Corruptor

  1. Ø 0
   1998
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Filmhandlung und Hintergrund

Corruptor: Klassisches Cop-Movie im Stil von "Im Jahr des Drachen" mit Chow Yun-Fat und Mark Wahlberg als gegensätzliches Cop-Duo.

Der auf asiatische Gangs spezialisierte respektierte Cop Nick Chen bekommt mit Jungspund Danny Wallace einen neuen Kollegen zugeteilt. Der wird bald eingeführt in die unübersichtlichen Wirren des Dschungel Chinatown, in dem jeder mit jedem Allianzen schmiedet und sie wieder bricht. Selbst der anständigste Cop gerät in Versuchung. Die beiden Cops geraten zwischen die Fronten eines Bandenkrieg zwischen alteingessessenen Triaden und Jugendlichen Gangs.

Danny Wallace ist der Neuling im Police Department von New Yorks Chinatown, und als Nicht-Chinese erst einmal allerhand Mißtrauen ausgesetzt. Mit der Zeit gelingt es ihm jedoch, Senior-Partner Nick Chen von seinen Qualitäten zu überzeugen und dessen Freundschaft zu gewinnen. Chen macht Danny daraufhin mit den komplizierten Korruptionsritualen von Chinatown bekannt, an denen u.a. Chen selbst partizipiert. Keine leichte Situation für Danny, der den Kollegen fast so lieb gewonnen hat wie seinen Job als interner Ermittler.

Als Nicht-Chinese schlägt Neuling Denny im Police Department von New Yorks Chinatown Misstrauen entgegen. Nachdem er Senior-Partner Nick von seinen Qualitäten überzeugt hat, weiht ihn dieser in die Korruptionsrituale von Chinatown ein. Hochglanz-Action, in der Mark Wahlberg nicht nur zwischen zwei Kulturkreisen steht, sondern sich auch zwischen seinen dienstlichen Pflichten und der Freundschaft zu seinem von Chow Yun-Fat verkörperten Partner entscheiden muss.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Nach Chow Yun-Fats nur bedingt gelungenen Hollywood-Debüt „The Replacement Killers“, in dem sich Regisseur Antoine Fuqua damit zufriedengab, die Coolness von John Woos Lieblingsschauspieler auch im hitzigsten Feuergefecht auszuschlachten, schickt James Foley Hongkongs wortkarge Antwort auf Alain Delon nun gemeinsam mit Mark Wahlberg in ein klassisches und weitaus überzeugenderes Cop-Movie-Szenario voller Intrigen, Korruption und moralischer und ethischer Engpässe, das sich Inspiration bei den Filmen Sidney Lumets („Serpico“, „Prince of the City“, „Tödliche Fragen“) ebenso holt wie bei seinem ganz offensichtlichen Vorbild „Im Jahr des Drachen“.

    Wenn Chow und Wahlberg als Cops einer Sonderkommission im Chinatown von New York zwischen die Fronten eines Bandenkrieges zwischen den alteingesessenen Triaden und jugendlichen Gangs geraten, bieten sich selbstverständlich nicht nur zahlreiche Gelegenheiten für dramatische Konflikte im Stile altbekannter Policiers, sondern auch für jene Actionsequenzen, ohne die ein Hollywood-Krimi in den auslaufenden 90er Jahre nicht mehr auskommt. Dankenswerter Weise versucht sich James Foley in seinem „NYPD Blue“-beeinflußten Film nur selten an jenem gegenwärtig etwas überstrapazierten Baller-Overkill, wie man sie aus Chows Arbeiten mit John Woo oder Wahlbergs letztjährigem „The Big Hit“ kennt. Vielmehr inszeniert er ökonomisch und schnörkellos, häufig mit handgehaltener Kamera und mit verwaschenen Farben, aber doch immer packend und effektiv. Vor allem eine Verfolgungsjagd durch enge Straßen, in der das Auto der Cops in einen Laster rast, ist überzeugend.

    Niemals spielt die Action erste Geige in dem atemlosen Drama, in dem Chow Yun-Fat in der Rolle des respektierten Asian-Gang-Spezialisten Nick Chen die Möglichkeit erhält, auch als Schauspieler und nicht nur als Ikone zu punkten. Er und seine asiatischen Kollegen müssen sich mit dem jungen Cop Danny Wallace arrangieren, der ihrer Abteilung als erster Weißer zugeteilt wird. Mit Danny wird auch der Zuschauer in die schillernde Unterwelt Chinatowns eingeführt. Wie ein Labyrinth hat Drehbuchautor Robert Pucci seine verzwickte Story angelegt, in der jeder jeden reinlegt, jeder bei jedem in der Schuld steht, jeder bei jedem um Hilfe anfragt. Selbst den integersten Polizisten fällt es hier schwer, den stetigen Verführungen und Versuchungen stand zu halten. Mit jeder Szene verändern sich die Allianzen aufs Neue, so daß es nicht immer einfach ist, den einzelnen Motivationen der Mitspieler zu folgen. Regisseur Foley tut recht daran, seine Inszenierung so geradlinig und stilsicher wie möglich zu gestalten, um Unübersichtlichkeit zu vermeiden. Woran es „The Corruptor“ allerdings mangelt, ist die nötige Tiefe: Weil alle Beteiligten bis zum unterkühlten Showdown mit verdeckten Karten spielen, traut man auch als Zuschauer keinem der Beteiligten. Und ohne Identifikitionsfigur ist man in dem hoffnungslos korrupten Universum dieses unnahbaren Films verloren, zumal sich die Figuren von Szene zu Szene bewegen wie Schachfiguren und nicht wie Menschen aus Fleisch und Blut. ts.

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