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Eva und Kollege Alyans müssen den Mord an einem Schundfilmproduzenten aufklären. Verdächtige? Das gesamte Filmteam...

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Kritikerrezensionen

  • Blond: Eva Blond!: Epsteins Erbe: Eva und Kollege Alyans müssen den Mord an einem Schundfilmproduzenten aufklären. Verdächtige? Das gesamte Filmteam...

    „Blond: Eva Blond!“ bleibt die reizvollste Krimireihe im deutschen Fernsehen. Mit Achim von Borries als Regisseur beweisen Sender und Produktionsfirma, dass sie dem schrägen Stil der Filme treu bleiben wollen.

    Allerdings hat der Mut offenbar auch seine Grenzen: Der späte Sendetermin deutet an, dass die unkonventionellen Ermittlungsmethoden der Berliner Kommissarin in der Vergangenheit offenbar nur bedingt mehrheitsfähig waren. Auch „Epsteins Erbe“, von Barbara Thielen mit zu teamWorx gebracht und dort nun in Koproduktion mit Ophir entstanden, ist erneut mehr Parodie als Krimi. Das eigentliche Augenzwinkern aber gilt den klassischen Schwarzweiß-Serials: Autor Sascha Arango und Regisseur von Borries („England“, „Was nützt die Liebe in Gedanken“) beginnen den Film als liebevolle Persiflage auf die billig produzierten Abenteuergeschichten des klassischen Hollywood, aber auch als Verbeugung vor der großen Zeit der „Schwarzen Serie“. Esther Schweins spielt einen Vamp wie aus dem „film noir“. Deshalb ist Nora Miller auch eine ausgezeichnete Mordverdächtige: Schon lange liegt sie dem allmächtigen Produzenten J.J. Epstein (Lambert Hamel) in den Ohren, damit der endlich Ko-Star Ken (Götz Otto), das angebliche „Kassengift“, aus der Serie schreiben lässt. Jetzt scheint sie ihr Ziel erreicht zu haben: Die aktuell produzierte Folge soll mit Kens Sturz in eine Falle enden. Doch auf dem Boden der Grube befinden sich keine Matratzen, sondern angespitzte Bambuspfähle; und hinein stürzt im schummrigen Licht der Probe nicht etwa Ken, sondern der Produzent. Doch die Trauer hält sich in Grenzen: Der Mogul hatte lauter Feinde. Die komplette Produktion entpuppt sich als Natternnest; alle bezichtigen sich gegenseitig des Mordes.

    Eva Blond (Corinna Harfouch), gerade erst zur stellvertretenden Leiterin der Mordkommission befördert, hätte also ohnehin alle Hände voll zu tun. Zu allem Überfluss muss ihr Chef wegen einer Herzattacke ins Krankenhaus; nun ist sie Chef. Dann verschwindet auch noch Epsteins Leichnam. Und den vergötterten Gatten (Herbert Knaup) kann sie auch nicht erreichen: Der Professor ist nach dem abendlichen Einkauf im Supermarkt in eine Baugrube gefallen, und weil tagsdrauf Feiertag ist, hört keiner sein Rufen. Immerhin macht er eine sensationelle archäologische Entdeckung.

    Wie üblich steckt Arangos Drehbuch voller fröhlicher Details. Sogar die Musik trägt ironische Züge. Spätestens von Borries‘ Anleihen bei den Edgar-Wallace-Krimis machen auch „Epsteins Erben“ zu einem filmischen Vergnügen. tpg.

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