Coco - Der neugierige Affe

  1. Ø 5
   2006

Coco - Der neugierige Affe: US-Zeichentrickserie nach der Kinderbuchreihe "Curious George" von Margret und H. A. Rey.

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Filmhandlung und Hintergrund

Coco - Der neugierige Affe: US-Zeichentrickserie nach der Kinderbuchreihe "Curious George" von Margret und H. A. Rey.

Als der gierige Sohn des alten Bloomsberry das Bloomsberry Museum für Naturkunde zugunsten eines Parkhauses dichtmachen will, obliegt es dem engagierten Museumsführer Ted, den Alten zu einer letzten Expedition zu bewegen. Ted selbst soll in die Tropen reisen und den mythenumrankten Schrein von Zagawa finden. Statt eines Schatzes bringt Ted jedoch bloß den Affen Coco mit nach Hause – und der hat nichts als Unsinn im Kopf.

Dieser in schlichter 2D-Grafik gehaltene, in Übersee recht prominent synchronisierte (Will Ferrell, Drew Barrymore) Zeichentrick-Abenteuerklamauk ist geradewegs an Vorschulkinder adressiert.

Bei einem Aufenthalt in Afrika adoptiert der Mann mit dem gelben Hut aus reinem Zufall einen stets zu Streichen aufgelegten Schimpansen namens George und nimmt ihn mit zu sich nach Hause in die Vereinigten Staaten. Doch Georges Hang zu Abenteuern lassen sich nicht so leicht bändigen. Und so ist es kein Wunder, dass sich der Schimpanse auf eigene Faust daran macht, seine neue Welt zu erkunden.

Der junge Schimpanse Coco lebt mit seinem Freund Ted, dem Mann mit dem gelben Hut, in New York. Coco ist furchtbar neugierig und möchte am liebsten jeden Tag ein Abenteuer erleben. Ständig ist er unterwegs, um faszinierende Entdeckungen zu machen, aufregende Dinge auszuprobieren oder neue Freundschaften zu schließen. Wie gut, dass Ted immer zur Stelle ist, wenn Cocos unbändiger Unternehmungsgeist den kleinen Affen mal wieder in eine brenzlige Situation manövriert hat.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    (...) Coco, im Original "Curious George", war das gemeinsame Kinderbuch-Produkt eines aus Deutschland emigrierten Ehepaares. Die Abenteuer des kleinen Kerls mit dem neugierigen Blick und dem Sinn für Unsinn auf die Leinwand zu transportieren war gewiss eine reizvolle Aufgabe.

    Schon der Anfang des Films ist entzückend: Man sieht Coco und seine kleinen Tierfreunde, die voller Übermut ihre Scherze treiben - bis die alarmierten Tiereltern eingreifen. (...) Wunderschön hier zum Beispiel der Einfall mit dem kreiselnden Chamäleon, das angesichts der von Coco "verschönerten" Tiere mit dem Farbenwechsel kaum mehr mitkommt.

    Viele witzige Details, eine Vielfalt an Zeichentricktechniken, mal mehr, mal weniger ausgefeilt, eine lustige und in manchen Ansätzen doch auch ernste Handlung, in der es unter anderem um die Themen Freundschaft und Vater-Sohn-Beziehung geht, und vor allem die liebenswerte Hauptfigur des Films , der kleine Coco mit seinem Kleinkind-Charme, machen den Reiz dieses zauberhaften Animationsfilms aus. Als Beispiel genannt seien hier das vergnügliche Versteckspielen unter dem großen gelben Hut oder das Herumalbern mit den Seifenblasen. Es gibt sogar einen kleinen "projektionstechnischen" Exkurs und immer wieder Anspielungen auf das Verhältnis von Groß und Klein.

    Der schön colorierte Film wirkt auf bestrickende Art altmodisch. (...)

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Also, putzig ist er schon, der kleine Affe Coco. Ausgedacht hat ihn sich das Schriftstellerehepaar Margret und H.A. Reys (letzterer wird als Name des Schiffes verewigt, mit dem Ted und Coco über den Atlantik reisen.) Ihr Bücher um den lustig-patschigen Minischimpansen sind in Millionenauflage zum Spaß für Groß und Klein geworden.

    Und es geht einem auch das Herz auf, wenn Coco zu Beginn des Films im Affenzahn seine fröhlichen Streiche spielt. Dazu der Titelsong von Jack Johnson („Upside Down“), der die Lieder extra für den Film geschrieben hat. Die sind schon fast zu gut – einfach weil sie von dem üblichen Einheitsgedudel herausstechen und so vom Film schon mal ablenken können.

    Denn so hundertprozentig gelungen ist „Coco, der neugierige Affe“ nicht. Die Zeichnungen sind zwar angenehm unaufgeregt, gute alte 2D-Animation eben, die mitunter auch arm an Details ist. Das Gestaltungskonzept der Figuren überzeugt freilich, nur ein paar Stricke braucht es für Coco und Ted und all die anderen. Sehr schön sind dazu die Farben und das Licht. Auch die quirligen Bewegungsabläufe machen Spaß.

    Trotzdem hat man das Gefühl, so ganz haben Regisseur Matthew O’Callaghan und seine Produzenten dem guten alten Zeichentrick nicht getraut. Ein bißl hektisch, mitunter gar hysterisch gerät die Action. Und ein wenig PC-Animation muss dann doch noch rein. Vertrauen und vor allem Gelassenheit hätten gut getan.

    Gleiches gilt für die Geschichte. Moderne Technik hält Einzug, so wenn Ted im Dschungel mit dem Handy telefoniert und seinem Chef damit ein Bild von der kleinen Statue schickt, die diesem daheim als gigantisches Monument erscheint – womit die Probleme dann so richtig losgehen. Das hat noch Witz, trifft auch mittlerweile den Erfahrungshorizont. Selbst wenn Fotohandys in Kindergeschichten erstmal gewöhnungsbedürftig scheinen mögen.

    Doch dann kommen wir irgendwann zum Erfinder Clovis, der da irgendwie fürs Museum arbeitet (so richtig etabliert wird die Figur nicht) und mit seinen Robotertieren und einem Hologramm-Projektor einfach ein unnötige Futurismuskomponente reinbringt und die Handlung ein wenig beliebig werden lässt.

    Die anderen Standartmomente werden zudem zu hurtig durchgehechelt. Alles wendet sich zum Schlimmen, Ted verliert den Job und lässt seinen Freund Coco von Tierfängern abholen – um ihn dann sofort zu vermissen und sich auf die Suche nach ihm zu machen. Und zuletzt lösen sich alle Probleme innerhalb von dreißig Sekunden in Wohlgefallen auf. Das wirkt schon fast wie eine Parodie auf derlei Kinderabenteuer.

    Dass das alles aber keine Lieblosigkeit oder kalte Kalkulation ist sondern bloß ungelenkes Schnell-Schnell zeigt sich in den Details der Story: die ungemein lustigen, originellen und sympathischen Haupt- und Nebenfiguren (bis hin zum runnig gag, einem New Yorker Taxifahrer, der immer alles schon mal gesehen hat). Für die hat es Zeit, für anderes dann nicht. Zum Beispiel die herzenswarm verdruckste Liebelei zwischen Ted und der hübschen Lehrerin.

    Dafür ist der Wortwitz erstaunlich zündend, ohne dabei zum Selbstzweck zu verkommen. Insbesondere beim linkischen Chaoten Ted: Den lassen seine launigen Selbstreden und ironische Schlagfertigkeit zu einem wirklich runden Charakter werden, von dem sich so manche Realfilmtölpel noch was abkucken können.

    „Coco, der neugierige Affe“ ist kein Meilenstein des (Kinder)Films. Auch mag er eher Nummernrevue ohne großen Sinn geworden sein als eine durchgehende Geschichte aufweisen. (Zum Ausgleich wird die obligatorische Moral auf ein wohltuendes Minimum beschränkt.) Ein gelungener Kinospaß ist er jedoch allemal geworden, dieser flinke, lustige und liebenswerte Film. Vielleicht ja auch gerade, weil er nicht perfekt ist.

    Fazit: Die Zeichentrickverfilmung des Kinderbuchklassikers um den drolligen Affen und „seinen“ liebenswert chaotischen Museumsangestellten Ted ist hier und da zu quirlig geraten, macht das aber mit allerlei Witz und tollen Songs wett.
  • Mit der Adaption einer der erfolgreichsten Kinderbuchreihen punktet das Produzentengespann um Blockbuster-Garant Brian Grazer ausgerechnet mit klassischer Zeichentricktechnik.

    Es muss nicht immer modernste CGI-Technik im Stile von „Ice Age 2“ oder „Die Unglaublichen“ sein. Auch die klassische zweidimensionale Zeichentricktechnik hat Anfang des 21. Jahrhunderts ihre Berechtigung. Voraussetzung ist natürlich, dass Story und Figuren passen. Und da haben die Produzenten um Brian Grazer („The Da Vinci Code“) mit den Abenteuern um den putzigen kleinen Schimpansen namens Coco ins Schwarze getroffen. Denn Coco gibt es in den USA unter dem Begriff „Curious George“ in Buchform bereits seit mehr als 65 Jahren und das süße Äffchen mit dem rundlichen Gesicht eignet sich hervorragend für klare, einfach strukturierte Animation. Realisiert hat „Coco – Der neugierige Affe“ Matthew O’Callaghan, der 1986 bei dem Disney-Klassiker „Basil, der große Mäusedetektiv“ als Autor und ausführender Produzent einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Hier erzählt er folgende, etwas angestaubte Geschichte: Weil dem New Yorker Bloomsberry Museum wegen akuten Besuchermangels die Schließung droht, schickt dessen Besitzer seinen Museums-Führer Ted in den afrikanischen Dschungel. Dort soll dieser eine goldene Statue ausfindig machen und als Attraktion nach New York transferieren. Doch die Mission misslingt. Stattdessen bringt der tollpatschige Ted einen kleinen Schimpansen mit nach Hause, der mit seinen Streichen jede Menge Chaos anstellt. Doch dank seiner liebenswerten Art kann ihm niemand wirklich böse sein.

    Mit 30 Millionen verkaufen Exemplaren gehört „Curious George“ weltweit zu den populärsten Kinderbuchreihen. Erfunden hat den neugierigen Schimpansen übrigens ein Hamburger Ehepaar namens Margret & H.A. Rey, das es in den dreißiger Jahren über Frankreich und Brasilien nach New York verschlug. Der Zauber der Bücher findet nun im Kinofilm, der ursprünglich als CGI-Animation geplant war, seine Entsprechung. Vor allem in der Hauptfigur, die zwar nicht sprechen kann, aber allein mit ihrer Gestik und Mimik die Herzen von jung und alt zum Schmelzen bringen wird. Wunderschön auch Cocos Luftballon-Flug zwischen New Yorks Wolkenkratzer hindurch, sympathisch die kleinen Parallelen zur großen „King Kong“-Story, und zum Schmunzeln die Eröffnungssequenz, mit der Coco sehr originell eingeführt wird und die mit Jack Johnsons Song „Upside Down“ adäquat untermalt wird. Überhaupt entpuppt sich der Soundtrack als Glücksgriff, geht er doch auf das Konto des derzeit extrem hippen surfenden Sängers aus Hawaii, der hier mit seinen ruhigen, exotisch angehauchten Balladen genau den richtigen Touch Dschungelatmosphäre in den big apple bringt. lasso.

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