Filmhandlung und Hintergrund

Für Kevin Costner gerieten seine Zukunftsepen „Waterworld“ und „Postman“ zu kostspieligen Karrieretiefpunkten. Comeback-König John Travolta hat sich nun mit seinem langgehegten Traumprojekt „Battlefield Earth“ in eine ähnliche Situation hineinmanövriert. Basierend auf dem gleichnamigen Science-Fiction-Roman des kontroversen Scientology-Gründers Ron L. Hubbard wird das triste Zukunftsbild einer von Außerirdischen...

Im Jahr 3000 beherrschen grimmige Aliens vom Planeten Psychlo die Erde, beuten deren Rohstoffe aus und versklaven die kümmerlichen Reste der Menschheit zu Minenarbeitern. Jonnie Goodboy, seines Zeichens humanoider Hoffnungsträger, will sich das nicht länger bieten lassen und zettelt eine Verschwörung an. Sein Mittel zum Zweck ist der kriminelle Psychlo-Offizier Terl, der mit Hilfe des cleveren Menschen das Gold von Fort Knox bergen und an seinen Vorgesetzten vorbei schmuggeln will.

Bilderstrecke starten(14 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Battlefield Earth

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

2,0
1 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(1)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Für Kevin Costner gerieten seine Zukunftsepen „Waterworld“ und „Postman“ zu kostspieligen Karrieretiefpunkten. Comeback-König John Travolta hat sich nun mit seinem langgehegten Traumprojekt „Battlefield Earth“ in eine ähnliche Situation hineinmanövriert. Basierend auf dem gleichnamigen Science-Fiction-Roman des kontroversen Scientology-Gründers Ron L. Hubbard wird das triste Zukunftsbild einer von Außerirdischen versklavten Menschheit gemalt. Das Ergebnis vermag jedoch weder auf logischer noch produktionstechnischer Ebene zu überzeugen und so konnte der absurd alberne Future-Schocker am amerikanischen Boxoffice bislang lediglich 21 Mio. Dollar einspielen.

    Die Saga ist im Jahr 3000 angesiedelt und die Menschen haben sich nach einem neunminütigen Angriff von Außerirdischen des Planeten Psychlos wieder zum Stadium von vorzeitlichen Nomadenstämmen zurück entwickelt. Die meisten von ihnen werden von den bösartigen Psychlos als versklavte „Mensch-Tiere“ gezwungen, die Bodenschätze für sie auszubeuten. Die Psychlos sind drei Meter große Unholde mit Nasenklammern, Dreadlocks, giftgrünen Augen und gelbstichigen Krallen samt gummigepanzerten Kostümen, was ihnen den Anschein verleiht, sich optisch an Schockrockern wie Rob Zombie, Gwar oder Kiss zu orientieren. Wie ihre musikalischen Gegenstücke wirken sie in ihrer camphaften Überzogenheit mehr erheiternd denn furchteinflössend. Doch handelt es sich um unfreiwillige Komik und Travolta ist als diabolischer Psychlo-Sicherheitschef Terl mit seinem gemeinen Gemecker-Gelächter nicht ernst zu nehmen. Seinen Sidekick in Gestalt von Forest Whitaker behandelt er nicht viel besser als die primitiven Menschlinge, die sich nach viel Leid und Unterdrückung unter der Führung des rebellischen Jonnie Goodboy Tyler zu bewaffneten Widerstand organisieren. Diese entscheidende Rolle wird vom unauffälligen Barry Pepper übernommen, der sich bisher gut in Nebenrollen in „The Green Mile“ und „Der Soldat James Ryan“ machte, doch hier erweist sich seine eher unscheinbare Ausstrahlung als hinderlich. Ebenfalls wenig zuträglich ist die bläuliche Unterbeleuchtung des Films und Spezialeffekte, die oftmals allzu deutlich als Computergrafiken zu erkennen sind. Einige Mühe wurde hingegen auf das postapokalyptische Produktionsdesign von verfallenen Städten und deprimierend düsteren Psychlo-Lebensräumen verwandt. Regisseur Roger Christian, der beim Inszenieren mit dem 2. Drehteam von „Star Wars: Episode 1“ Genreerfahrung sammeln konnte, zeigt zudem eine Vorliebe für ausgefallene Kameraeinstellungen und Zeitlupenaufnahmen von Kugelhagel und Glassplittern à la John Woo. Beim Showdown des finalen Befreiungskampfes untermalen ohrenbetäubende Soundeffekte zahllose Explosionen und das Zusammenbrechen riesiger Gebäudestrukturen. Der Schluss deutet überdeutlich auf ein Sequel hin, doch mutet eine Nachfrage eher unwahrscheinlich an. In Deutschland wird sich die Vermarktung aufgrund der Verbindung zur Scientology-Organisation - auch wenn sich im Film keinerlei ihrer Ideologien finden - als schwierige Mission erweisen. ara.

News und Stories

  • John Travolta als Bond-Schurke?

    John Travolta als Bond-Schurke?

    Das Stehaufmännchen Hollywoods könnte mal wieder einen Karriereschub vertragen. Da kann der Griff doch gleich ins oberste Regal gehen...

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • "Pluto Nash" größter Flop des Jahrzehnts

    "Pluto Nash" größter Flop des Jahrzehnts

    Zweifelhafte Ehre für Eddie Murphy: Sein Weltraum-Quark "Pluto Nash" ist zum größten Film-Fehlschlag des Jahrzehnts gekürt worden.

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Tom Cruise plant Scientology-Film

    Tom Cruise plant Scientology-Film

    "The Thetan" basiert auf den Scientology-Grundsätzen und handelt vom unsterblichen Wesen der Menschen. Die Hauptrolle übernimmt Victoria Beckham.

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Goldene Himbeere 2005: Vier Preise für "Catwoman"

    In alter Tradition wurden auch dieses Jahr 24 Stunden vor den Oscars die Goldenen Himbeeren verliehen. In diesem Jahr räumten die beiden Filme Catwoman und Fahrenheit 9/11 jeweils vier Preise ab. Das Batman Spin-Off gewann in den Kategorien „Schlechtester Film“, „Schlechteste Hauptdarstellerin“ (Halle Berry), „Schlechteste Regie“ (Pitof) und „Schlechtestes Drehbuch“. Die Dokumentation von Michael Moore gewann in den...

    Kino.de Redaktion  

Kommentare