Apollo 18

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   2011
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Filmhandlung und Hintergrund

Apollo 18: Science-Fiction-Thriller über den geheim gehaltenen Raumflug der Apollo 18, die es offiziell nie gab.

1974, zwei Jahre nach dem offiziellen Ende des bemannten Mondprogramms der NASA, schickt das US-Verteidigungsministerium drei weitere Astronauten auf eine streng geheime Mission zum Erdtrabanten. Die Apollo 18 bringt Nathan Walker, Ben Anderson und John Grey zum lunaren Südpol, wo sie ein Raketenfrühwarnsystem gegen die russische Nuklearbedrohung installieren sollen. Doch die Piloten sind mit ihrer Landefähre offenbar nicht allein auf dem Mond und befinden sich auf einem Flug ohne Wiederkehr. Ihre Vorgesetzten wollen sie eiskalt opfern.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In einer Mischung aus Verschwörungsthriller und bearbeitetem „Found Footage“-Film versucht das erste US-Werk des spanischen Regisseurs Gonzalo Lopéz-Gallego der Frage nachzugehen, warum es nach 1972 keine bemannten Mondexpeditionen mehr gab. Explodierende Kosten der Raumfahrtsbehörde lässt die Produktion aus der „Dimension“-Horrorschmiede der Weinstein-Brüder als Erklärung nicht gelten. Vielmehr behauptet das Science Fiction-Drama, welches angeblich auf unlängst entdecktem Originalmaterial basiert, dass die US-Regierung das Scheitern einer Apollo-18-Mission bewusst verschwieg. Wie die 84 Stunden Super-8-Aufnahmen trotz des negativen Ausgangs auf die Erde gelangten, wird nicht enthüllt. Ebenso bleibt unklar, wer das Material ins Internet stellte und wer daraus eine abendfüllende Dokumentation montierte.

    Der Prolog zeigt das euphorische Astronautentrio beim Training und im Kreise ihrer Familien. Durch Laufstreifen, verrutsche Bildstriche, Zooms und verschmutztes Zelluloidmaterial wurden die digitalen Bilder der folgenden Expedition auf historisches Dokument getrimmt. Trotzdem stellt sich mitunter die Frage nach der Anzahl der hier eingesetzten Kameras, da der Kameramann häufig selbst bei der Arbeit gefilmt wird. Im Wechsel aus Weitwinkelobjektivbilder in der Raumkapsel, Infrarot-, Mondaufnahmen in Totalen und verwackelten Handkameraimpressionen folgt „Apollo 18“ der optischen sowie inhaltlichen Dramaturgie der „Paranormal Activity“-Filme. Wie bei den Vorbildern muss man allerdings viel Leerlauf und ereignislose Routine überstehen, damit die wenigen Schreckensmomente Wirkung zeigen können.

    Rätselhafte Geräusche, die man auf dem Mondvakuum gar nicht hören dürfte, Stromstöße, verschwundene und an ungewohnter Stelle wieder auftauchende Gegenstände, unerklärliche Temperaturwechsel, verbunden mit Kameraausfällen im entscheidenden Moment, gehören zu den Vorboten für physische Attacken. Wenn aber reguläre Fußspuren auf dem Mondboden zu finden sind, fragt man sich, wo die Schwerelosigkeit des Weltalls blieb. Schon zu Beginn wird im Dialog auf „Watergate“ verwiesen, weshalb es später kaum verwundert, dass das Verteidigungsministerium die Expeditionsteilnehmer sehenden Auges ins Verderben schickt. Doch dieses Motiv stellt sich als eines unter vielen heraus, die „Alien“, einem weiterem Vorbild der Schauerproduktion, geschuldet sind.

    Trotz namhafter Beteiligter, darunter „Wanted“-Regisseur Timur Bekmambetow als Produzent, „Drive Angry“-Regisseur Patrick Lussier als Cutter und der durch den fesselnden Verfolgungsthriller „King of the Hill“ bekannte López-Gallego, vermag der Weltraumtrip kaum in Bann zu schlagen. Immer wieder flacht der Spannungsbogen ab, und das Schicksal der Astronauten berührt trotz mehrfach präsentierter Familienfotos kaum. Somit sollte ein späterer Gang zu Videothek genügen, oder man greift im gleichen Regal zu besseren Vorläufern wie „Rec“, „Cloverfield“, „Der letzte Exorzismus“ oder der Parodie „Trollhunter“ aus der „Fake-Horror-Doku“-Ecke.

    Fazit: Mäßig gruseliger Weltraumthriller, dessen pseudo-dokumentarischer Ansatz schon das Originellste an der Produktion ist.
  • Grusel, Thrill und Spannung: Kult-Produzent Timur Bekmambetow zeigt Bilder der letzten, offiziell nie durchgeführten Weltraum-Mission.

    Die „Apollo 18“ hebt mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in geheimer Mission Richtung Mond ab. Alles läuft nach Plan. Die Astronauten Walker (Lloyd Owen) und Anderson (Warren Christie) landen mit der Trans-portkapsel auf dem Erdtrabanten. Die Männer beginnen mit ihren Arbeiten. Dann legen sie sich Schlafen – und werden von merkwürdigen Geräuschen geweckt. Die Bodenkontrolle in Houston beruhigt sie, erklärt die Töne als akustische Rückkoppelungen. Doch dann ist die Flagge verschwunden. Auf der Suche nach ihr finden die Raumfahrer erst einen blutverschmierten Stein, dann einen merk–würdigen Fußabdruck …

    Ganz in der Tradition von „The Blair Witch Project“ und „Paranormal Activity“ – Wackelkamera, Bildunschärfen, bedrohliche Schatten inklusive – steht dieser clevere Sci-fi-Thriller, den Timur Bekmambetow („Wächter der Nacht“) produzierte. Der Gag dabei:?angeblich basiert er auf 84 Stunden geheimem Filmmaterials, das jemand – wer kommt nie ans Licht – ins Internet hochgeladen hat. Die US-Raumfahrtbehörde NASA war wohl involviert und auch das Verteidigungsministerium … Aber warum hat man sich nach dem offiziellen Ende der bemannten Mondmissionen überhaupt zu diesem Flug entschlossen? Geschickt baut Regisseur Gonzalo López-Gallego die Spannung auf, setzt auf Atmosphäre und verteilt die Schockmomente gezielt. Besonderes Lob gebührt Patrick Lussier, Regisseur von „Drive Angry 3D“, der den furiosen Schnitt besorgte und die Pseudo-Doku so zum „glaubwürdigen“ Erlebnis der gruseligen Art machte.

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