Bread and Roses

  1. Ø 0
   2000

Bread and Roses: Spannender, emotionaler Film, in dem der britische Regieveteran Arbeitskampf und private Schicksale miteinander verknüpft.

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Filmhandlung und Hintergrund

Bread and Roses: Spannender, emotionaler Film, in dem der britische Regieveteran Arbeitskampf und private Schicksale miteinander verknüpft.

Maya erhofft sich ein besseres Leben in den USA. Nachdem sie mit Menschenschmugglern fertig geworden ist, kann sie ihre Schwester Rosa in Los Angeles in die Arme schließen. Die energische Maya bekommt einen Job in einer Bar und bei einem Putzunternehmen, wo die Arbeiter, fast alle Immigranten, hemmungslos ausgenutzt werden. Maya lässt sich das nicht einfach gefallen.

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Kritikerrezensionen

  • Nach drei Jahrzehnten „working class“-Filmen in England drehte Ken Loach erstmals in Amerika. Seinen Lieblingsthemen Sozialkritik mit human touch und Solidarität blieb er aber treu. In „Bread and Roses“ zerplatzt der „american dream“ einer illegal eingewanderten jungen Mexikanerin wie eine Seifenblase.

    Nach „Land of Freedom“ und „Carla’s Song“ verlässt Ken Loach zum dritten Mal das englische Arbeitermilieu, greift ein für die USA brisantes Sujet auf – die Schicksale mexikanischer Migranten im Land ihrer Träume, in dem sie Wohlstand suchen und auf Widerstand stoßen. Die junge Maya schafft es, den Grenzzaun in einer von zwei „Coyotes“ (Schleppern) geführten Gruppe zu überwinden und schlägt sich zu ihrer Schwester Rosa nach Los Angeles durch, die sich als Putzfrau über Wasser hält und ihr einen Job in der Reinigungsfirma vermittelt. Unter der Knute des Oberaufsehers müssen sich die Frauen einiges gefallen lassen, doch sie sind glücklich, überhaupt arbeiten zu können und sei es unter noch so miesen Bedingungen. Als der Gewerkschaftsaktivist Sam zum Streik aufruft, muss Maya Position beziehen: Schweigen und dulden oder kämpfen.

    Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Drehbuchautor Paul Laverty, der Mitte der neunziger Jahre in Los Angeles lebte, bekam die Bewegung „Justice for Janitors“ (Gerechtigkeit fürs Reinigungspersonal) hautnah mit. Gewohnt gefühlvoll schildert Loach nicht nur die organisatorische Seite des Arbeitskampfes, sondern auch den politischen Bewusstwerdungsprozess der „Janitors“, die gesetzlich geregelte Sozialleistungen und Mindestlöhne einfordern und für die Wiedereinstellung entlassener Kollegen auf die Straße gehen. Im Mittelpunkt steht der Konflikt zwischen den Schwestern, der verhärmten älteren und der kämpferischen jungen. Und selbstverständlich sprühen auch die Funken zwischen der lebenslustigen Maya und Sam, der so gar nicht dem trockenen und biederen Gewerkschafts-Image entspricht. Der überzeugend spielende Mexikanerin Pilar Padilla (Maya) sollte der Latina-Boom die Karriere voranbringen.

    Nie wirkt das Plädoyer für Gerechtigkeit belehrend, auch wenn sich Loach einige didaktische Ausrutscher leider nicht verkneifen kann. Seine Helden haben das Herz am richtigen Fleck. Mit Blick fürs Detail erzählt „Bread and Roses“ von Menschen und ihren kleinen Sehnsüchten, die in Ausnahmesituationen über sich hinauswachsen: Du hast keine Chance, aber nutze sie. „Bread and Roses“ ist mehr als ein engagierter Multi-Kulti-Film, ist Kino voller Energie und Emotion, trotz des „schweren“ Themas voller Leichtigkeit. Kein süßliches Happy End zerstört die Wahrhaftigkeit. Aber man weiss: Die Hoffnung stirbt zuletzt. mk.

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