Before Night Falls

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Filmhandlung und Hintergrund

Before Night Falls: Eindringliche, auch humorvolle Biografie des kubanischen Autors Reinaldo Arenas in fiebrigen Bildern.

Aufgewachsen in bitterster Armut im Kuba der 40er Jahre, schließt sich Reinaldo Arenas als 14-Jähriger den Truppen Castros an und avanciert mit seinem Romanfrühwerk „Celestino antes del alba“ zum Dichter der Revolution. Seine politische Unabhängigkeit und offen ausgelebte Homosexualität bringen ihn jedoch schnell in Konflikt mit den neuen Herren. Arenas wandert erst in den Knast und 1980 nach Manhattan aus, wo er bis zu seinem Aids-Tod im Jahr 1990 für individuelle Freiheit und gegen Zensur kämpft.

Julian Schnabels

Der in Armut in der kubanischen Provinz aufgewachsene Reinaldo wird als 14-Jähriger in Castros Revolution gegen Battista verwickelt. Mit 20 veröffentlicht er seinen ersten Roman, der den nationalen Buchpreis gewinnt. Politisch ein Freigeist und bekennender Homosexueller, wird der Poet bis zu seinem AIDS-Tod gegen die Zensur ankämpfen, für zwei Jahre ins Gefängnis wandern und ins Exil nach New York gehen.

Geboren 1943 in Kubas Provinz, wächst Reinaldo Arenas in tiefster Armut auf. Mit 14 nimmt er an Castros Revolution teil, mit 20 veröffentlicht er sein Romandebüt und gewinnt damit den nationalen Buchpreis. Politisch ein Freigeist und zudem bekennender Homosexueller, wird der Poet bis zu seinem AIDS-Tod im Jahre 1990 gegen die Zensur ankämpfen, Demütigungen aller Art erleiden, für zwei Jahre als Staatsfeind ins Gefängnis wandern, in seiner Heimat nie mehr ein Buch publizieren und 1980 nach New York ins Exil gehen.

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Kritikerrezensionen

  • Ein relativ schwacher Wettbewerb und kleinere Entdeckungen in den Nebenreihen, so lassen sich die 57. Internationalen Filmfestspiele von Venedig kurz auf den Punkt bringen. Positiv überraschten dabei vor allem zwei Künstlerbiographien, Ed Harris‘ „Kino der Gegenwart“-Beitrag „Pollock“ und Julian Schnabels Wettbewerbsfilm „Before Night Falls“, der mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde.

    Ein Dokumentarfilm über den kubanischen Schriftsteller Reinaldo Arenas hat den renommierten New Yorker Künstler Schnabel, Kinogängern durch „Basquiat“ (1996), dem Film-Porträt des gleichnamigen, früh verstorbenen Graffiti-Zauberers bekannt, angeblich zur zweiten Kinoarbeit inspiriert. Dessen Gesicht, so behauptet er, habe ihn nicht mehr losgelassen, ein Gesicht, in dem sich ein ganzes, schweres Leben widerspiegelte.

    Geboren 1943 in der kubanischen Provinz Oriente, wächst das uneheliche Kind Reinaldo in tiefster Armut, aber nach eigenen Aussagen auch vollkommener Freiheit, auf. Als 14-Jähriger wird er in Castros Revolution gegen die Diktatur Battistas verwickelt, mit 20 sein erster Roman „Celestino antes del alba“ veröffentlicht, der gleich den nationalen Buchpreis gewinnt. Arenas scheint die Welt offen zu stehen, wären nicht die Umstände gegen ihn. Politisch ein Freigeist und zudem ein bekennender Homosexueller, wird der Poet bis zu seinem AIDS-Tod im Jahre 1990 stets gegen die Zensur ankämpfen, Demütigungen aller Art erleiden, für zwei Jahre als Staatsfeind ins berüchtigte El Morro-Gefängnis wandern, in seiner Heimat nie mehr ein Buch publizieren dürfen und 1980 ins Exil nach New York gehen.

    Wie schon in seinem beachtlichen Erstling setzt sich der Teilzeit-Regisseur Schnabel auch hier mit einem Mann auseinander, der sein Leben der Kunst opfert. Gespielt wird dieser vor Energie strotzende Künstler vom Spanier Javier Bardem („Perdita Durango“), der für sein präsentes, körperbetontes Spiel den Coppa Volpi als bester Darsteller entgegennehmen durfte und dank dieser Leistung wohl demnächst in einer US-Großproduktion zu sehen sein wird. Auf schauspielerische Ebene herausgefordert wird Bardem lediglich von einem die Goldzähne fletschenden Sean Penn in einem klischeehaft-witzigen Kurzauftritt als Landarbeiter Cuco Sanchez und Johnny Depp in einer Doppelrolle als sadistischer Militär bzw. heißbegehrter Transvestit Bon Bon.

    Schnabel entwickelt seinen Film ganz linear, konzentriert sich voll auf seinen „Helden“ und interpretiert dabei hauptsächlich Arenas‘ Autobiografie „Before Night Falls“, die er durch voice over-Passagen aus den Büchern des Autors bzw. dessen langjährigen Freund und Kollegen Lázaro Gómez Carriles, der im übrigen auch am Drehbuch mitwirkte, ergänzt. Fiebrig auf visueller Ebene, aufpeitschend im Soundtrack ist dem Regisseur eine überaus eindringliche, sehr persönliche Annäherung an einen von ihm offensichtlich verehrten Mann geglückt, der sich zeitlebens zwischen alle Stühle setzte. Die Aufgabe des Verleihs wird es nun sein, dieses ungewöhnliche, Hollywood-untypische Biopic entsprechend zu platzieren, dass es auch jenseits von Literatur- und Kunstinteressierten auf Resonanz stößt. geh.

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