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Berg Fidel - Eine Schule für alle: Einfühlsame Dokumentation über die Schule Berg Fidel und ihr integratives sonderpädagogisches Konzept, am Beispiel von vier Schülern.

Handlung und Hintergrund

Die Grundschule Berg Fidel in Münster vertritt das Konzept der Inklusion und Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf. David, Jakob, Lucas und Anita besuchen die Schule und werden drei Jahre lang von der Dokumentarfilmerin Hella Wenders in ihrem Schulalltag begleitet. Ohne den Einbezug von Erwachsenen erzählen die Kinder, was sie bewegt und wie es ist, wenn ganz verschieden Kinder zusammen eine Gemeinschaftsschule besuchen.

Besetzung und Crew

Regisseur
  • Hella Wenders
Produzent
  • Christoph Heller
Darsteller
  • Thom Hanreich
Drehbuch
  • Hella Wenders
Musik
  • Thom Hanreich
Kamera
  • Merle Jothe
Schnitt
  • Verena Neumann

Kritikerrezensionen

    1. David, Jacob, Lukas und Anita sind komplett unterschiedlich. Doch sie haben eines gemeinsam: Sie alle besuchen die Grundschule „Berg Fidel“ in Münster. Die Schule baut auf das Prinzip der Inklusion von Kindern mit besonderem Förderbedarf. Alle Kinder werden zusammen unterrichtet, dabei wird auf jeden ganz individuell eingegangen. Regisseurin Hella Wenders begleitet die vier Schüler über drei Jahre lang bei ihrem Schulalltag sowie zuhause in ihrer Familie. Wenders fragt sie nach ihren Wünschen für die Zukunft, nach ihren Träumen und Plänen. Und durch die sensible und zurückhaltende Art und Weise, die Kinder zu porträtieren, lernt der Zuschauer vier außergewöhnliche kleine Persönlichkeiten kennen, die allesamt durch ihre kindlich unschuldige und doch so offene Art bezaubern. Jeder der vier trägt sein eigenes Päckchen mit sich herum, ob es eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung, eine Lernschwäche oder ein schwieriger sozialer Hintergrund ist. Doch in der Schule bringt man ihnen bei, auf ihre Stärken zu bauen und ihre Schwächen als etwas anzunehmen, das zu ihnen gehört. Am Ende des Films ist für die vier Kinder die Zeit auf der Berg Fidel beendet. Sie werden ihren Weg gehen. Denn sie sind ganz stark. Jeder auf seine ganz eigene Weise. Ein schöner und sehr liebevoller Blick auf ein Modell, das im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen sollte.

      Jurybegründung:

      Es ist der Debütlangfilm der Regieabsolventin der dffb Hella Wenders. Eine Langzeitbeobachtung an der Grundschule „Berg Fidel“ in Münster, der Geburtsstadt der Regisseurin. Es geht um die Vision einer offenen Schule, die das Konzept der Inklusion verfolgt. BERG FIDEL versteht sich als emotionales Plädoyer dafür: „Ich habe im Laufe der Dreharbeiten eindrucksvoll erfahren, dass es nicht nur möglich, sondern sogar eine Bereicherung ist, wenn alle Kinder zusammenlernen und schon früh erkennen, dass die Welt aus verschiedenen Menschen besteht.“
      Zugleich ist BERG FIDEL eine Polemik gegen ein Bildungssystem, dass bestimmte Kinder aussortiert und diskriminiert. Drei Jahre begleitete Hella Wenders vier Kinder in ihrer Schule und in ihrem Alltag. Mit der filmischen Ernte von vier gelungenen Porträts. Die Kinder verblüffen mit ihren Haltungen und in und mit ihrer Gedankenwelt, sind selbst die besten Anwälte der diskutierten Schulutopie.
      Auch in der Diskussion der Jury wiederholte sich der schon in Voraufführungen immer wieder artikulierte Haupteindruck: BERG FIDEL ist von großer Einfühlsamkeit und Herzwärme! Die große Nähe der Regisseurin zu ihren Protagonisten setzt schöne Momente, ist Garant für eine wunderbare Offenheit und die Empathie gegenüber dem Film.
      Kurzum: ein bemerkenswerter, sensibler und aufklärender Dokumentarfilm. „Ich wünsche mir, dass dieser Film Mut macht - Lehrern, Eltern und Kindern“, sagte die Regisseurin. Ein Wunsch, der sich erfüllen dürfte!

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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    2. Berg Fidel - Eine Schule für alle: Einfühlsame Dokumentation über die Schule Berg Fidel und ihr integratives sonderpädagogisches Konzept, am Beispiel von vier Schülern.

      Der Dokumentarfilm lässt die Zuschauer staunen - über die Klugheit von Kindern und ihr Selbstverständnis, mit Menschen, die anders sind, einen gemeinsamen Alltag zu leben. Damit zeigt die Regisseurin, dass eine Schule für Alle funktionieren kann, ohne dass der Einzelne auf der Strecke bleibt - im Gegenteil: individuelle Förderung wird dadurch sogar begünstigt. Die vier sympathischen und ehrlichen Protagonisten machen es ganz einfach vor. Einfühlsam und herzerwärmend.
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