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Blind ermittelt: Die toten Mädchen von Wien

Filmhandlung und Hintergrund

Der Auftakt zu einer möglichen neuen deutsch-österreichischen Krimireihe mit Philipp Hochmair und Andreas Guenther macht Lust auf mehr. Spätestens seit Sherlock Holmes und Dr. Watson wissen Krimifreunde den Kontrast zu schätzen: hier der brillante Detektiv, dort sein Freund und Partner, der zwar kein Genie ist, aber dafür mit beiden Beinen im Leben steht. In „Die toten Mädchen von Wien“, dem möglichen Auftakt...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Auftakt zu einer möglichen neuen deutsch-österreichischen Krimireihe mit Philipp Hochmair und Andreas Guenther macht Lust auf mehr.

    Spätestens seit Sherlock Holmes und Dr. Watson wissen Krimifreunde den Kontrast zu schätzen: hier der brillante Detektiv, dort sein Freund und Partner, der zwar kein Genie ist, aber dafür mit beiden Beinen im Leben steht. In „Die toten Mädchen von Wien“, dem möglichen Auftakt zu einer neuen deutsch-österreichischen Krimireihe mit dem Titel „Blind ermittelt“, sind es jedoch nicht die Beine, sondern die Augen, die den Unterschied machen: Seit vor zwei Jahren eine Bombe sein Auto zerfetzt hat, ist der frühere Wiener Chefinspektor Alexander Haller (Philipp Hochmair) blind; damals ist zudem seine Freundin Kara ums Leben gekommen. Als er sich erschießen will, rettet ihm Taxifahrer Nikolas Falk (Andreas Guenther) das Leben. Haller engagiert den Berliner als Fahrer und Augenersatz. Ihre ersten Ermittlungen gelten dem Attentat: Der Anschlag galt nicht Haller, sondern Kara, die als Staatsanwältin die einer brisanten Sache auf der Spur war.

    Die Auflösung konfrontiert die beiden Partner mit den finstersten Abgründen menschlicher Grausamkeit, aber das ist nicht der Grund, warum „Blind ermittelt“ unbedingt fortgesetzt werden sollte. Schon allein das detektivische Duo ist sehenswert, und das nicht nur wegen der originellen Paarung. Auch die Wahl der Darsteller war klug: hier Hochmair als cooler Ex-Polizist, der gemeinsam mit seiner Schwester (Patricia Aulitzky) ein nobles Hotel besitzt, in dem er auch lebt; dort Guenther als leutseliger Berliner mit kleinkrimineller Vergangenheit, der schließlich ungeahnten Mut offenbart. Falk sorgt zudem mit seinen Sprüchen für eine gewisse Lockerheit, die einen angenehmen Gegensatz Kontrast zum düsteren Fall bildet. Auch Haller krönt seine coolen Auftritte gern mit Humor in eigener Sache, der aber nie zynisch wirkt. Die Geschichte ist zwar dennoch weit davon entfernt, komisch zu sein, aber immer wieder für Überraschungen gut. Haller hat zwar das Augenlicht verloren, weshalb ihn seine Gegenspieler stets unterschätzen, doch zum Ausgleich sind seine anderen Sinne umso schärfer; auch das trägt dazu bei, dass die Geschichte regelmäßig unerwartete Wendungen nimmt. Die Bildgestaltung verdeutlicht ebenfalls, dass Jano Ben Chaabane ein ganz besonderer Krimi vorschwebte. Dank kunstvoll arrangierter Einstellungen und eines speziellen Umgangs mit dem Licht ist der Krimi auch in ästhetischer Hinsicht ein ungewöhnlicher Film. Die Thriller-Musik ist ebenfalls vorzüglich. Der Regisseur hat früher für Comedy-Formate wie „Circus HalliGalli“ gearbeitet und im letzten Jahr mit der Priesterkrimiserie „Culpa - Niemand ist ohne Schuld“ (13th Street) ein beachtliches Fiction-Debüt hingelegt; auch dort waren Kameramann Tobias Koppe und Komponist Tim Schwerdter bereits beteiligt. Wenn der Auftakt beim Publikum gut ankommt, dürfen Haller und Falk hoffentlich weiter ermitteln. tpg.

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