Bowfingers große Nummer

  1. Ø 4
   1999

Bowfingers große Nummer: Unwiderstehliche Komödie über einen Hollywoodstar, der ahnungslos Schmuckstück eines Trashfilms wird.

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Filmhandlung und Hintergrund

Bowfingers große Nummer: Unwiderstehliche Komödie über einen Hollywoodstar, der ahnungslos Schmuckstück eines Trashfilms wird.

Bobby Bowfinger ist Filmregisseur aus Leidenschaft, wird aber von Hollywood ignoriert. Als Superstar Kit Ramsey Bowfingers neues Skript mit Verachtung grüßt, filmt ihn der Gedemütigte für seinen Alienfilm mit versteckten Kameras, integriert ihn so in die Handlung – mit der Nebenwirkung, daß der Star nun überall Verrückte oder Außerirdische wittert.

Action-Star Kit Ramsey steigt, ohne es zu ahnen, zum Hauptdarsteller einer unsäglichen Science-Fiction-Klamotte auf. Deren Urheber, der notorisch bankrotte Filmemacher Bowfinger und sein unbegabter Drehbuchautor Afrim, haben es sich in den Kopf gesetzt, die Welt mit einem Werk über Regentropfen-förmige Aliens zu beglücken. Dieses Unterfangen wird ihnen jedoch nur finanziert, wenn es ihnen gelingt, Kit für das Projekt zu gewinnen. Also machen sich die tapferen Glücksritter mit versteckter Kamera auf zur fröhlichen Hollywoodstar-Jagd.

Der notorisch bankrotte Filmemacher Bowfinger und sein unbegabter Drehbuchautor Afrim wollen die Welt mit einem Werk über Regentropfen-förmige Aliens beglücken. Finanziert wird ihnen das Projekt nur, wenn sie Action-Star Kit Ramsey dafür gewinnen. Übermütige Hollywood-Satire nach einem Drehbuch von Steve Martin, der auch als Titelheld gemeinsam mit Eddie Murphy brilliert.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Steve Martin und Eddie Murphy rechnen ab. Und zwar mit den Macken Hollywoods. Und seiner Arroganz. Der Film ist äußerst bissig, so stellt er die Produzenten und Superstars als Trottel hin und die Verschwendungssucht der Filmindustrie als unnötig. Aber auch das Publikum muss dran glauben oder warum kann sonst ein Film wie Bowfingers "Shubby Rain" am Ende zum Superhit avancieren.

    Bobby Bowfinger ist ein moderner Ed Wood. Er ist ein Dilettant, aber ein äußerst einfallsreicher. Es gelingt ihm ohne Geld einen großen Film zu drehen.
    Ein Hit muss nicht 200 Millionen Dollar kosten, was ja auch in Wirklichkeit in der letzten Zeit durch "The Blair Witch Project" bewiesen wurde.

    Steve Martin kennt die Industrie, er ist ein alter Hase im Geschäft. Eddie Murphy auch. Der zeigt so etwas wie Reue. Denn Murphy sagt selber über seine Rolle, dass er sich selbst in den 80ern spielt, dass er damals wie der arrogante Kit Ramsey war. Seit Jahren hat Murphy keinen wirklich guten Film mehr gedreht. Bis jetzt mit "Bowfingers große Nummer".

    Steve Martin ist ein Vollblutkomödiant und damit, dass Eddie Murphy neben ihm nicht untergeht beweist er eines: er kann es noch.
    Brillant ist neben Martin und Murphy auch Heather Graham, die als dummes und skrupelloses Blondchen eine Glanzvorstellung gibt.

    Fazit: "Bowfingers große Nummer" ist eine gelungene Hollywoodsatire- wobei manchmal leider der satirische Witz zugunsten des Klamauks untergeht.
  • „Der Guru“ fand weltweit nur wenige Jünger, aber mit „Life“ wurde Eddie Murphys Karriere wiederbelebt und darf nun mit „Bowfinger“ erneut einen großen Hit erwarten. Eine vor allem durch Situationskomik bestechende, unwiderstehliche Hommage an alle Ed Woods, die ungeachtet aller Inkompetenz von Entschlossenheit und Kinoleidenschaft zum Film getrieben werden. Wie Steve Martins Produzent und Regisseur Bowfinger, der für sein ganz persönliches, niveauvolles Projekt (über Außerirdische, die L.A. infiltrieren) Hollywoods Superstar vor die Kamera bringt, ohne daß dieser sein Glück zu schätzen, geschweige denn überhaupt wahrzunehmen wüßte.

    Glanzstück dieser Komödie, als witzige Umkehrung zu Bowfingers Trash-Kostbarkeit, ist ein originelles, witziges Drehbuch, daß Mechanismen, Rituale und Obsessionen (Esoterik, Sektenkult) Hollywoods beiläufig karikiert, aber die Passion filmverliebter Amateure ernst nimmt. Wie schon bei „L.A. Story“ und „Roxanne“ schrieb Hauptdarsteller Steve Martin selbst das Skript, das mit einem dünnen Plot auskommt, weil die brillante Prämisse allein spielfilmfüllend ist. Ähnlich wie in „Schnappt Shorty“ steht im Mittelpunkt ein von Erfolglosen initiiertes und offeriertes Filmprojekt, das durch die Mitwirkung eines Superstars grünes Licht bekäme. In „Bowfinger“ ist diese Garantie allerdings nur ein böser Scherz, den ein hohes Studiotier (Robert Downey jr.) mit dem als prominent posierenden Pseudoproduzenten treibt. Der aber nimmt die in Aussicht gestellte Zusage ernst und läßt sich auch von der nicht gerade sensiblen Absage des arroganten Action-Superstars Kit Ramsey (Eddie Murphy parodiert sein eigenes, von Egozentrik und Paranoia geprägtes Image der achtziger Jahre und taucht zur Halbzeit des Films in einer weiteren Rolle als Ramseys erfolgloser Bruder auf) nicht entmutigen. Blitzschnell wird an der kalifornisch-mexikanischen Grenze die Crew mit ahnungslosen, wenig später aber schon über Francis Ford Coppola debattierenden Flüchtlingen vervollständigt, ein kurviges Landei (Heather Graham) als weiblicher Star rekrutiert und in bester Kamikaze-Filmemacher-Tradition Kit Ramsey von den Darstellern im Restaurant, auf der Straße oder in der Tiefgarage gestellt und mit den grotesken Dialogen und Figuren aus Bowfingers Drehbuch konfrontiert. Die akribisch geplanten Attacken auf Ramsey, der nie Verdacht schöpft, daß er vor versteckten Kameras als Star eines Trashfilms mißbraucht wird, sondern sich zunehmend verfolgt fühlt und das wahnsinnige Gestammel von Außerirdischen bald ernst zu nehmen beginnt, sind die eindeutigen Highlights des Films, der in der Tiefgaragensequenz mit Suspense, Murphy und einem in Stöckelschuhen tippelnden Hund humoristisch alle Dämme bricht. Komödienspezialist Frank Oz, nach „In and Out“ erneut von einer guten Vorlage verwöhnt, verläßt sich in diesem künftigen Kassenhit ganz auf Martins Drehbuch, das die durchwegs perfekt besetzten Darsteller (glänzend im Wagnerianischen Overacting: Christine Baranski) mit sichtbarem Spaß an der Sache zum Leben erwecken. kob.

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