Filmhandlung und Hintergrund

Romantik-Komödien-Thriller um eine russische Katalogbraut, die ihrem potenziellen Ehemann nichts als Ärger bringt.

Der schüchterne Bankangestellte John (Ben Chaplin) wird von allen verspottet und hat nur Pech beim anderen Geschlecht. Als er via Internet-Partneragentur eine Ehefrau bestellt, scheint sich sein Schicksal zu wenden: Nadia (Nicole Kidman) spricht zwar nicht besonders gut Englisch, ist ansonsten aber genau das, was sich ein einsamer Mann in noch einsameren Nächten erträumen kann. Weniger erträumt hat sich John allerdings Nadias ruppige Gangsterbrüder, die sich auffallend für seinen Arbeitsplatz interessieren.

Jez Butterworths

Der schüchterne Bankangestellter John bestellt sich via Internet-Partneragentur eine Ehefrau. Doch seine Nadja kommt aus Russland und spricht kein Wort englisch. Als diese Hürde glücklich überwunden ist, tauchen jedoch ihre russischen „Cousins“ auf und unversehens ist er gezwungen, seine eigene Bank zu überfallen.

Der biedere Bankangestellte John fristet ein trostloses Dasein. Das ändert sich, als er mittels einer Internet-Partneragentur eine Ehefrau „bestellt“. Der Haken bei der Sache: Seine Nadja kommt aus Russland und spricht kein Wort englisch. Zunächst will der erboste John die Dame postwendend zurückgeben, doch dann bemerkt er, dass man auch ohne viele Worte jede Menge Spaß haben kann. Dummerweise tauchen zu Nadjas vermeintlicher Geburtstagsfeier deren russische „Cousins“ Yuri und Alexej auf und trüben die traute Zweisamkeit…

Der biedere Bankangestellte John bestellt im Internet eine Ehefrau und erhält die Russin Nadja, die kein Wort Englisch spricht. Kurz darauf erscheinen ihre russischen „Cousins“ Yuri und Alexej, die mit dem neuen Familienmitglied so einiges geplant haben. Mischung aus origineller Love Story und hartem Action-Krimi mit Nicole Kidman als russische Nachnahme-Braut.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Birthday Girl: Romantik-Komödien-Thriller um eine russische Katalogbraut, die ihrem potenziellen Ehemann nichts als Ärger bringt.

    Auf der letztjährigen Biennale konnte Nicole Kidman gleich zwei Mal punkten. Zum einen in Alejandro Amenábars Wettbewerbsbeitrag „The Others“ (Bundesstart: 10. Januar 2002), zum anderen in Jez Butterworths kleiner, aber feiner Independent-Produktion „Birthday Girl“. In dem Romantik-Komödien-Thriller spielt die Kidman eine zwielichtige Russin, die das Leben eines biederen britischen Bankangestellten gehörig durcheinanderwirbelt. Die Popularität des Hollywood-Stars, ausgezeichnete darstellerische Leistungen sowie der besondere lakonisch-makabre Humor könnten dem zweiten Werk (nach „Mojo“, 1998) des erst 32-jährigen Engländers zu einem achtbaren Resultat an den Kinokassen verhelfen.

    „Birthday Girl“ erzählt von der Tragödie eines lächerlichen Mannes in Gestalt des Bankangestellten John (herrlich naiv: Ben Chaplin). Dieser führt – von allen gehänselt und verspottet – das Dasein eines klassischen Losers. Das ändert sich eines Tages, als er via Internet-Partneragentur eine Ehefrau „bestellt“. Der Haken an der Sache: Seine Nadja (Nicole Kidman) kommt aus Russland und spricht kein Wort englisch. Zunächst will der erboste John die Dame postwendend wieder zurückgeben, doch dann bemerkt der schusselig-scheue Banker allmählich, dass man auch ohne viele Worte jede Menge Spaß und hervorragenden Sex haben kann. Dummerweise tauchen zu Nadjas vermeintlicher Geburtstagsfeier deren russische „Cousins“ Yuri (Mathieu Kassovitz) und Alexej (Vincent Cassel) auf und trüben die traute Zweisamkeit. Und nicht nur das, das Duo führt Böses im Schilde. Viel zu spät begreift John, dass er der Russen-Mafia auf den Leim gegangen ist. Diese zwingt ihn schließlich dazu, die eigene Bank auszurauben, was er Nadja zuliebe auch tut. Als der bedauernswerte Brite dann aber erkennen muss, dass seine Katalog-Braut mit den Ganoven gemeinsame Sache macht, bricht seine einst so heile Welt endgültig zusammen.

    Die technisch solide umgesetzte Low-Budget-Produktion hat ihre Stärken eindeutig im ersten Drittel der Geschichte, in der Chaplin und Kidman versuchen, miteinander Kontakt aufzunehmen. Diese Art nonverbaler Kommunikation, die über Blicke, Gesten und Handlungen bestritten wird, macht einen Großteil des Humors von „Birthday Girl“ aus. Wenn dann allerdings Kassovitz und Cassel das Ruder übernehmen, mutiert die originelle Love Story in einen wild-brutalen Action-Krimi. Dies sorgt zwar für Tempo und Spannung, verhindert aber gleichzeitig, dass das feinnuancierte Spiel zwischen der souverän agierenden Nicole Kidman und dem unschlagbar sympathisch-trotteligen und gleichzeitig gewitzten Ben Chaplin weiter zur Geltung kommt. Dass sich Jez Butterworth, dessen einer Bruder Stephen koproduzierte und dessen anderer Bruder Tom als Koautor fungierte, nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen konnte, mag man noch seiner (relativen) Unerfahrenheit zuschreiben. Ansonsten erweist sich der junge Regisseur, der an der renommierten Universität von Cambridge studierte, vor allem in der Schauspielführung und im Kreieren von Situationskomik als Meister seines Fachs. Mit einer geschickten Platzierung in ausgewählten Großstadtkinos sollte davon nun auch Concorde profitieren. lasso.

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