Bella Block: Weiße Nächte

  1. Ø 5
   2007
Bella Block: Weiße Nächte Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Bella Block: Weiße Nächte: Um den Mord an zwei jungen Russinnen zu klären, fliegt Bella Block in Begleitung ihres Lebensgefährten nach St. Petersburg.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach „Die Frau des Teppichlegers“ ist auch „Weiße Nächte“ wieder ein „Bella Block“-Film mit einem Anspruch, der weit über den gewöhnlichen Krimi hinausgeht.

    Durch Zufall kommt die Hamburger Polizei einem offenbar lukrativen Menschenhandel auf die Spur: Schwangere Russinnen werden nach Deutschland gelockt, bringen hier ihr Baby zur Welt und verschwinden wieder; die Säuglinge werden an Eltern verkauft, die aus verschiedensten Gründen keine Kinder adoptieren können. Das Geschäft fliegt auf, als kurz hintereinander zwei Mütter tot aufgefunden werden. Wie schon zuletzt in „Der Mann von gestern“ hat Komponist Karim Sebastian Elias enormen Anteil an der Wirkung dieses jüngsten „Bella Block“-Krimis: weil er es vortrefflich versteht, Stimmungen aufzunehmen, ohne sie gleich emotional zuzukleistern. Und Gefühle spielen in dieser Geschichte von Katrin Bühlig eine große Rolle, obwohl doch die Titelheldin ihre Anteilnahme gewöhnlich gern hinter Unleidlichkeit verbirgt.

    So lange die Geschichte in Hamburg spielt, ist der Film (Regie: Christian von Castelberg) restlos überzeugend. Und mehr als das: Erst gegen Ende zeigt sich, wie clever das Drehbuch den Einstieg in die Handlung konstruiert hat. Dann aber schickt Bühlig ihre Heldin (Hannelore Hoger) gemeinsam mit dem Lebensgefährten Simon Abendroth (Rudolf Kowalski) nach St. Petersburg. Auf dem fremden Terrain kommt der Film prompt ins Schlingern. Bella Block ist ohnehin bloß auf diese Spur gekommen, weil die Hamburger Hebamme Irene (Gabriela Maria Schmeide) ihrem Geliebten, dem Drahtzieher (Thomas Sarbacher) des Menschenhandels, nach St. Petersburg gefolgt ist: Burska hat sie kurzerhand eingesperrt, aber vergessen, ihr das Telefon abzunehmen. Als die Hebamme später abtransportiert werden soll, ahnt die deutsche Kommissarin dank ihrer Spürnase gleich, wer in dem Sarg liegt, der vor ihren Augen verladen wird. Derweil hat Simon den Schurken aufgestöbert, verliert ihn im Getümmel, findet ihn aber durch Zufall wieder; auch St. Petersburg scheint bloß ein Dorf zu sein. Doch der Betriebsausflug hat ohnehin vor allem den Grund, Verständnis zu wecken. Außer Burska und der Ärztin sind die Beteiligten ausnahmslos Opfer. Selbst die kühle Polizistin kann sich der Argumentation der Hebamme nicht verschließen, die auf ihr Gewissen verweist: weil sie Babys rettet, die ansonsten abgetrieben würden; und weil sie Frauen glücklich macht, die nach deutschem Recht etwa aus Altersgründen nie ein Kind adoptieren könnten. Nur eine Nebenfigur, aber sowohl für die Krimidramaturgie wie auch den moralischen Subtext enorm entscheidend ist daher die Rolle jener Kindeskäuferin (Friederike Wagner), die den Fall überhaupt erst ins Rollen bringt. tpg.

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