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Bezaubernde Lügen

Kinostart: 19.01.2012
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Filmhandlung und Hintergrund

Romantische Komödie um eine von Audrey Tautou gespielte Frau, die einen an sie adressierten Liebesbrief an ihre Mutter weiterschickt, um sie aufzuheitern - mit verwirrenden Resultaten.

Eine junge Friseuse in der französischen Provinz erhält von ihrem schüchternen Angestellten einen anonymen Liebesbrief und schickt die poetischen Worte an ihre Mutter, die kaum noch aus dem Haus geht, seitdem ihr Gatte sie verlassen hat. Die blüht auf und möchte den Unbekannten unbedingt kennenlernen. Ausgerechnet der Verfasser des lettre d’amour soll bei der Maman den romantischen Verehrer spielen. Dabei hat sich die Chefin selbst in den Mann verliebt, nur will sie es nicht wahr haben. Die Manipulatorin lügt sich um Kopf und Kragen und verliert die Kontrolle über das Spiel.

Eine junge Friseuse leitet einen an sie adressierten Liebesbrief an ihre Mutter weiter und entfesselt damit eine Orgie der Verwechslungen. Romantische Komödie um der Widerspenstigen Zähmung mit „Amelie“-Star Audrey Tautou, die mit Charme tonale Unstimmigkeiten ausgleicht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Bevorzugt sorgen in Lustspielen Liebesbriefe mit unbekannten oder verwechselten Absendern für amüsante Verwicklungen. Ein weiteres Mal borgt sich nun Komödienspezialist Pierre Salvadori die Ausgangssituation des Klassikers „Cyrano de Bergerac“ über unerfülltes Verlangen und einen heimlichen Liebesflüsterer aus. Erneut entpuppt sich der Ghostwriter gleichzeitig als erzwungener Souffleur, dessen poetische Schwüre an den falschen Adressaten gelangen. Dass Handwerker Jean mehr oder weniger mit Nachdruck in die Liebhaberrolle der Mutter seiner Angebeteten Émilie gedrängt wird, ist einer Verkettung kaum glaubwürdiger Umstände geschuldet. Nach charmantem Einstieg verheddert sich die zunehmend konstruierte Story in immer neuen amourösen Voten. Hierbei muss der Zufall mehrfach nachhelfen, worunter deutlich die Plausibilität leidet.

      Nach „Liebe um jeden Preis“ um die Käuflichkeit von Liebe vor einer Luxuskulisse handelt es sich bei „Bezaubernde Lügen“ um die zweite Zusammenarbeit von Pierre Salvadori und Hauptdarstellerin Audrey Tautou. Leider gelingt es nicht, an die dichte Qualität des streckenweise ebenso konstruierten Vorgängers anzuknüpfen, da der romantischen Komödie dieses Mal immer stärker ihr Witz abhanden kommt. Zudem verkörpert Tautou, weiterhin auf den gleichen Rollentyp der reizenden, in Liebesdingen überforderten Protagonistin festgelegt, eine ähnlich wenig sympathische Figur wie im Vorläuferwerk. Aufgrund ihres Helferkomplexes vergisst Émilie ihren eigenen Gefühlshaushalt, agiert aber im Umgang mit ihrem Mitarbeiter Jean reichlich unsensibel.

      In beiden Filmen überzeugen ihre arabischstämmigen Partner weitaus stärker. Zumindest im französischen Komödiensektor scheinen Rassenunterschiede keine wesentliche Rolle mehr zu spielen, wohl aber Klassenunterschiede, die weiterhin Konfliktpotential und Stoff für Missverständnisse bieten. Dazu lässt Nathalie Baye an den Rändern mit einer sensiblen Leistung das Drama einer einsamen älteren Frau aufscheinen, die sich nach Zuneigung und Partnerschaft sehnt. Doch solche Zwischentöne reichen nicht aus, um „Bezaubernde Lügen“ über den Durchschnitt zu heben, da Logiklöcher und unstimmiges Timing wenig Grund für Begeisterung liefern.

      Fazit: Nur anfangs witzige Verwechselungskomödie mit stark konstruiertem Plot und abnehmender Pointendichte.
    2. Bezaubernde Lügen: Romantische Komödie um eine von Audrey Tautou gespielte Frau, die einen an sie adressierten Liebesbrief an ihre Mutter weiterschickt, um sie aufzuheitern - mit verwirrenden Resultaten.

      Romantische Komödie mit Audrey Tautou, die durch einen falschen Liebesbrief für Gefühlsverwirrungen sorgt. Seit „Amelie“ ist Audrey Tautous Lächeln ihr Markenzeichen. Genau das verbirgt sie meistens in Pierre Salvadoris Gratwanderung zwischen Komödie und Tragödie, Romantik und Realismus. Ausgangpunkt für amouröse Irrungen und Verwirrung ist ein poetischer Liebesbrief. Ab in den Papierkorb damit sagt sich die ehrgeizige Friseuse Emilie, die mit ihrer Kollegin den schicken Salon in Sète nach vorne bringen will. Da ihre Mutter Trübsal bläst und der Ehemann mit einer Jüngeren eine neue Zukunft aufbaut, schießt ihr eine im Nachhinein nicht ganz glückliche Idee durch den hübschen Kopf: der anonyme Liebesbrief könnte der Frustrierten neue Lebenslust geben. Gesagt getan, die Maman ist über den unbekannten Verehrer entzückt, die Tochter über ihre Wandlung erleichtert. Nur möchte die nicht mehr ganz taufrische Lady zusätzliche romantische Zeilen und den Fremden auch noch kennenlernen. Die Sache spitzt sich zu, die Manipulatorin verliert die Kontrolle über das Spiel, lügt sich um Kopf und Kragen und sucht ausgerechnet Hilfe bei ihrem schüchternen Angestellten, Verfasser des ersten lettre d’amour und heillos in sie verliebt. Dass er nun bei Muttern den Verehrer mimen soll, macht die verfahrene Angelegenheit noch komplizierter. Überraschungen fehlen, vom ersten Augenblick ist klar, dass sich strenge Chefin und scheuer Bediensteter trotz steinigem Weg finden. Sami Bouajila beweist urkomisches Talent, Tautou zeigt sich als perfekte Zicke, Nathalie Baye mäandert souverän zwischen Heulsuse und naive Verführerin mit Herz. Salvadori reizt die Fähigkeiten der drei guten Hauptdarsteller nicht optimal aus und erreicht bei weitem nicht den lockeren Charme seiner Liebeskomödie „Lügen wie gedruckt“ in der es Marie Trintignant mit der Wahrheit ebenfalls nicht zu genau nimmt. Etwas weniger banale Wortlastigkeit, weniger Wiederholungen und eine weniger angestrengte Komik hätten die Leichtigkeit und Raffinesse dieser Verwechslungs-Posse noch gesteigert.

      mk.

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