Filmhandlung und Hintergrund

Realistischer und humorvoller Debutfilm von Udayan Prasad um das Schicksal indischer Emigranten in England.

Illegal eingewandert, muß Amir im England der 60er Jahre Kulturschock und Ernüchterung überwinden. Trost spenden seine Leidensgenossen aus Indien, die mit ihm eine solidarische Hausgemeinschaft in einem Klima der Angst und Bespitzelung bilden. Als die junge Mary in den Männerhaushalt einzieht, droht die Gemeinschaft der „Brüder“ zu zerfallen.

Realistischer und humorvoller Debutfilm von Udayan Prasad um das Schicksal indischer Emigranten in England.

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Kritikerrezensionen

  • Brothers in Trouble: Realistischer und humorvoller Debutfilm von Udayan Prasad um das Schicksal indischer Emigranten in England.

    Die „Brothers in Trouble“ sind zehn illegal eingereiste Inder, die im England der sechziger Jahre erkennen müssen, daß ihr Traum vom materiellen Glück mit Ausbeutung und Unterwürfigkeit schwer erkämpft werden muß. Am Beispiel von Neuankömmling Amir zeigt Filmregie-Neuling Udayan Prasad mit Humor, aber den Ernst der Situation nie verkennend, den harten Assimilierungsprozeß dieser Wirtschaftsflüchtlinge, der uns auf unterhaltsame Weise Mitgefühl und Solidarität abringt.

    Größtes Plus dieses sympathischen Erstlingsfilms des mit neun Jahren aus Indien nach Großbritannien eingewanderten und damit für ein solches Projekt sicher prädestinierten TV-Regisseurs Prasad ist das Drehbuch des Produzenten Robert Buckler, das auf der Grundlage von Abdullah Husseins autobiographischem Roman „The Return Journey“ durch geschlossene Dramaturgie, liebevolle Charakterzeichnung und sanften Humor besticht. Tragende Identikationsfigur ist Amir (exzellent: Pavan Malhotra), der in einer klaustrophobisch-komfortablen Kiste englischen Boden erreicht hat, mit 18 weiteren illegalen Einwanderern ein verfallenes Haus „bewohnt“ und mit harter Arbeit in einer Wollwäscherei eine bessere Zukunft in seiner Heimat Indien finanzieren will. Realistisch zeichnet „Brothers in Trouble“ den Kulturschock Amirs, das vorherrschende Klima von Angst und Unsicherheit, aber auch die Solidarität der Hausgemeinschaft, die in der Fremde die Familie ersetzen muß. Dieser Zusammenhalt wird gefährdet, als der Kopf der Gruppe (Indiens Star Om Puri, als couragierter Rikschafahrer Hasari Pal in „Stadt der Freude“ unvergessen) die junge Mary (Angeline Ball, wie die demnächst in „Nothing Personal“ auftretende Maria Doyle eine Ex-Frontfrau der „Commitments“) in das Haus und sein Leben läßt. Was sich humorvoll wie Schneewittchen und die 19 Zwerge anläßt, entwickelt sich dank menschlicher Eigenschaften wie Eifersucht und Neid zu einem am Ende geringfügig überspitzten Drama, das den Protagonisten Amir mit gestärktem Selbstbewußtsein in seine neue Heimat entläßt. Ein letztlich optimistischer Film also, der nichts beschönigt, aber auch ohne bleischwere Düsternis und Seelenpein seine sehr menschliche Geschichte einer persönlichen Reifung erzählt, der in den Kinos ein Achtungserfolg zu wünschen wäre. kob.

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