Buffalo 66

  1. Ø 0
   1997

Buffalo 66: Psychologische und sozialrealistische Ballade der einsamen Herzen. Z. T. mit experimentellen Filmmitteln.

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Filmhandlung und Hintergrund

Buffalo 66: Psychologische und sozialrealistische Ballade der einsamen Herzen. Z. T. mit experimentellen Filmmitteln.

Underdog Billy Brown kehrt nach Jahren im Knast zu seinen Eltern nach Buffalo zurück. Um nicht alleine vor der Türe zu stehen, kidnappt er eine Ballettschülerin, die er als seine Frau vorstellen will. Die fühlt sich bald pudelwohl in ihrer Rolle. Billy braucht aber noch länger, um sich an die neue Freiheit und eine Freundin zu gewöhnen.

Psychologische und sozialrealistische Ballade der einsamen Herzen. Z. T. mit experimentellen Filmmitteln.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Debütfilm des italomerikanischen Schauspielers Vincent Gallo, der seiner Heimatstadt Buffalo ein Denkmal setzt und in dieser Ballade der einsamen Herzen, die in einer langen Nacht zusammenfinden, uramerikanische Mythen und Traumata wie die verlorene Kindheit, Verlustangst, latente Gewalt und Ausbruchsphantasien reflektiert. Die zunächst düstere Grundstimmung des sperrigen Films wird im Laufe der Handlung aufgehoben. Gallo und Christina Ricci („Die Addams Family“-Filme) in den Hauptrollen werden ergänzt durch ein mustergültiges Darstellerensemble mit namhaften Gaststars.

    Als Billy Brown nach Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird und niemand am Tor auf ihn wartet, möchte er am liebsten wieder hinter Gittern zurück. Doch er muß mit der Realität fertig werden. In Buffalo kidnappt er eine junge Ballettschülerin, die während des Besuchs bei seinen Eltern vorgeben muß, seine Frau zu sein und die sich mehr, als ihm lieb ist, in diese Rolle steigert. Auf der Bowlingbahn findet er sein Selbstbewußtsein zurück, aber es braucht noch einige Begegnungen, ein heißes Bad, Telefonate und die ihn inzwischen liebende junge Frau, bis Billy wirklich wieder er selbst ist und sich zu seinem neuen girlfriend bekennt.

    Von den formalen Mitteln her typisch amerikanisches Independent-Kino mit Kamera-Minimalismus und gelegentlichen Avantgarde-Ausflügen (Stehkader, Schwarzfilm, Split Screen), überzeugt Gallos autobiographisch geprägtes Debüt vor allem in den Schauspielerleistungen. Gallo als schmieriger Depressiver mit Hang zu Gewaltausbrüchen macht mit diesem Mut zur Häßlichkeit den Zugang zum Film zunächst schwer, bis man ihn zu verstehen lernt. Ricci kann sich als pummelige Naive von ihrem Teenie-Image lösen und zeigt sehr schön den Wandel von Unsicherheit zu Gewißheit, wenn auch unter Tränen. Zu den Gaststars gehören Cassavetes-Veteran Ben Gazzara als Vater mit Sinatra-Touch, Anjelica Huston als entfremdete Mutter und Rosanna Arquette als verrückter Diner-Gast. Zusammen mit den „Big Lebowski“- Bowling-Szenen ein starkes Stück Independent-Coolness. ger.

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