Auf kurze Distanz

  1. Ø 4.8
   2016
Auf kurze Distanz Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Auf kurze Distanz: Mafia-Thriller mit Tom Schilling als Ermittler im Undercover-Einsatz.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der düstere Thriller über einen verdeckten Ermittler im Wettmilieu beschreibt Manipulationen im Sport und erzählt gleichzeitig ein emotionales Drama über Freundschaft und Verrat.

    Die Geschichte beginnt mit einer Hinrichtung im Wald und blendet dann sechs Monate zurück: Klaus Roth (Tom Schilling) wird aus dem regulären Dienst abgezogen und in Berlin als verdeckter Ermittler eingesetzt. Er soll sich in einen serbischen Familienclan einschleichen, der die illegale Wettszene dominiert. Tatsächlich gelingt es ihm, das Vertrauen des gleichaltrigen Luka (Edin Hasanovic), dem Neffen des Paten, zu gewinnen. Die beiden Männer werden Freunde, und Klaus bekommt ein Loyalitätsproblem. Natürlich weiß Holger Karsten Schmidt dank seiner großen Thriller-Erfahrung, wie man so eine Geschichte konzipieren muss. Regisseur ist Philipp Kadelbach, der nach diversen Event-Produktionen („Unsere Mütter, unsere Väter„) einen bildsprachlich betont einfach gehaltenen Film gedreht hat. Das visuelle Konzept (Bildgestaltung: Jakub Bejnarowicz) ist dennoch ausgefeilt und ziemlich düster, selbst die seltenen Sonnenstrahlen wirken nicht wärmend. Das passt perfekt zur Mission der Hauptfigur, denn Roth muss als verdeckter Ermittler sein altes Leben komplett hinter sich lassen und der Freundschaft zu Luka zum Trotz kühlen Kopf bewahren. Tom Schilling verkörpert den Zwiespalt, in dem sich der junge Mann befindet, überaus glaubwürdig. Das Drehbuch sollte ursprünglich von Stephan Wagner verfilmt werden, landete schließlich bei Kadelbach und ist für dessen Umsetzung von Oliver Kienle bearbeitet worden. Vermutlich hätte Wagner einen anderen Film aus der Vorlage gemacht, aber auch Kadelbachs Arbeit kann sich sehen lassen. Die Schauspieler sind ausnahmslos gut geführt. Edin Hasanovic liefert hier sicher eine seine besten Leistungen, zumal er als gebürtiger Bosnier seine Rolle zweisprachig spielen kann. Auch die Nebenfiguren sind ausgezeichnet besetzt. Ein nicht nur wegen der düsteren und unheilvoll endenden Geschichte mutiger Film. tpg.

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