Blutgletscher

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   2013

Blutgletscher: Horrorfilm von den Produzenten von "In 3 Tagen bist du tot" und dem Regisseur von "Rammbock" um bösartige Tiermutanten am Berg.

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Filmhandlung und Hintergrund

Blutgletscher: Horrorfilm von den Produzenten von "In 3 Tagen bist du tot" und dem Regisseur von "Rammbock" um bösartige Tiermutanten am Berg.

In den Alpen am Fuße eines Gletschers forschen ein paar Biologen und Meteorologen den Folgen des Klimawandels hinterher. Seit neustem ereignen sich dabei seltsame Dinge. So hat der Gletscher an bestimmten Stellen blutrote Farbe angenommen, und die Tiere der Gegend betragen sich ungewöhnlich. Der Techniker und Eigenbrötler Janek bemerkt das Unheil als erster und zieht seine eigenen Schlüsse daraus. Eine Wandergruppe von Politikern und Journalisten, gerade auf dem Weg zum Camp, gerät derweil in höchste Gefahr.

In den österreichischen Alpen kommt es zu Übergriffen der Natur auf den Menschen. Ist das Klima schuld? Atmosphärisch dichter und stilvoller, kurz – ein international konkurrenzfähiger Low-Budget-Horror aus Österreich.

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Kritikerrezensionen

  • Mit "Rammbock" legten Regisseur Marvin Kren und sein steter Drehbuchautor Benjamin Hessler ein kleines, effektvolles Zombiedrama "made in Germany" vor. Auch Produzent Helmut Grasser, der schon Andreas Prochaskas Slasher-Hommagen "In 3 Tagen bist du tot 1 & 2" finanzierte, erkannte die Qualität dieses Apokalypse-Kammerspiels und engagierte das Duo für den österreichischen Tierhorrorschocker "Blutgletscher". Viele Motive aus dem Vorgänger tauchen hier erneut auf, wobei dieser trotz aller Qualitäten weitaus weniger originell ausfiel und stärker in US-Genrespuren wandelt – angefangen vom versoffenen Antihelden über die unterschätzten Tiermutationen bis hin zur Protektion ungeborenen Lebens.

    Wieder steht ein unkonventioneller Protagonist im Mittelpunkt, der sich gegen eine zunehmend erstarkende Übermacht an Angreifern wehren muss. Wo in "Rammbock" ein unscheinbarer Kleinbürger den Kampf gegen heranstürmende Infizierte aufnahm, handelt es sich bei dem Techniker der Forschungsstation um einen zottigen, versoffenen Misanthrop, der seinen Mitmenschen per se ablehnend gegenüber steht und nur seinem Hund zu trauen scheint. Darsteller Gerhard Liebmann als desillusionierter Janek zählt zu Andreas Prochaskas Stammschauspielern ("Das finstere Tal", "Spuren des Bösen – Zauberberg"). Jedoch werden beide Antihelden in der Sorge um ihre Ex-Freundinnen angetrieben, die sie, aus unterschiedlichen Gründen, zuvor vergrault hatten. Ein weiteres Mal erfolgen die Attacken der Kreaturen sowohl in einem hermetisch abgeriegelten Raum – der Forschungsstation – als auch in der Außenwelt, wo man den Angriffen fast schutzlos ausgeliefert ist.

    Selbst der Zusammenhalt innerhalb der zusammengewürfelten und bald stark dezimierten Truppe lässt zu wünschen übrig, wenn sich Eigenschafen wie Egoismus und Feigheit bei einigen Eingeschlossenen breit machen. Hier erweisen sich die Frauen als tatkräftig zupackend und besonnener als die Männer. Besonders seiner Mutter Brigitte dachte Marvin Kren eine ansprechende Rolle als resolute, abgeklärte Politikerin zu, die sich nicht wie viele Machtmenschen des Genrekinos hinter hohlen Phrasen versteckt, sondern aktiv an der Verteidigung des isolierten Unterschlupfs teilnimmt.

    Während die aus dem Eis austretende rote Flüssigkeit, Ursprung allen Übels, natürlich als CGI-Effekt kreiert wurde, setzten die Macher bei den Monstern auf handgemachte Puppen aus der Werkstatt von "Chris Creatures". In den Dialogen fällt nicht umsonst einmal der Verweis auf die "Wolpertinger" - Fantasietiere, die zahlreiche Museen des Weißwurstäquators bevölkern. Viele dieser kreischenden Wesen, die sich im Körper anderer Tiere und Menschen fortpflanzen, erinnern tatsächlich an tollwütige Wolpertinger oder an bösartige Muppets. Als Ursache für die fehlgeleiteten Auswüchse der Natur dürfen Klimawandel und Umweltverschmutzung als kritische Komponente nicht fehlen.

    Im Motiv des anstehenden wichtigen Ereignisses, das nicht durch scheinbar unberechtigte Unkenrufe eines unzurechnungsfähigen Schwarzsehers beeinträchtigt werden darf, offenbaren sich besonders Parallelen zum "Weißen Hai", der "Mutter" aller Tierschocker. Neben Spielbergs Klassiker bedienten sich Kren und Hessler besonders bei John Carpenters "The Thing", dessen Struktur man fast sklavisch folgt, und Ridley Scotts "Alien" mit dem Element des menschlichen Körpers als Brutstätte für zerstörerische Partikel.

    Immerhin gelang mit "Blutgletscher" ein durchaus fesselnd inszeniertes "Creature Feature", das mehr auf sarkastischen Humor und Spannung denn auf eklige "Gore"-Einlagen setzt. Insofern erfüllt das Alpenhorrordrama ganz die Erwartungen – mehr aber dann doch nicht.

    Fazit: "Blutgletscher", der Film zum Wolperinger, liefert solides Spannungskino mit bissigem Humor und handgemachten Effekten, wobei er sich nie von den übermächtigen US-Vorbildern lösen kann.
  • Österreichs Quasiantwort auf „Das Ding aus einer anderen Welt“ überzeugt mit dichter Atmosphäre, wohlplatzierten Schockeffekten und verzichtet zum Glück auf jene hölzern leiernden Schauspielschüler, mit denen deutschsprachige Genreversuche nördlich des Weißwurstäquators gerne ermordet werden. Stattdessen nimmt eine einfache, aber effektive Geschichte ihren vorhersehbaren und trotzdem kurzweiligen Lauf. Genrefreunde kommen auch ohne Effektbombast und Daueraction auf ihre Kosten.

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