Dangerous Ground

Filmhandlung und Hintergrund

In seinen politisch inspirierten Dramen „Sarafina“ und „Cry The Beloved Country“ reflektierte der südafrikanische Regisseur Darrell James Roodt über Apartheid und fortgesetzten Rassenkonflikt. Für seinen konventionell strukturierten Rachethriller „Dangerous Ground“ mit Rapstar Ice Cube und Estee-Lauder-Model Elizabeth Hurley dient ihm das „reformierte“ Johannesburg der Gegenwart mit seinem im Zuge der gesellschaftlichen...

Vusi kommt zur Beerdigung seines Vaters nach Jahren des Exils in sein Geburtsland Südafrika zurück. Inzwischen ist aus ihm ein waschechter Amerikaner geworden, der sich mit den Gebräuchen seines Stammes nicht mehr identifizieren kann. Eigentlich wollte er gleich wieder zurück, doch seine Mutter bittet ihn, seinen kleinen Bruder zu suchen. Den findet er inmitten eines knallharten Gangkrieges. Bei einer Nachtclubtänzerin findet er erst einmal Unterschlupf und Unterstützung.

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Kritikerrezensionen

  • In seinen politisch inspirierten Dramen „Sarafina“ und „Cry The Beloved Country“ reflektierte der südafrikanische Regisseur Darrell James Roodt über Apartheid und fortgesetzten Rassenkonflikt. Für seinen konventionell strukturierten Rachethriller „Dangerous Ground“ mit Rapstar Ice Cube und Estee-Lauder-Model Elizabeth Hurley dient ihm das „reformierte“ Johannesburg der Gegenwart mit seinem im Zuge der gesellschaftlichen Umstrukturierung wuchernden Zuwachs an (Drogen-)Kriminalität als eindrucksvoller Hintergrund.

    Der gutverdienende (!) Sozialarbeiter Vusi (Ice Cube) kehrt nach 15 Jahren im Exil in San Francisco in sein Heimatland Südafrika zurück, um seinen Vater zur letzten Ruhe zu betten. Als Fremder im eigenen Land hat er keinen Bezug mehr zu den traditionellen Riten und Wertvorstellungen und wird von seinem Bruder Ernest (Sechaba Morojele) als übermäßig amerikanisiert kritisiert. Als die Mutter ihn bittet, seinen verschollenen jüngeren Bruder Steven (Eric Miyeni) zu suchen, macht sich Vusi widerwillig auf den Weg in die Hauptstadt. Dort trifft er auf Stevens Freundin Karin (Hurley wirkt stets einem Modemagazin-Layout entstiegen und nur bedingt glaubhaft), eine cracksüchtige Stripperin, die ihn auf die Spur des ruchlosen Drogenbarons Muki (Ving Rhames legt seinen crime lord aus „Pulp Fiction“ als Hühnerfuß lutschende Voodoo-Version an). Diesem schuldet der im Spielerparadies Sun City auf Tauchstation gegangene Steven eine Menge Geld. Vusi versucht zu vermitteln…

    Roodt, der in Zusammenarbeit mit Greg Latter auch das Drehbuch verfaßte, ist sichtlich bemüht, einen bedeutsamen sozialpolitischen Kommentar abzuliefern und die kulturelle Relevanz Afrikas für Afroamerikaner hervorzuarbeiten. Doch die meisten von Ice Cube wütend geknurrten Betrachtungen wirken aus dem Kontext gerissen und oftmals prätentiös. Die aufrüttelnd gedachten Botschaften wären wohl besser in Songform (er liefert das Lied für die Abspannsequenz) auf seinem erfolgreichsten Album „AmeriKKKa’s Most Wanted“ vorgetragen worden, da seine schauspielerische Darstellung nach den Erfolgen „Higher Learning - die Rebellen“ und „Friday“ emotional verblüffend eindimensional wirkt. Eigentlich bietet das Material mit seinen grob überzeichneten Charakteren und der klischeereichen Story die besten Voraussetzungen für einen modernisierten Blaxploitation-Actioner, doch dafür kommt der nötige befreiende Humor ein wenig kurz. Wie in Roodts vorangegangenen Arbeiten werden einige pittoreske Landschaftsaufnahmen eingewoben, und Kameramann Paul Gilpin kreierte einen satten, ausgewogenen Look. Fraglich erscheint, ob über Ice Cubes Fangemeinde hinaus ausreichend Interesse an „Dangerous Ground“ besteht. ara.

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