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Carried Away

Filmhandlung und Hintergrund

Endlich darf Dennis Hopper wieder einmal zeigen, daß er ein herausragender Schauspieler ist. Gelegenheit dazu bietet ihm Bruno Barreto in seinem schön erzählten, erstklassig fotografierten, mitunter aber etwas zu abgeklärten Midlife Crisis-Melo- und Sexodram. Hoch anzurechnen ist dem Panorama Beitrag der diesjährigen Berliner Filmfestspiele, daß er nicht um einer x-beliebigen Spektakularität willen Erzählrhythmus...

Joseph Svendon ist ein von der Midlife Crisis geplagter Highschool-Lehrer, der in der staubigen Kleinstadt Howardsville ein tristes Dasein fristet. Routiniert absolviert er seinen täglichen Unterricht und genauso unaufregend verläuft auch die langjährige Liebesbeziehung zu seinem Kindheitsschwarm Rosealee. Da kommt eine neue Schülerin in seine Klasse: die 17jährige Catherine Wheeler. Svendon verfällt den Reizen des jungen Mädchens und auch Catherine fühlt sich zu dem alten Schulmeister durchaus hingezogen.

Highschool-Lehrer Svendon wird von einer 17jährigen Schülerin aus seinem langweiligen Alltag gerissen. Aufregende, unsentimental inszenierte Geschichte einer verbotenen Liebe mit Dennis Hopper in der Hauptrolle.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Endlich darf Dennis Hopper wieder einmal zeigen, daß er ein herausragender Schauspieler ist. Gelegenheit dazu bietet ihm Bruno Barreto in seinem schön erzählten, erstklassig fotografierten, mitunter aber etwas zu abgeklärten Midlife Crisis-Melo- und Sexodram. Hoch anzurechnen ist dem Panorama Beitrag der diesjährigen Berliner Filmfestspiele, daß er nicht um einer x-beliebigen Spektakularität willen Erzählrhythmus und Charakterzeichnungen aufgibt. Allerdings beschränkt er sich dabei allzu ausschließlich auf die Nabelschau eines Endfünfzigers, um damit die ganz großen (jugendlichen) Publikumsströme vor die Leinwand zu locken.

    Ganz im Mittelpunkt der Handlung nach der literarischen Vorlage von Jim Thompson agiert ein wunderbarer, verletzlicher und überzeugender, zu keiner Zeit chargierender Dennis Hopper in einer seiner besten Darstellungen überhaupt. Dieser Pluspunkt des Films ist zugleich seine Schwäche, denn weder werden die anderen Figuren dieser hohen Vorgabe gerecht (auch wenn Amy Irving als weiblicher Gegenpart überzeugt und Gary Busey als schrulliger Exgeneral und gebeutelter Familienvater erfreut), noch wird ein anderer Aspekt als die Lebenskrise des Protagonisten ernsthaft thematisiert. Hopper spielt den High-School-Lehrer Joseph, der, eigentlich schon jenseits seiner besten Jahre und durch ein steifes Bein leicht lädiert, ein geregelt-beschauliches, aber auch langweiliges Leben in der Provinz des amerikanischen Mittelwestens führt. Er teilt seine Zeit zwischen seinen Schülern und seiner Verlobten, der Lehrer-Kollegin Rosealee (Irving), die zu heiraten allerhöchste Zeit wäre, und der Pflege der alten Mutter nebst kleiner Farm. Wie ein Wirbelsturm bricht in die angestaubte Idylle die 17jährige Tochter des Generals ein, gerade in die Gegend gezogen und als Schülerin seiner Klasse zugeteilt. Ihren frühreifen Verführungskünsten erliegt er schnell und gern, sieht sich aber bald den Konsequenzen dieser Affäre in allen unliebsamen Details ausgesetzt. Für Joseph gilt es, Stellung zu beziehen und sein Leben und seine Beziehungen neu zu definieren. Barreto („Tati“, „Die Stärke der Macht“), der gemeinsam mit Amy Irving auch produzierte, gelingt das Kunststück, die menschliche Dramatik des Plots mit warmem Humor zu zeichnen, ohne seine Figuren der Unglaubwürdigkeit oder Lächerlichkeit preiszugeben. Ein „kleiner“, ruhiger Film, mit dem seltenen Prädikat „schauspielerisch und erzähltechnisch äußerst wertvoll“. boe.
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