Filmhandlung und Hintergrund

Der spannende Polit-Thriller rekonstruiert die Suche nach dem Mörder des österreichischen Thronfolgers im Stil von Oliver Stones "JFK".

Der junge k.u.k. Untersuchungsrichter Leo Pfeffer soll den Mord am österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand möglichst rasch aufklären und ahnt nicht, dass er bloß als Figur in einem heimtückischen Spiel missbraucht wird. Der jugendliche Mörder und seine nicht minder jungen Kumpane werden umgehend gefasst, sie gehören ausnahmslos einer proserbischen Jugendorganisation an. Pfeffers Vorgesetzte machen keinen Hehl daraus, dass seine Aufgabe vor allem darin besteht, das Attentat den Serben in die Schuhe zu schieben.

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Kritikerrezensionen

  • Das Attentat - Sarajevo 1914: Der spannende Polit-Thriller rekonstruiert die Suche nach dem Mörder des österreichischen Thronfolgers im Stil von Oliver Stones "JFK".

    Der überraschend spannende Polit-Thriller rekonstruiert die Suche nach dem Mörder des österreichischen Thronfolgers im Stil von Oliver Stones „JFK“.

    Zentrale Figur des Drehbuchs von Martin Ambrosch ist der junge k.u.k. Untersuchungsrichter Leo Pfeffer (Florian Teichtmeister), der den Mord an Franz Ferdinand möglichst rasch aufklären soll und nicht ahnt, dass er bloß als Figur in einem heimtückischen Spiel missbraucht wird. Der jugendliche Mörder und seine nicht minder jungen Kumpane werden umgehend gefasst, sie gehören ausnahmslos einer proserbischen Jugendorganisation an. Pfeffers Vorgesetzte machen keinen Hehl daraus, dass seine Aufgabe vor allem darin besteht, das Attentat den Serben in die Schuhe zu schieben; mächtige Kräfte in Österreich und Deutschland wollen den Krieg, und der Mord am Thronfolger wäre der geeignete Anlass. Aber der korrekte Pfeffer ist der falsche Mann für eine Pro-forma-Ermittlung: Er findet raus, dass die Drahtzieher des Anschlags keineswegs in Serbien sitzen; und was zunächst wie eine Verkettung polizeilicher Pannen wirkt, könnte auch das Ergebnis eines sorgfältig durchdachten Plans sein. Andreas Prochaska verzichtet auf typische Thriller-Elemente. Trotz moderner Kameraführung wirkt seine Inszenierung zunächst wie ein gewöhnlicher Historienfilm. Farblich zum Beispiel orientiert sich die Bildgestaltung (Andreas Berger) an jenem Stil, wie er typisch ist für Werke über diese Epoche, auch wenn das Licht bei den Innenaufnahmen sowie den nächtlichen Außenaufnahmen ausgesprochen kunstvoll ist. Je mehr man allerdings über die Hintergründe erfährt, desto stärker treten Kostüme und Ausstattung in den Hintergrund. Der etwas andere Ansatz des Dramas wird spätestens mit dem fehlgeschlagenen ersten Anschlag deutlich, den man aus Pfeffers Perspektive erlebt: Der Richter hat keine Lust, Franz Ferdinand zuzujubeln, und hört von Ferne, wie eine Bombe explodiert. Der hierzulande kaum bekannte Florian Teichtmeister ist eine gute Wahl als Hauptdarsteller dieser österreichisch-deutschen Koproduktion, denn beide, Figur und Darsteller, wachsen gewissermaßen mit ihren Aufgaben. Dank Ambroschs klug konstruiertem Drehbuch erfährt man im Zuge von Pfeffers Recherche auch, wer dieser junge Richter ist; und warum ausgerechnet er mit den Ermittlungen betraut worden ist. Während Teichtmeister sein Format erst im Verlauf des Films gewinnt, sind die Nebenrollen mit Erwin Steinhauer, Friedrich von Thun, Heino Ferch und Juergen Maurer umso prägnanter besetzt. tpg.

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