Filmhandlung und Hintergrund

Haunted-House-Spuk über ein altes Haus, dessen düsteres Geheimnis durch das Auftauchen einer netten amerikanischen Kleinfamilie ans Licht befördert wird.

Vor vierzig Jahren ereigneten sich unschöne Dinge in dem alten, düsteren Haus. Jetzt zieht eine neue Familie ein, und nur die Kinder scheinen zunächst zu spüren, welche Gefahr von dem Gemäuer und einer darin wohnenden Kraft ausgeht. Schon kurz nach dem Einzug verschlechtert sich Vaters Gesundheitszustand rapide, was dessen ohnehin schon schlechte Laune ins Bedrohliche steigert. Das Böse, niemals greifbar, kriecht aus der Dunkelheit, und je näher Tochter Regina (Anna Paquin) dem Spuk auf die Spur kommt, desto schlechter scheinen ihre Chancen, den Attacken unversehrt zu entkommen…

Jaume Balagueró

Teenager Regina bezieht mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder ein Haus, in dem sich schon bald furchterregende Dinge ereignen, die die Familie auseinander zu reißen drohen. Insbesondere die Eltern benehmen sich merkwürdig, und dunkle Mächte ergreifen Besitz von Reginas Bruder. Nur sie selbst scheint dem Spuk ein Ende bereiten zu können.

Nach 40 Jahren kehrt Mark, inzwischen verheiratet und Vater zweier Kinder, an den Ort seiner Wurzeln zurück und bezieht ein einsam gelegenes Haus im spanischen Hinterland. Bald wird klar, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht. Mark wird plötzlich aggressiv, Sohn Paul malt eigenartige Bilder und Mutter Maria scheint all das zu ignorieren. Nur Tochter Regina deutet die mysteriösen Ereignisse richtig. Gemeinsam mit ihrem spanischen Freund beschließt sie, ihre Familie von dem todbringenden Fluch zu befreien.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Darkness: Haunted-House-Spuk über ein altes Haus, dessen düsteres Geheimnis durch das Auftauchen einer netten amerikanischen Kleinfamilie ans Licht befördert wird.

    Mit seinem Erstling „The Nameless“ erregte der spanische Newcomer Jaume Balagueró weltweit Aufmerksamkeit - jetzt lässt er mit größerem Budget und internationaler Starbesetzung eine weitere Horrorvision folgen. Auch sein zweiter Streich, eine als Mischung aus „7 Days to Live“ und „The Others“ umgesetzte Version des bekannten Haunted-House-Themas, gefällt als atmosphärischer und versiert umgesetzter Genreschocker.

    Eine amerikanische Kleinfamilie bezieht ein idyllisch und einsam gelegenes Häuschen in der spanischen Pampa - eine Gegend, in der Vater Mark (Iain Glen) vor 40 Jahren aufgewachsen ist. Schon bald tauchen starker Dauerregen und flackerndes Licht das Haus in die richtige Stimmung, in der Mark von Erinnerungen an düstere Ereignisse heimgesucht wird. Eine unterdrückte Krankheit, die sich in seiner Aggressivität gegenüber Tochter Regina (Anna Paquin), Sohn Paul (Stephen Enquist) und Gattin Maria (Lena Olin) bemerkbar macht, flammt wieder auf, sein Verhalten erinnert zunehmend an Jack Nicholson in „Shining“. Maria ignoriert dies - ebenso wie weitere mysteriöse Spuk-Erscheinungen in den vier Wänden und die unübersehbare Tatsache, dass der kleine Paul von einer bösen Macht besessen zu sein scheint, verstörende Bilder malt und sein Körper mit blutigen Kratzern übersät ist. Nur Teenager Regina erkennt die Gefahr und macht sich tapfer mit ihrem spanischen Freund Carlos (Fele Martinez) daran, die Familie gemeinsam vor dem mysteriösen Fluch zu retten.

    So weit das Déja-Vu-Skript, das ebenfalls aus der Feder Jaume Balaguerós stammt und abgesehen von einem frappierend guten Showdown aus Genre-Elementen recht konventionell zusammengesetzt ist. Das Buch konzentriert sich auf die Tochterfigur, die Anna Paquin erfrischend natürlich spielt, während die übrigen Familienmitglieder weitgehend in der düsteren Atmosphäre versinken. Wo Balaguerós Erstling „The Nameless“ seinen grandiosen Horror aus der psychologischen Erforschung der Charaktere schöpfte, bleibt „Darkness“ an der Oberfläche, die auch von seinen namhaften Darstellern nicht angekratzt wird. Das höhere Budget (elf Mio. Dollar) erlaubte dem Spanier außerdem, sich nicht nur auf simple aber effektive stilistische Tricks zu verlassen, sondern auch in die Special-Effects-Kiste zu greifen, um schaurige Bilder für sein Spukszenario zu finden. Die wahrhaftigeren Schocks gelingen ihm jedoch erneut mit der Inszenierung einfacher, symbolischer Momente - wie Gemüse hackender Küchenmesser oder schwarze Silhouetten im nächtlichen Regen.

    Während Balagueró so stilistisch auch hier überzeugt, verschenkt die Story einiges Spannungspotential dadurch, dass auf die entscheidenden Aspekte des Gruselmärchens bereits im Prolog hingewiesen wird und der weitere Verlauf den Horrorfan nicht mehr überraschen kann. Erst gen Ende wandeln sich Bild und Erzähltempo - dann zieht „Darkness“ tatsächlich auf jene verstörende Art und Weise in seinen Bann, mit der Balagueró bekannt wurde. Stärker als die Handschrift spanischer Horrormeister lässt der Regisseur mit seinem zweiten Film jedoch die Orientierung an amerikanischen Vorbildern erkennen. Was seinem Erfolg an den heimischen Kinokassen nicht geschadet hat, den Film im internationalen Vergleich jedoch lediglich in eine Reihe qualitativ gut gemachter Genrebeispiele fügt. cm.

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