Brokedown Palace

  1. Ø 0
   1998
Brokedown Palace Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Brokedown Palace: Packend und subtil erzähltes Frauenschicksal in einem südostasiatischen Knast.

Alice und ihre Freundin Darlene wollen ihren Schulabschluss gebührend mit einer Abenteuertour nach Bangkog feiern. Sie lernen einen schmucken Australier kennen, der sie jedoch in Teufels Küche bringt: Drogenfahnder entdecken Heroin in ihrem Gepäck und verurteilen sie zu 33 Jahren Knast. Jede der beiden gibt der anderen Schuld an ihrer verheerenden Lage, bis Darlene erkrankt…

Aus dem geplanten Traumurlaub wird für die Teenager Alice und Darlene ein Albtraum. Am Flughafen von Bangkok werden die Mädchen, denen Heroin untergeschoben wurde, wegen Drogenschmuggels verhaftet. In einem abgekarteten Prozess werden sie zu 33 Jahren Gefängnis verurteilt. Während der Haft entfremden sich die Freundinnen zusehends, weil jede die andere des Verrats verdächtigt. Doch als Darlene schwer erkrankt und ein Gnadengesuch an korrupten Ermittlungsbehörden scheitert, opfert sich Alice, um ihre Freundin zu retten…

Am Flughafen von Bangkok werden die amerikanischen Teenager Alice und Darlene, denen Heroin untergeschoben wurde, wegen Drogenschmuggels verhaftet. Im Gefängnis entfremden sich die Freundinnen, doch als Darlene schwer erkrankt und ein Gnadengesuch an korrupten Ermittlungsbehörden scheitert, opfert sich Alice, um ihre Freundin zu retten… Packend und einfühlsam setzt sich Regisseur Jonathan Kaplan mit einem tragischen Frauenschicksal auseinander.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Filme über das unmenschliche Treiben in ausländischen Gefängnissen, vor allem in Ländern in denen das Wort Demokratie nicht so ernst genommen wird, waren schon immer Zündstoff. Alan Parkers "Midnight Express", der Urvater dieser speziellen Abart des Gefängnisdramas, erzählte 1979 die wahre Geschichte eines Amerikaners in einem türkischen Gefängnis und sorgte fast für einen politischen Eklat. "Brokedown Pallace" versucht in der Tradition dieses Films zu bleiben, jedoch kann ihm dies nur schwer gelingen, da er versucht trendy zu sein, eben Polit-Kino für die Teens.

    Dabei hält er sich aber ausgesprochen tapfer, umschifft die üblichen Genre-Klischees mit einfacher Hand und kann eigentlich durchweg überzeugen, ist aber insgesamt nicht scharf genug, man könnte es schon versöhnlich nennen. Denn im Gefängnis wird nicht etwa sonderlich stark geprügelt oder gar gemeuchelt, dafür aber stark intrigiert. Somit verliert der "Brokedown Palace" seine horrorhafte Wirkung. Er ist kein Hort des Schreckens, eher das Rechtssystem wird in diesem Film als zerstörende Kraft geschildert, das Gefängnis ist nur ein Ort mit dem man sich arrangieren muss.

    Regisseur Jonathan Kaplan gelingt es dank seiner konsequenten Darstellerführung und viel inszenatorischem Geschick, den Zuschauer durch Emotionen zu fesseln. Claire Danes und Kate Beckinsale überzeugen als Teens hinter Gittern voll, so dass ihre Ängste plastisch werden und der Zuschauer dann eben doch dran bleibt, um ihre Geschichte mitzuerleben und nicht, um die katastrophalen Geschehnisse in Gefängnissen mitzuverfolgen, wo dann auch der Unterschied zu "Midnight Express" liegt, dessen Geschichte hauptsächlich dadurch vorangetrieben wurde, dass dem hier schuldigen Häftling immer schlimmere Dinge angetan wurden. "Brokedown Pallce" schlägt da leisere Töne an, er stellt den Kampf um die Freiheit in den Vordergrund. Und das macht ihn sehenswert.

    Fazit: Ein sehenswerter, geschickt inszenierter Teenie-Polit-Film mit überzeugenden Darstellerinnen.
  • Nach Joseph Rubens Männer-Drama „Für das Leben eines Freundes“ verfilmt Jonathan Kaplan eine ähnliche Geschichte um Verrat, Drogen und Knast in „Southeast-Asia“. Nur stehen hier zwei jungen Frauen im Mittelpunkt. Mit dem Highschool-Abschluss in der Tasche starten Alice und ihre beste Freundin Darlene zu einem exotischen Trip nach Thailand, der sich schnell als Alptraum entpuppt.

    Seit 25 Jahren mischt Jonathan Kaplan in seinen Filmen populäre Unterhaltung mit sozial relevanten Themen, beweist sein Händchen für starke Frauenfiguren – so erhielt Jodie Foster für Kaplans Vergewaltigungsdrama „Angeklagt“ ihren ersten Oscar, für ihre Leistung in „Love Field – Liebe ohne Grenzen“ Michelle Pfeiffer eine Oscar-Nominierung. In „Brokedown Palace“, dem ironischen Titel für ein heruntergekommenes Gefängnis nach einem Liedtext von Greatful Dead, verkörpern Claire Danes als selbstbewusstes all-american-girl Alice und Kate Beckinsale als ihre sensible Freundin Darlene zwei gegensätzliche junge Amerikanerinnen. Nach ihrem Highschool-Abschluss machen sie erst einmal Ferien. Nicht in Hawaii, wie die Eltern glauben, sondern in Bangkok. Neugierig und naiv wollen sie das geheimnisvolle Land kennen lernen und geraten an den Sonnyboy Nick Parks, der die Mädchenherzen entflammt. Nach einer Liebesnacht mit Darlene offeriert der Australier dem Duo zwei Tickets nach Hongkong – „just for fun“. Schon bei der Abreise am Flughafen werden die beiden von der Polizei als Drogenkuriere mit Heroin im Gepäck abgefangen. Und ab geht’s in den Knast. Vom netten Nick fehlt jede Spur, er benutzte die Greenhorns als ahnungslose „Mulis“. In einem Prozess werden sie zu 33 Jahre Haft verurteilt. Erst aus finanziellen, dann aus ideellen Gründen steht ihnen der berühmt-berüchtigte amerikanische Anwalt Henry „Yankee“ Hank Greene (Bill Pullman) und dessen Frau, eine einheimische Anwältin, zur Seite. Ein Revisionsversuch scheitert, wie auch ein Fluchtversuch oder als letzte Chance das Gnadengesuch. In letzter Minute opfert sich Alice mit einer selbstlosen Lüge für ihre Freundin.

    Produzent Adam Fields, früher selbst Low-Budget-Traveller, besuchte auf einer Reise in Thailand 15 junge Amerikanerinnen, die wegen Heroinschmuggels langjährige Haftstrafen in einem Bangkoker Gefängnis absaßen. Aus den verschiedenen Fakten entwickelt er diese Story um Moral, Freundschaft, Lüge und Verrat. Aufgrund der kritischen Haltung gegenüber der thailändischen Justiz musste die Produktion auf die Philippinen ausweichen, was der Glaubwürdigkeit keinen Abbruch tut. Nur einige pittoreske Bilderbuchaufnahmen aus dem Land der Freien vermitteln zu Beginn die vermeintliche Idylle. Im Gegensatz zum psychologisch komplexen „Für das Leben eines Freundes“ kratzt Kaplan nur an der Oberfläche, bleiben manche Nebenfiguren wie Darlenes Vater oder ein korrupter Ermittlungschef blass, einige Nebenhandlungen nebulös. Die deutsche Übersetzung bleibt leider weit hinter der Original-Fassung zurück. Die Präsenz der beiden Hauptdarstellerinnen, vor allem die schauspielerische Überzeugungskraft von Claire Danes, könnte die Defizite vergessen lassen. mk.

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