissar Axel Milberg einen prägnanten Kurzauftritt als Berkels Priesterkollege hat. lasso.

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