Filmhandlung und Hintergrund

Letzter "Bloch" des im März 2013 verstorbenen Dieter Pfaff.

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    Kritikerrezensionen

    • Bloch: Die Lavendelkönigin: Letzter "Bloch" des im März 2013 verstorbenen Dieter Pfaff.

      Mit diesem Film nehmen WDR und SWR Abschied von Dieter Pfaff. In seinem Fall muss Bloch ins Gefängnis.

      Die in wechselnder Verantwortung von WDR und SWR produzierte Reihe „Bloch“ ist nie mit einem der wichtigen Fernsehpreise ausgezeichnet worden, obwohl einige der Episoden herausragend waren. Trotzdem hat sie ihren Platz in der Fernsehgeschichte. Dieter Pfaff hat die Figur des Psychotherapeuten Maximilian Bloch vor gut zehn Jahren gemeinsam mit Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich entwickelt. Die Reihe hat den Tod von Märthesheimer 2004 verkraftet; auch dank Pfaff, der mit Bloch eine der gleichermaßen wuchtigsten und sensibelsten Figuren der jüngeren deutschen Fernsehgeschichte geschaffen hat. Der letzte Film, „Die Lavendelkönigin“, mag nicht zu den stärksten der insgesamt 24 Episoden zählen, doch er lebt naturgemäß auch von der Wehmut, mit der man der Handlung folgt. Außerdem konfrontieren Ingo Haeb und Martin Rosefeldt die Titelfigur in ihrem ersten „Bloch“-Drehbuch mit einer völlig neuen Situation: Nach der Anzeige einer Patientin (Anna Maria Mühe), die ihn bezichtigt, sie sexuell belästigt zu haben, landet der Psychologe im Gefängnis.

      Trotzdem hat die immerhin von Michael Verhoeven inszenierte Folge nicht ganz die Kraft des vor wenigen Wochen ausgestrahlten Films „Das Labyrinth“. Andererseits verleihen die besonderen Umstände dem Film natürlich einen gewissen Reiz, auch wenn sich Haeb und Rosefeldt einiger Klischees bedienen. Vermutlich wird man als angesehener Therapeut ohnehin nicht umgehend eingesperrt, wenn Aussage gegen Aussage steht. Und schließlich weiß auch der Therapeutenverband, dass Patientinnen einen Analytiker gern als Projektionsfläche für erlittenes Unheil benutzen: Studentin Stefanie (Mühe) hat während einer Hypnosesitzung die Reaktivierung eines in der Kindheit erlittenen Traumas erlebt. Als Bloch sie berührt, um ihr beizustehen, projiziert sie das Erlebnis auf ihn.

      Während Anna Maria Mühe die Patientin facettenreich verkörpert und dank ihrer sparsamen, aber ausdrucksstarken Mimik Stefanies Angst vor dem schwarzen Loch in ihrer Biografie sehr glaubwürdig spielt, stuft man den Vater (Michael Greiling) und den mit der Familie befreundeten Anwalt (Michael Wittenborn) automatisch als Gegenspieler ein; und das nicht nur, weil sie Bloch ins Gefängnis gebracht haben. Unterm Strich aber fallen alle Einwände kaum ins Gewicht, zumal man den von Verhoeven sehr behutsam und zurückhaltend inszenierten Film ohnehin mit einer gewissen Trauer verfolgt. Außerdem ist selbst ein durchschnittlich guter „Bloch“ immer noch ein überdurchschnittlich guter Fernsehfilm. tpg.

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