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Filmhandlung und Hintergrund

1958 schließt sich der Argentinier Ernesto „Che“ Guevara den 80 Exil-Kubanern an, die sich unter Castro von Mexiko auf den Weg machen, um den Diktator Batista zu stürzen. Als Anführer der Guerrilla istt Guevara maßgeblich am Erfolg beteiligt und wird vom Volk gefeiert. 1964 hält er eine vielbeachtete Rede vor der UNO in New York. 1966 führt er in Bolivien eine neue Guerilla an. Doch diesmal läuft alles schief. Das Volk verweigert seine Unterstützung, Verletzungen erschweren das Unterfangen, das CIA sitzt Che im Nacken.

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Kritikerrezensionen

  • In einem viereinhalbstündigen zweiteiligen Epos erzählt Steven Soderbergh erst vom Gelingen, dann vom Scheitern des Guerillakriegs des Ernesto Guevara.

    Ein singuläres, nicht leicht zu verdauendes, weil sich niemals anbiederndes Filmerlebnis erwartet den Zuschauer: Zunächst als Regieprojekt für Terrence Malick geplant, sollte das „Guerrilla“ betitelte Projekt nur vom tragisch zum Scheitern verurteilten Versuch eines Guerillakriegs in Bolivien erzählen, der 1967 mit der Ermordung von Ernesto „Che“ Guevara durch von der CIA unterstützte bolivianische Truppen endete. Als Malick ausstieg und Produzent Soderbergh die Inszenierung übernahm, stellte er schnell fest, dass diese Geschichte ständiger Fehlschläge und Enttäuschungen allein zum einen zu deprimierend, zum anderen vor allem zu desorientierend wirken würde: Wie könnte angesichts dieser Ansammlung von Pleiten, Pech und Pannen jemals jemand auch nur im Entferntesten glauben, eine derart angestrebte Revolution könnte Aussicht auf Erfolg gehabt haben?

    Die Antwort gibt „The Argentine“, der „Guerrilla“ nunmehr vorgelagerte Schwesterfilm, der essenziell das Gleiche erzählt, nur eben mit glücklichem Verlauf und triumphalem

    Ausgang: die kubanische Revolution im Jahr 1958, bei der sich Ernesto Guevara vom Truppenarzt zum Strategen und Architekten des bewaffneten Kampfes wandelt und, getragen von der Begeisterung des Volks, zum Helden des Landes wird. Besonders elektrisierend und spannend war es, diese beiden eigenständigen und doch untrennbar miteinander verbundenen Filme in Cannes in der integralen Langfassung unter dem Titel „Che“ an einem Stück zu erleben: Gerade hier wurde deutlich, wie sich beide

    Produktionen gegenseitig füttern und doch als diametral entgegengesetzte Spiegelwerke realisiert wurden: ein Actionfilm in üppigen Breitwandbildern der eine, ein Thriller der Desorientierung in engen Bildern und strengeren Kadrierungen der andere.

    Was „Che“ in keiner der möglichen der denkbaren Aufführungsvarianten ist: ein Biopic im eigentlichen Sinn ist das nicht, auch wenn Benicio Del Toro förmlich mit seiner Rolle verschmilzt. Soderbergh verweigert sich dem Abhaken von biografischen Eckdaten, wie er sich auch einer Psychologisierung der Figur entzieht. Sein Film ist, abgesehen von schwarz-weißen Einsprengseln von Guevara auf der Höhe seines Ruhms vor der UNO in New York und in einem TV-Interview, das Einblicke in die Funktion der Guerilla erlaubt, einfach nur eng dran an Guevara, zeichnet ihn aber weder als heroischen Mythos mit Schattenseiten noch liefert er einen Einblick in sein Privatleben. „Hanging out with Che“ nannte Soderbergh selbst seinen Ansatz für sein episches Anti-Epos, was die kommerzielle Verwertbarkeit mindert, nicht aber die überwältigende Wirkung dieser sperrigen Meditation über einen Mann, der sich im Dschungel findet, um sich – und sein Leben – dort auch wieder zu verlieren. ts.

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