Filmhandlung und Hintergrund

Fortsetzung der Erfolgskomödie von 2000, in der Martin Lawrence wieder ins Oma-Kostüm schlüpft, um als Super-Nanny ein nationales Desaster abzuwenden.

Eigentlich wollte FBI-Agent Malcolm Turner (Martin Lawrence) anlässlich der Schwangerschaft von Gattin Sherri (Nia Long) ja etwas kürzer treten, was haarsträubende Undercover-Einsätze an der vordersten Verbrechensfront betrifft. Nun aber erfordern nationale Sicherheit bzw. persönliche Rachegelüste einen weiteren Einsatz als wuchtige Hattie Max Pierce, die Supernanny, im schneeweißen WASP-Haushalt eines dringend verdächtigen Geschäftsmannes mit netter Frau und drei schon weit weniger netten Kindern.

„Bad Boy“ Martin Lawrence ist zurück im Babysitter-Business in einem Hollywood-Comedy-Krawall für Freunde greller Persiflagen und Zoten jenseits jeder Schmerzgrenze.

FBI-Agent Malcolm Turner kann seine Verkleidung als Big Mama noch nicht einmotten. Denn die Tarnung als resolute Siebzigjährige ist wieder gefragt, als eine Frau beschattet werden soll, die unter Mordverdacht steht. Als Super-Nanny schleicht sich Turner in den Familienverband ein, wo ihm vor allem die drei Kinder des Haushalts das Leben schwer machen. Schnell stellt der Agent allerdings fest, dass ihm die Kids zunehmend ans Herz wachsen.

Und wieder verlässt FBI-Agent Malcolm Turner seinen Schreibtisch, um sich in die 70-jährige und verdammt schwere Big Mama zu verwandeln. Diesmal schleust er sich als Kindermädchen in die Familie des Software-Spezialisten Tom Fuller ein, der im Verdacht steht, ein Computervirus an Terroristen verhökern zu wollen. Ziemlich bald machen Fullers abgedrehte Kids samt Mutter ihrer Nanny das Leben genauso schwer wie der Fall - aber dann ertappt sich der Agent dabei, so etwas wie Sympathie für die drei Racker zu empfinden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Big Mama's Haus 2: Fortsetzung der Erfolgskomödie von 2000, in der Martin Lawrence wieder ins Oma-Kostüm schlüpft, um als Super-Nanny ein nationales Desaster abzuwenden.

    Stark ans Original angelehntes Sequel der Familienkomödie mit Komiker Martin Lawrence, der damit an seinen Karrierehöhepunkt anknüpft.

    FBI-Agent Malcolm Turner ist nun verheiratet (mit Nia Long, die als einziger namhafter Star wieder in einer Nebenrolle mit dabei ist - Paul Giamatti und Terrence Howard backen mittlerweile größere Brötchen) und wird demnächst Vater. Deshalb hat er beim FBI einen Schreibtischjob angenommen. Als sein ehemaliger Partner ermordet wird, schlüpft er flugs wieder in die Identität der bärbeißigen Big Mama. Dafür werden Fettprothesen-Kostüm, Perücke, zeltgroße Blümchenkleider und Unterwäsche entstaubt - alles mit größter Heimlichkeit, da weder seine Frau noch sein Arbeitgeber wissen sollen, dass er auf eigene Faust ermittelt. Es gilt den Verkauf eines katastrophalen Computervirus zu verhindern. Hauptverdächtiger ist der Software-Spezialist Tom Fuller (Mark Moses). Als dessen Frau ein neues Kindermädchen sucht, ist natürlich Big Mama zur Stelle und sofort eingestellt. Drei Schützlinge gilt es zu betreuen: ein rebellisches Teeniemädchen, eine niedliche Neunjährige mit Cheerleader-Ambitionen und ein kleiner Bengel, der sich unaufhörlich von Schränken zu Boden wirft. Für alle steht Big Mama energisch mit gutem Rat und guter Tat hilfreich zur Seite. Schließlich löst sie nicht nur den Fall, womit ein paar sporadischen Actioneinlagen Vorschub geleistet wird, sondern kann auch noch die angeknackste Familienharmonie der Fullers kitten.

    Regie bei dem etwa episodenhaft anmutenden Familienspaßes führte John Whitesell („Malibu’s Most Wanted“), der mit einem diesmal ohne Badezimmerhumor auskommenden Drehbuch von Don Rhymer, der bereits am Original mitschrieb, arbeitete und sich dezent im Hintergrund hält. War besagte Original seinerzeit eindeutig von „Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen“ und „Kindergarten Cop“ inspiriert, fühlt man sich nun zudem an den seinerseits in den Gefilden des letzteren wildernden „Der Babynator“ erinnert. Die lautesten Lacher werden wieder mit den schwergewichtigen visuellen Gags erzielt: Vor allem Big Mamas Strandlauf als Bo-Derek-Verschnitt kommt an oder auch der hüftkreisende Tanzunterricht, den sie einer Gruppe von steifen weißen Kids verpasst. Musikalisch wird erwartungsgemäß dröhnender Hip-Hop und Pop aufgefahren, was nochmals besonders beim „Girls United“ nachempfundenen Cheerleader-Wettbewerb auf die Ohren geht. Wenn auch in punkto Originalität sicherlich keine Saltos geschlagen werden, so verfügt die relativ kurzweilig-harmlose Komödie doch über die nötige sympathische Warmherzigkeit, mit der sich an der Kasse punkten lässt. ara.

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