Brief an mein Leben

  1. Ø 4.7
   2015
Brief an mein Leben Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Brief an mein Leben: TV-Drama nach dem gleichnamigen Buch von Miriam Meckel.

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Marie Bäumer verkörpert in diesem Drama zwischen Euphorie und heulendem Elend sehr glaubwürdig den psychischen Absturz einer Überfliegerin.

    Wenn die Seele krank ist, leidet der Körper; das können auch gesunde Menschen nachvollziehen. Die geistige Erschöpfung filmisch umzusetzen, ist dagegen deutlich schwieriger. Umso eindrucksvoller sind die Momente, in denen Urs Egger und Laila Stieler die Erkrankung ihrer Hauptfigur illustrieren. Die Handlung beginnt jedoch mit einer Selbsteinweisung: Die erfolgreiche Ozeanografin Antonia funktioniert nicht mehr. Immer wieder macht ihr der Körper einen Strich durch ihre Leistungsorientierung. Während einer Antrittsvorlesung bricht ihr der Schweiß aus, ein schrilles Pfeifen im Kopf verhindert jede Konzentration auf ihren Vortrag, optische Verfremdungen tun ein Übriges. In der Klinik fühlt sie sich allerdings komplett deplatziert; mit den zum Teil esoterisch anmutenden Behandlungsmethoden und den lebensuntüchtigen Patienten kann sie überhaupt nichts anfangen. Der Film hat Miriam Meckels Vorlage fiktionalisiert und verdichtet, wird aber gerade durch die intensive Verkörperung Antonias durch Marie Bäumer dennoch nicht zur Fallstudie. Geschickt integriert Stieler die Vorgeschichte mittels einer assoziativen Erzählstruktur in die Rahmenhandlung: In bestimmten Momenten gehen Antonia wichtige Ereignisse aus ihrem Leben durch den Kopf, die sie letztlich zu dem Menschen werden ließen, der irgendwann aus der Spur geraten ist. Besonders gut gelungen ist die Verknüpfung dieser Rückblenden mit dem Klinikalltag. Einige Szenen wirken wie eine Reminiszenz an den Klassiker „Einer flog übers Kuckucksnest“, zumal sich der Film ein paar verblüffend komische Momente leistet; Antonias Skepsis gegenüber den zum Teil fast satirisch inszenierten Therapien lässt sich wunderbar nachvollziehen. Gerade gemessen an der vielschichtigen Hauptfigur sind die Mitpatienten allerdings etwas klischeehaft ausgefallen. tpg.

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