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Augen zu


Darsteller und Crew

  • Anna Bergmann
  • Milena Thomsen
  • Milan Jurij Viebeg
  • Ruben Fischer

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Kurztext:

      Wie stellen sich Kinder den Tod vor? Wie das Sterben? Was passiert im Himmel? Und gibt es den überhaupt? Es sind essentielle Fragen, die die Animationskünstlerin Anna Bergmann („Samo“) in ihrem neuesten Anima-Dok-Film in den Raum stellt. Kindern und Jugendliche verschiedenster Altersstufen erzählen von ihren ersten Begegnungen mit dem Tod und wie sie sich Engel vorstellen. Anna Bergmann findet zu jeder Geschichte die passenden Bilder. Passend nicht, weil sie immer das abbilden, was erzählt wird. Sondern passend deswegen, weil in ihnen die Stimmung und die vielen Facetten spürbar werden, die die Geschichten der Kinder vermitteln. Neugier, Lebensfreude, Verspieltheit, aber auch Angst, Grusel, Ungewissheit. In einem langsamen und fast schon spielerisch wirkenden Rhythmus gehen die Bilder assoziativ ineinander über, mal simpel schwarz/weiß, mal mit einem knallroten Farbklecks. AUGEN ZU ist Animationsfilmkunst vom Feinsten, die mit ihren Bildern auf emotionale und doch zurückhaltende Weise den Zuschauer einlädt, die Perspektive der Kinder einzunehmen.

      Gutachten:

      In kurzen animierten Bilderfolgen werden Sterbevorgänge und Todesarten gezeigt, die von Kinderstimmen, aus dem Vorschul- bis zum Teenageralter, begleitet werden. Ob die Äußerungen der Kinder unabhängig vom Film aufgenommen wurden oder ob die Kinder die Bilder selber kommentierten, ist schwer zu sagen. Es spielt aber auch keine nennenswerte Rolle. Die Bilder können als visuelle und künstlerische Interpretationen der Äußerungen der Kinder betrachtet werden. Die Bandbreite der dargestellten Formen des Sterbens ist groß und ihre episodische Strukturierung ist durchdacht. Einige Episoden sind besonders pfiffig und überraschen mit ihrem Einfallsreichtum. Besonders angetan war die Jury von dem Bild einer Straßenbahn, die gen Himmel fährt. Die Farbgebung ist klar und erfüllt zugleich ästhetische Ansprüche. Ansprechen kann der Animationsfilm somit junge und erwachsene Menschen gleichermaßen. Manche Bilder vom Sterben sind für kleine Kinder möglicherweise etwas zu drastisch, doch könnte man einwenden, dass eine abstrakt animierte Blutlache das kindliche Gemüt eher nicht belasten dürfte.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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