Filmhandlung und Hintergrund

Intensiver Psycho-Thriller, in dem Bill Paxton einen Serienkiller spielt, der seine beiden Söhne mit ins Verderben zieht.

Seit über zwanzig Jahren jagt FBI-Agent Wesley Doyle (Powers Boothe) nun schon den „God’s Hand“-Serienkiller, als eines Tages ein Herr namens Fenton Meeks (Matthew McConaughey) an seine Bürotür klopft und behauptet, die Identität des Killers zu kennen. Doyle hegt seine Zweifel, lässt sich jedoch auf die Geschichte ein und von dem Fremden zum Fundort mehrerer Leichen lotsen. Unterwegs erzählt ihm der geheimnisvolle Zeuge eine nahezu unfassbare Familiengeschichte.

Bill Paxton

Ein Mann kreuzt im Büro des FBI-Agenten Doyle auf und verkündet, die Identität des seit 1979 tätigen „God’s Hand“-Serienkillers zu kennen. Er erzählt von seinem verwitweten Vater, der glaubte, dass seine Familie von Gott mit der Mission beauftragt worden ist, Dämonen in Normalbürgergestalt zu vernichten. Doyle beginnt, sein seltsames Gegenüber alsbald jedoch immer verdächtiger zu werden.

Seit 1979 terrorisiert ein Serienkiller, der sich „God’s Hand“ nennt, Texas. Da meldet sich ein junger Mann bei der Polizei und gibt an, der Mörder sei sein Vater. Nach einer Vision hatte sich das einst liebevolle Familienoberhaupt genötigt gefühlt, auf einer Liste aufgeführte Menschen nach Hause zu bringen und mit der „magischen Axt“ zu ermorden. Während er die Aussage aufnimmt, kommt dem protokollierenden Beamten der junge Mann, der behauptet, eben seinen Bruder begraben und dem Vater assistiert zu haben, immer seltsamer vor…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dämonisch: Intensiver Psycho-Thriller, in dem Bill Paxton einen Serienkiller spielt, der seine beiden Söhne mit ins Verderben zieht.

    Regisseure träumen davon Schauspieler zu sein, und auch umgekehrt trifft diese Hollywood-Weisheit häufig zu. Kreative Ausflüge in unerprobtes Terrain dieser Art fallen nicht immer positiv aus, doch Bill Paxton („Twister“, „Apollo 13“) gelingt es mit seinem Regiedebüt, einen beachtlich intensiven psychologischen Thriller abzuliefern. Er begibt sich zugleich vor die Kamera, um eine der sorgfältig skizzierten Rollen zu übernehmen. Als verwitweter Vater von zwei Söhnen glaubt er, dass die Familie von Gott mit der Mission beauftragt worden ist, sündhafte Dämonen in Normalbürgergestalt zu vernichten. Die bedächtig erzählte Story, um den (inneren) Konflikt zwischen religiösen Wahnvorstellungen und moralischer Rationalität entfaltet sich aus der Rückblendenperspektive einer der mittlerweile erwachsenen Sprösslinge.

    Während der Titelsequenz wird per Zeitungsausschnitten und Tatortfotos ein erster Einblick in die blutige Handschrift eines Serienmörders gegeben, der sich „God’s Hand“ nennt. Anschließend sieht man einen, sich Fenton Meiks (hervorragend: Matthew McConaughey, der bereits im U-Bootfilm „U-571“ mit Paxton vor der Kamera stand) nennenden, jungen Mann, der im Büro des FBI-Agenten Wesley Doyle (Powers Boothe) aufkreuzt und verkündet, die Identität des seit 1979 tätigen „God’s Hand“-Killers zu kennen. Fenton beginnt von seiner Kindheit zu erzählen und entwirft ein zunächst positives Bild. Sein Vater (Paxton schwankt perfekt zwischen liebevoll und erschreckend) ist Automechaniker und kümmert sich fürsorglich um Fenton (Matt O’Leary) und Adam (Jeremy Sumpter). Doch die Idylle bekommt für Fenton einen Riss, als Vater Meiks eine Vision zu haben glaubt. Er beginnt, Leute von einer „Engel gegebenen“ Liste nach Hause zu bringen und mit einer „magischen“ Axt zu ermorden. Damit nicht genug, er will, dass ihm seine beiden Söhne bei der „noblen Aufgabe der Dämonenvernichtung“ zur Hand gehen. Während der jüngere Adam bald Feuer und Flamme ist, sträubt sich Fenton mit aller Kraft. Er informiert den örtlichen Sheriff (Luke Askew), doch der glaubt ihm nicht. Agent Doyle kommt Fenton, der behauptet, vor wenigen Stunden seinen Bruder begraben zu haben, immer seltsamer vor. Die überraschenden Schlusspointen bieten Raum für Interpretation.

    Darin liegt der Reiz dieses im Stil alter Schule erzählten Stücks abnormalem Americanas. Die beklemmende Atmosphäre erinnert an das ebenfalls in Texas angesiedelten Morddramas „Lone Star“, in dem McConaughey mitspielte, aber auch an düstere Klassiker wie „Die Nacht des Jägers“ oder „Ein Köder für die Bestie“. Paxton verzichtet auf die Darstellung der Morde, sondern lässt den Horror und die Abscheu über diese im Off mit entsprechenden Soundeffekten geschehenden Taten im Gesicht des jungen Fentons widerspiegeln. Der Zuschauer wird gezwungen, die Lücken mit der eigenen Imagination auszufüllen. Bei der gekonnten Kameraarbeit wurde viel Wert auf künstlerischen Ausdruck gelegt, was sich in verwaschener Bildqualität und den Kameraeinstellungen niederschlägt. Die ausgezeichneten schauspielerischen Leistungen, vor allem auch des Jungmimen O’Leary, verleihen dem paranoiden Psychopanoptikum Dramatik, die vom passend subtilen Score noch untermalt wird. ara.

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