Filmhandlung und Hintergrund

Mysteriöses Drama um eine Witwe, der sich ein Zehnjähriger als Reinkarnation ihres verstorbenen Mannes präsentiert.

Die Witwe Anna (Nicole Kidman) steht kurz vor ihrer Hochzeit mit dem charmanten Joseph (Danny Huston). Da staunt sie nicht schlecht, als zehn Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes Sean aus heiterem Himmel ein ihr völlig unbekannter, zehnjähriger Dreikäsehoch (Cameron Bright aus „Godsend„) auf der Fußmatte steht. Mit fester Stimme behauptet der Knirps, ihr wiedergeborener Gatte zu sein und bittet sie des weiteren, bloß nicht diesen neuen Kerl zu heiraten.

Mal etwas anderes als das übliche Blutgespritze zeigt „Sexy Beast„-Regisseur Jonathan Glazer in seinem langerwarteten Zweitling, einem stargespickten Horrorfilm.

Die junge Witwe Anna ist gerade über den Tod ihres Mannes hinweggekommen und steht kurz davor ihren Verlobten zu heiraten, als sie einen zehnjährigen Jungen trifft, der behauptet die Reinkarnation ihres verstorbenen Mannes zu sein. Sie ist verstört und verbringt mehr und mehr Zeit mit dem Kind, das mehr über sie weiß als er wissen dürfte.

Nach zehn Jahren Trauerarbeit hat die schöne New Yorkerin Anna den Tod ihres Ehemannes Sean endlich verwunden und gedenkt, den steifen, gebildeten Joseph zu ehelichen. Da taucht auf der Geburtstagsfeier ihrer Mutter ein zehnjähriger Junge auf, der mit Anna sprechen will. Unter vier Augen vertraut er ihr an, dass er ihr verstorbener Ehemann sei. Als der Bub nach und nach intime Details preisgibt, die nur Sean wissen kann, wächst in Anna der Verdacht und zugleich die Hoffnung, der Dreikäsehoch könnte tatsächlich ihr geliebter Gatte sein.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Birth: Mysteriöses Drama um eine Witwe, der sich ein Zehnjähriger als Reinkarnation ihres verstorbenen Mannes präsentiert.

    Auch nach seinem bemerkenswerten Regiedebüt „Sexy Beast“ hat Ex-Werbefilmer Jonathan Glazer wieder Originelles und Verstörendes, diesmal sogar Übersinnliches zu bieten. Sein im Wettbewerbsprogramm der Biennale 2004 uraufgeführtes Reinkarnationsdrama um einen Jungen, der behauptet, der verstorbene Ehemann einer attraktiven Witwe zu sein, ist stimmig ausgestattet, adäquat bebildert und mit Traumfabrik-Schönheit Nicole Kidman publikumswirksam besetzt. Wegen seiner verqueren Thematik und des anspruchsvollen Plots dürfte sich die Breitenwirkung im Kino jedoch eher in Grenzen halten.

    Ms Kidman, erst 2003 mit Oscar sowie Golden Globe für „The Hours“ ausgezeichnet, bleibt ihrem Faible für abseitige, metaphysisch angehauchte Leinwand-Stoffe treu. Mit wenigen Ausnahmen eher der Filmkunst verfallen, variiert sie hier höchst geschickt ihre Rolle aus „The Others“, dessen unheimliche Atmosphäre sich auch hier zweifelsohne widerspiegelt. Glazers zweite Spielfilmarbeit nach der innovativen Thriller-Komödie „Sexy Beast“ (2000) führt uns schon in der Eröffnungssequenz vor Augen, wie nah Leben und Tod zusammenliegen bzw. wie unvermittelt das Dasein zu Ende gehen kann: Ein einsamer Jogger bricht an einem kalten Wintertag in einem New Yorker Park zusammen und stirbt, just als im gleichen Moment ein Kind zur Welt kommt.

    Zehn Jahre später erfahren wir, in welchem Zusammenhang die beiden Individuen stehen: Die schöne Anna (Kidman) aus New Yorks Upper Class hat den Tod ihres Ehemannes Sean, besagten Joggers, endlich verwunden und gedenkt, zur Freude ihrer dominanten Mutter Eleanor - Lauren Bacall, sensationell gut und immer noch höchst attraktiv - den steifen, gebildeten Joseph (Danny Huston) zu ehelichen. Da taucht auf Eleanors in engem Familienkreis abgehaltener Geburtstagsfeier wie aus dem Nichts ein zehnjähriger (!) Junge - Cameron Bright wandelt auf den Spuren von Kollege Haley Joel Osment - auf, der mit Anna sprechen will. Unter vier Augen vertraut er ihr an, dass er ihr verstorbener Ehemann ist und verbietet ihr, Joseph zu heiraten. Anna ist wütend und zugleich verstört. Doch im Laufe der nächsten Tage, in denen der Kleine trotz Verbotes immer wieder Kontakt mit ihr aufnimmt und dabei intime Details, die einzig und allein Sean wissen kann, preisgibt, wächst in Anna der Verdacht und die Hoffnung, dass dieser blasse, stoische Dreikäsehoch tatsächlich ihr geliebter Gatte sein könnte.

    Auf den ersten Blick scheint es sich hier um eine komplizierte Abhandlung zum Thema Seelenwanderung und die absonderlichen Möglichkeiten der Wiedergeburt zu handeln, doch trotz aller Metaphysik ist Regisseur Glazer geschickt genug, dem breiten Publikum eine, wenn auch unkonventionelle, für amerikanische Verhältnisse gar skandalöse Love Story zu präsentieren. Vor allem eine Szene, in der Jungmime Bright zur nackten Kidman in die Badewanne steigt, erhitzte in den USA die Gemüter der ewig Gestrigen. Doch bei Jonathan Glazer sind derlei Sequenzen nie vordergründige Effekthascherei, sondern stets Mittel zum Zweck, die Handlung voranzutreiben. Dass sein Werk Diskussionen provoziert und zum Nachdenken angeregt, ist eine Sache. Die andere, die handwerkliche, hat er perfekt gelöst. Die düsteren, farblosen Bilder von Kameramann Harris Savides („The Game“; „Elephant“) unterstreichen das Übersinnliche des Plots ebenso wie das kantige, etwas altmodische, in herbstlichen Brauntönen gehaltene Produktionsdesign von Kevin Thompson sowie die sphärische Musik von Alexandre Desplat. Die exzellenten Darsteller um Kidman und Bright, allen voran Huston als eifersüchtiger Verlobter und Arliss Howard als melancholischer Schwager Bob tun ein Übriges um „Birth“ im Vergleich zu verwandten Genre-Highlights genügend Eigenständigkeit zu verleihen. lasso.

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