Another Me - Mein zweites Ich

   Kinostart: 04.09.2014
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Filmhandlung und Hintergrund

Psychothriller über eine junge Schülerin, die sich von einer Doppelgängerin verfolgt glaubt.

Nach der schweren Krankheit ihres Vaters hat sich das harmonische Leben von Fay völlig verändert. Die Ehe ihrer Eltern droht unter der Belastung zu zerbrechen - wie auch Fay unter dem Eindruck merkwürdiger Wahrnehmungen. Die Schülerin glaubt, den Verstand zu verlieren. Wie sonst könnte sie es sich erklären, dass sich eine Person, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, in ihr Leben drängt? Doch nach einigen unheimlichen Begegnungen wird Fay klar, dass die Rivalin real und darüber hinaus sehr gefährlich ist.

Eine junge Schülerin glaubt sich von einer Doppelgängerin verfolgt. Interessante Fingerübung der spanischen Filmemacherin Isabel Coixet, die sich an Motive des japanischen Gruselhorrorfilms annähert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der Mystery-Thriller "Another Me – Mein zweites Ich" spinnt um seine jugendliche Hauptperson einen dichten Kokon aus Geheimnissen und Angst. Die spanische Regisseurin Isabel Coixet ("Elegy oder die Kunst zu lieben", "Das geheime Leben der Worte") adaptierte für diesen Film den gleichnamigen Jugendroman von Cathy MacPhail. Die Geschichte pendelt spannend und unvorhersehbar zwischen Psychodrama und Geisterhorror, enttäuscht aber mit zunehmender Dauer gerade wegen dieser Unentschlossenheit.

      Fay, die im englischen Wales lebt, hat Angst, den Verstand zu verlieren. Es spricht ja auch einiges für diese Annahme. Sie behauptet, nicht die Treppe benutzt zu haben, sondern den Fahrstuhl, obwohl die alte Nachbarin (Geraldine Chaplin) sie doch eindeutig erkannte. Sie ist bedrückt, weil ihr Vater sterben wird, und vielleicht kann sie dem Druck nicht standhalten, den ihre aggressive Mitschülerin Monica auf sie ausübt. Die Rivalität der beiden um die weibliche Hauptrolle in dem Theaterstück „Macbeth" erinnert an Aronofskys „Black Swan", wo die Hauptfigur ja ebenfalls verrückt wurde. Aber es spricht auch etliches dafür, dass der Schatten, der Fay folgt, nicht nur auf Einbildung beruht. Zum Beispiel taucht er auf einem Foto auf, das Fay gemacht hat. Wenn er kommt, flackern Lichter und später zerspringt auch noch Glas. Außerdem kündigt er mit weiblicher Stimme ständig in Voice-Over Beunruhigendes an: „Die Trauer macht mich stärker... Ich habe so lange gewartet."

      Sophie Turner spielt die zunehmend irritierte und verletzbare Fay berührend. Die Romanze mit Mitschüler Drew (Gregg Sulkin) bildet ein attraktives Gegengewicht zu dem bedrückenden Familiengeheimnis, von dem Fay erfährt. Coixet spielt mit vielen verschiedenen Themen in diesem Film, aber all diese Fäden finden nicht wirklich befriedigend zusammen. Für einen Psychothriller à la „Black Swan" bleibt das seelische Leid, um das es hier geht, viel zu blass. Und für einen Geister-Gruselfilm mit Gänsehauteffekt fehlt es ebenfalls an der nötigen, auch logischen Konsequenz. So bleibt man am Ende etwas ratlos zurück.

      Fazit: Isabel Coixets Mystery-Thriller "Another Me – Mein zweites Ich" schickt eine sympathische jugendliche Heldin durch eine zunächst spannende, dann aber unschlüssige Psycho- und Geistergeschichte.
    2. Another Me - Mein zweites Ich: Psychothriller über eine junge Schülerin, die sich von einer Doppelgängerin verfolgt glaubt.

      Im neuen Film der vielseitigen Spanierin Isabel Coixet ist junges Leben zugleich Albtraum und große Sehnsucht.

      Coixet, eine der interessantesten und produktivsten europäischen Filmemacherinnen („Eine Karte der Klänge von Tokio“, „Elegy oder die Kunst zu lieben“) inszeniert einen geheimnisvollen Film, der - wie sie - zwischen den Welten wandelt und das auch in seiner Hauptfigur spiegelt. Dominierten in ihren bisherigen Arbeiten romantisch-dramatische Töne, fokussiert sich Coixet in ihrer Verfilmung eines Romans von Catherine MacPhail auf ein Schauermotiv - mit Annäherungen an den J-Horror, aber einem weitgehenden Verzicht auf platte Schockeffekte.

      Protagonistin Fay (Sophie Turner aus „Game of Thrones“) ist mit der Diagnose der unheilbaren Krankheit ihres Vaters schlagartig aus der Harmonie ihrer Kindheit gerissen worden und taumelt nun als Teenager durch eine veränderte Welt. Für die Desorientierung und Identitätskonfusion dieses Alters findet der Film ein Bild, das eine unheimliche Atmosphäre und immer wieder Spannungssequenzen generiert. Denn Fay fühlt sich imitiert, beobachtet und verfolgt - von einer Person, die ihr äußerlich bis zum Verwechseln ähnelt, aber eine offensichtlich stärkere und aggressivere Persönlichkeit besitzt. Die rationalste Erklärung für das parallele Auftreten beider Frauen an verschiedenen Orten, eine eifersüchtige, intrigante, im Erscheinungsbild sehr ähnelnde Klassenkameradin, verfolgt der Film wie auch der Zuschauer nur halbherzig. Von Beginn an dominieren paranormale bzw. psychisch-pathologische Motive und Deutungen, oszilliert Darbietung und Interpretation zwischen einer gefährlichen Präsenz aus dem Jenseits und einer Persönlichkeitsspaltung.

      „Mein Leben ohne mich“, einer der frühesten Erfolge von Coixet, beschreibt im Titel geradezu perfekt die Entwicklung des Plots, die Auflösung des Mysteriums. Inwieweit diese als überraschend erfahren wird, hängt von der Sichtungsbiografie des Zuschauers ab, der Horror hier vergleichsweise soft erlebt: in gespenstischen Reflexionen und Unschärfen, an beengten Schauplätzen, die Fluchtmöglichkeiten kaum zulassen. In der Gesamtwahrnehmung wirkt „Another Me“ wie eine in der Postproduktion gekürzte Stilübung - wie ein Film mit gespaltener Persönlichkeit, in dem das Visuell-Akustische graduell die Dominanz über die Dramaturgie übernimmt. kob.

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