Filmhandlung und Hintergrund

Optisch grandioses Leinwandepos von Wong Kar-wai über Schwertkämpfer in einem mittelalterlichen Märchenreich.

Im mittelalterlichen China zieht der phänomenale Schwertkämpfer Feng nach einer enttäuschenden Liebesaffäre in die Einsamkeit der Wüste und betätigt sich von dort aus wahlweise als Auftragsmörder oder als Vermittler von Auftragsmördern. Sein bester Freund Huang verfällt unterdessen einem Zauberschnaps, der ihn die Vergangenheit vergessen lässt. Er beleidigt eine von schwerer Persönlichkeitsstörung gezeichnete Prinzessin, die ihrerseits Huangs Ermordung bei Feng in Auftrag gibt (sowie die ihres imaginären Bruders). Jahre später kommt es zu einem Wiedersehen.

In einem mittelalterlichen Märchenreich erleben phänomenale Schwertkämpfer Abenteuer mit Feinden und im Zwischenmenschlichen. Optisch grandioses, inhaltlich schwer durchschaubares Leinwandepos von Wong Kar-wai.

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      1. Auf der Grundlage von Louis Chas Martial Arts-Reihe „The Eagle-Shooting Heroes“ produzierte Wong Kar Wai 1993 eine wilde Kung Fu-Klamotte. Ein Jahr später inszenierte er selbst mit fast identischer Besetzung ein kunstvoll-enigmatisches Melodram, das die Vorgeschichte der Buchserie um die Herrscher des Ostens und Westens (Huang und Ouyang) erzählt.

        Jedoch lief die Produktion aus dem Ruder, die Dreharbeiten verzögerten sich, und eine Darstellerin musste daher ausgetauscht werden. Das nur in wenigen Ländern gestartete Ergebnis kam erst nach Wong Kar Weis Meisterwerk „Chungking Express“ in die Kinos und fiel sogar in Hongkong durch, da es bewusst die Erwartungshaltung eines Kampfkunst-Epos unterlief. Der Experte rätselhaft-poetischer Beziehungsdramen verfremdete nämlich die Schwertduelle, immerhin choreografiert von Sammo Hung, in dem er die Zeitlupensequenzen in verschwommene Detailaufnahmen zerlegte.

        Unzufrieden mit dem technischen Standard des Originals sowie der Kopienqualität überarbeitete Wong Kar Wai das bei uns unveröffentlichte Werk und entfernte sieben Minuten. Dies macht die tragische Meditation um Einsamkeit, Sehnsucht, Verlust und Vergessen um einen Vermittler für Auftragsmorde, seinen Freund und ihre unglücklich endende Liebe nicht eben verständlicher.

        Neben einigen Action-Einlagen fehlt nun unter anderem zu Beginn das erste Treffen der beiden Antihelden. Besonders beim Einstieg sollte man nicht zu sehr versuchen, die unterschiedlichen Zeitebenen und Personenkonstellationen auseinander zu flechten. Dazu bleiben manche Handlungssprünge zu abrupt, und zahlreiche Plotteile letztlich ohne geradlinige Auflösung, woran Kar Wai auch weniger gelegen war. Schließlich verweist schon der Titel darauf, dass die Zeit sich auflöst und zerfließt.

        Hierfür findet der Australier Christopher Doyle wunderbare Bilder aus Sand, Wasser und Feuer, die als Symbole von Vergänglichkeit und Verlorenheit wiederholt in den Blick gerückt werden. In der Neufassung bearbeitete man viele Bildkompositionen digital nach und verstärkte die Farbgebung, was den Einstellungen in Kombination mit dem neuen Score eine traumhafte Atmosphäre vermittelt. Den fatalistischen Unterton unterstreicht ein Off-Erzähler.

        Zudem erfolgt ein beispielloses Auftreten von Hongkong-Stars, die später erneut dem Ruf des gefeierten Filmemachers folgen sollten. Während Leslie Cheung 2003 Selbstmord beging, sind Tony Leung Chiu Wai (der blinde Schwertkämpfer) und Tong Leung Ka Fei immer noch bestens im Geschäft, wohingegen es um die weibliche Riege wie etwa Maggie Cheung in einer Nebenrolle zuletzt eher still wurde. Auch dank ihnen stellt das sperrige Episodenwerk ein Erlebnis dar.

        Fazit: Das Who-is-Who der Neunziger-Hongkong-Stars in einem faszinierenden Arthouse-Drama um Liebe, Entsagung und Tod.
      2. Ashes of Time: Redux: Optisch grandioses Leinwandepos von Wong Kar-wai über Schwertkämpfer in einem mittelalterlichen Märchenreich.

        Die Verortung mittelalterliches China stimmt in sofern, als dass das Pulver noch nicht erfunden scheint und die Schauspieler Chinesen sind, doch ansonsten findet Wong Kar-wais opulentes Schwertkampfepos in einem jeder historischen Realität enthobenen Fantasieuniversum statt, und seine Charaktere verhalten sich auch so. Von rotem Faden kann nicht die Rede sein, Samo Hungs Kampfchoreografie wurde schon schlüssiger montiert, doch wer nur ein rauschhaftes visuelles Erlebnis sucht, kommt bei diesem Director’s Cut eines New-Hongkong-Cinema-Klassikers voll auf seine Kosten.

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