Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund

   Kinostart: 16.04.1998

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Filmhandlung und Hintergrund

Action-Abenteuer um den Kampf zweier Männer um eine Frau, der zum harten Überlebenskampf in der Wildnis Alaskas wird.

Millionär Morse begleitet seine junge Frau Mickey, die als Fotomodell arbeitet, in die Wildnis Alaskas, um ihr bei der Arbeit zuzuschauen und vor allem deren Verhältnis zu Robert, dem Fotografen zu entlarven. Als Robert aufbricht, um für weitere Aufnahmen tiefer ins Land zu fliegen, bittet er Morse, ihn zu begleiten. Sie stürzen ab…

Der alternde Multimillionär Charles Morse hegt berechtigte Zweifel an der Loyalität seines Ziehsohns und potentiellen Nachfolgers. Ein Entspannungsurlaub in natürlicher Abgeschiedenheit, so spekuliert er, könnte Klarheit über wahre Gefühle in seiner Umgebung bringen. Die Gelegenheit zur Probe aufs Exempel bietet sich schneller und unangenehmer als erwartet, als beide Männer nach einem Unfall ohne Funkgerät und Landkarte mitten im Nirgendwo landen und um’s nackte Überleben kämpfen müssen.

Action-Abenteuer um den Kampf zweier Männer um eine Frau, der zum harten Überlebenskampf in der Wildnis Alaskas wird. Autor David Mamet („Glengarry Glen Ross“) hat aus dem actionreichen und spannenden Stoff vor allem ein detailliertes Psychogramm zweier Männer gemacht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund: Action-Abenteuer um den Kampf zweier Männer um eine Frau, der zum harten Überlebenskampf in der Wildnis Alaskas wird.

    Zwei Männer im Kampf um eine schöne Frau und gegen die Natur. Regisseur Lee Tamahori setzt neue Maßstäbe im Fach Wirkungstreffer und Drehbuchautor David Mamet läßt der Männerselbstfindung freien Lauf in einem hin- und mitreißenden Naturabenteuer/Beziehungsdrama, das so manches Hochoktan-Actionvehikel der letzten Jahre lahm wie ein Passagierschiff wirken läßt. John Boormans Klassiker „Beim Sterben ist jeder der erste“ steht Pate, wenn Anthony Hopkins und Alec Baldwin vor der grandiosen Kulisse Alaskas dem Schicksal ins Auge sehen.

    Anläßlich seines Geburtstages gefällt es Charles Morse, einem im Rentenalter angedockten Wirtschaftskapitän von schier unermeßlichem Reichtum, mit Frau, Gepäck und Gefolge die Klausur einer einsamen Waldhütte in Alaska zu wählen. In der schier endlosen Weite der Berge, in der auf fünfhundert Quadratmeilen eineinhalb Trapperhütten kommen, möchte er fischen, gegebenenfalls einem Grizzly nachstellen und endlich feststellen, ob seine aufregende, junge Frau, ein erfolgreiches Photomodell, ihm tatsächlich so treu ergeben ist, wie ihre schönen Lippen nicht müde werden zu bekunden. Seit einiger Zeit fällt ihm nämlich auf, daß sie und der begleitende Modefotograf Robert Greene, den er fast als eine Art Ziehsohn betrachtet, Blicke und Worte austauschen, die von mehr als kumpelhafter Freundschaft zeugen. Die eine oder andere Ausnahmesituation in der Wildnis, so spekuliert Morse, könnte Klarheit über wahre Gefühle in seiner Umgebung bringen. Die Gelegenheit zur Probe aufs Exempel bietet sich schneller und unangenehmer als erwartet, als er und Robert in einer wenig vertrauenserweckenden alten Propellermaschine zu einem Erkundungsflug aufbrechen und mitten im Nirgendwo von einem Schwarm aufsteigender Graugänse buchstäblich abgeschossen werden. Nun stehen sie ohne Werkzeug, Waffen und Funkgerät in der Wildnis, allein nur mit einem zufällig in der Nähe weilenden, vier Meter langen, zwei Meter hohen und am liebsten Menschen verspeisenden Grizzly. Eben fast allein.

    Daß der ansonsten für urbane Drehbuchstoffe zuständige Mamet hier auf Jack-London-Territorium schreibt, ist nur auf den ersten Blick überraschend. Elementare Konflikte unter Männern und ihr Kampf gegen die eigenen Grenzen fällt exakt in den Zuständigkeitsbereich des Mannes, der uns den Handelsvertreterkrieg aus „Glengarry Glen Ross“ oder das Außenseitercop-Quartett aus „The Untouchables“ servierte. Lee Tamahori seinerseits ist genau der richtige Regisseur, um Mamets Drehbuchkonflikte in effektive, nachgerade schmerzhaft intensive Bilder zu verwandeln. Der Neuseeländer, der in „Die letzte Kriegerin“ die Schlägereien so lebensecht und hautnah inszenierte, daß es einem als Zuschauer erging wie den frühen Kinobesuchern mit der heranrasenden Lokomotive, zieht erneut alle Register der Actionillusion, um erst dem gemeinsamen Überlebenskampf und schließlich dem unvermeidlichen Duell die nötige Wucht und Atmosphäre zu verleihen. All das wäre vergeblich ohne Schauspieler, die Pathos nicht mit Peinlichkeit durcheinanderbringen. Im Gegensatz zu seinem grandios gescheiterten Hollywood-Debüt „Nach eigenen Regeln“ hat Tamahori diesmal Glück. Die Rolle des milden Familien- und Konzerndiktators, den es auf seine alten Tage nach Überlebenskampf geradezu dürstet und der zu diesem Zweck hunderte von Büchern nicht nur gelesen, sondern regelrecht gefressen hat (ein Alternativtitel hieß „Bookworm“), ist Anthony Hopkins wie auf den Leib geschneidert. Gut bekommt es dem Film auch, daß Alec Baldwin diesmal nicht wie so oft ein blasser Kleiderständer bleibt. Der Mann, der soviel mehr kann, als er in der Regel zu zeigen gefordert ist, wirkt als gerissener Nebenbuhler auf den zehn Stufen der Agonie so überzeugend wie lange nicht mehr. Elle MacPherson, die sich unter dem sinnigen Namen Mickey Morse selbst spielen darf, bleibt angesichts des Hahnenkampfes der beiden Mustermachos so blaß, wie man es als (nicht nur für Polarkreisverhältnisse) spärlichst beschürztes Supermodel gerade eben bleiben kann. Das ist aber kein großer Verlust, denn die besten Szenen - jene, die einen in den Sitz pressen vor atemloser Spannung, gebühren, und das wird so manchen Melodram-Puristen vielleicht verstören, Bart dem Bär. Der Star aus Annauds „Der Bär“ bekommt zu recht den ersten Credit im Abspann und liefert alptraumhaft energiegeladene Auftritte, die auch dann noch im Gedächtnis bleiben, wenn die Männerzwistigkeiten längst vergessen sind. Der Film zum Winter. ab.

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