Filmhandlung und Hintergrund

Dramatischer Thriller über einen pensionierten und altersschwachen FBI-Agenten, der durch seine Herztransplantation auf die Spur eines Serienkillers stößt.

Lange Jahre wirkte Terry McCaleb (Clint Eastwood) als einer der erfolgreichsten FBI-Profiler der Kriminalgeschichte, bis ihm schließlich im fortgeschrittenen Alter ein Herzinfarkt mit nachfolgender Herztransplantation das Karriereende bescherte. Nun sitzt er in Pension und verspürt nicht die geringste Lust, wieder auf die Jagd zu gehen, als ihn eines Tages eine junge Dame (Wanda De Jesus) bittet, für sie den Mörder ihrer Schwester zu finden. Dass McCaleb sich doch breitschlagen lässt, hat einen besonderen Grund: Das Herz des jungen Opfers schlägt nun in seiner Brust. Schon bald stellt er fest, dass der Killer ein Serientäter ist…

Auch mit 72 verzichtet Hollywood-Urgestein Clint Eastwood nicht auf seine regelmäßige Dosis Action. Kein Wunder, war doch „Space Cowboys“ vor zwei Jahren der kommerziell erfolgreichste Film seiner Karriere!

Nach seiner Herztransplantation wird der pensionierte FBI-Agent McCaleb von der Schwester der Organspenderin gebeten, deren Tod aufzuklären. McCaleb stößt auf die Spur eines schon lange verfolgten Serienkillers. Stellt sich die Frage, ob der altersschwache McCaleb noch genügend Kräfte mobilisieren kann, um den Killer aufzuspüren.

Der pensionierte FBI-Profiler Terry McCaleb erholt sich von einer Herztransplantation, als er Besuch von Graciella Rivers erhält. Diese beauftragt ihn, den Mörder ihrer Schwester Gloria zu finden, deren Herz McCaleb nun am Leben hält. Bei seinen Recherchen entdeckt der Ex-Cop eine Verbindung zu einem weiteren Mord. Beide Opfer wurden scheinbar zufällig bei Überfällen erschossen, beide hatten die selbe seltene Blutgruppe. Den Warnungen seiner Ärztin und junger Kollegen zum Trotz nimmt McCaleb die Fährte des perfiden Killers auf.

Ein pensionierter FBI-Profiler soll nach einer Herztransplantation den Mörder der Frau finden, deren Herz ihn nun am Leben hält. Wendungsreicher Thriller, für den Kinorecke Clint Eastwood Regie, Produktion und Hauptrolle übernahm.

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Kritikerrezensionen

  • Blood Work: Dramatischer Thriller über einen pensionierten und altersschwachen FBI-Agenten, der durch seine Herztransplantation auf die Spur eines Serienkillers stößt.

    Sich den Leitsatz „Wer rastet, der rostet“ zu Herzen nehmend, macht der mittlerweile 72-jährige Clint Eastwood keine Anstalten, sich vom Filmgeschäft zurückzuziehen. Zwei Jahre nach seinem bislang größten kommerziellen Erfolg, dem augenzwinkernden Astronautenactioner „Space Cowboys“, meldet sich die lebende Legende jetzt mit einem von ihm inszenierten und produzierten klassischen Kriminalthriller zurück, der wie schon „Absolute Power“ und „Ein wahres Verbrechen“ auf einem Belletristik-Bestseller basiert, dieses Mal von Michael Conelly. Er spielt einen FBI-Agenten im Ruhestand, dessen Herztransplantat von einem der Opfer des von ihm gesuchten Serienkillers stammt.

    Spätestens seit „In The Line Of Fire“ nutzt Eastwood seinen Alterungsprozess für selbstironische Seitenhiebe und zieht sich elegant aus der Affäre, allzu anstrengende Actionsequenzen absolvieren zu müssen. Das von Brian Helgeland („L.A. Confidental“) adaptierte Drehbuch gibt ihm denn auch reichlich Gelegenheit zum Dialogaustausch mit seinen Kostars. Dies heißt jedoch nicht, dass auf solide Actioneinlagen gänzlich verzichtet wurde. So gibt Eastwood gleich beim Prolog mit der Verfolgungsjagd eines Killers eine Kostprobe seiner körperlichen Fitness. Sie endet allerdings mit dem Herzinfarkt seiner Figur Terry McCaleb, einem medienumschwirrten FBI-Profiler. Jahre danach erhält McCaleb, mittlerweile Rentner, unerwarteten Besuch von der jungen Latina Graciella Rivers (Wanda De Jesus), die ihn bittet, den Mörder ihrer Schwester Gloria zu finden. Nach anfänglicher Ablehnung geht im der Fall ziemlich an die Nieren, denn es ist Glorias Herz, das ihm vor wenigen Wochen eingepflanzt wurde. Mit Hilfe alter Kontakte im LAPD nimmt er Einblick in die Mordakten und findet eine Verbindung zu einem weiteren Mord. Beide Opfer hatten die selbe seltene Blutgruppe und wurden scheinbar wahllos bei Raubüberfallen erschossen. Trotz des Verbots seiner Kardiologin (Anjelica Huston mit charismatischer Stimme) und rüden Reibereien mit einem eifersüchtigen Cop (Paul Rodriguez) nimmt McCaleb die Fährte auf. Es entfaltet sich ein solide-suspensereiches Whodunnit mit einem dramatischen Showdown auf einem Bootswrack.

    Eastwood bleibt seinem patentierten geradlinigen Inszenierungsstil treu und stellt sich selbst stets in den Mittelpunkt des Geschehens. Sein McCaleb lässt keinen kalt: Männer sehen ihn entweder als gefährlichen Konkurrenten oder himmeln ihn an (Jeff Daniels als sein Bootsnachbar Buddy übernimmt die obligatorische ‚Comic Relief‘- Sidekick-Schicht), während sämtliche Frauen mit ihm flirten. Dies gipfelt in der Mai-Dezember-Romanze mit der Mitdreißigerin Graciella, die deutlich einer der schwächeren Punkte des Films ist. Darin lässt sich ein weiterer Fingerzeig erkennen, dass Eastwoods Stil vergangenen Dekaden verbunden ist und er einen Thriller der alten Schule realisieren wollte. Entsprechend der meisten Malpaso-Produktionen dominieren beim stilvollen Score von Lennie Niehaus jazzige Töne. Mit der üblichen Tradition wurde jedoch bei der Kameraarbeit gebrochen, da statt Eastwoods langjährigem Mitarbeiter Jack N. Green der Novize Tom Stern für die Aufnahmen verantwortlich war. So ist die Bildqualität zwar kompetent und funktional, aber in ästhetischer Hinsicht wenig bemerkenswert. Fans erwartet ein handwerklich solider Thriller, dessen Herz in erster Linie das Charisma seines ikonenhaften Hauptdarsteller bildet. ara.

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