Filmhandlung und Hintergrund

Siam 1862 und die konfliktreiche, unerfüllte Liebe zwischen dem König und einer englischen Gouvernante.

Als die englische Gouvernante Anna von Leonowens 1862 an den Hof des Königs von Siam kommt, um dessen Kinder zu unterrichten, kollidieren die Vorurteile zwischen dem östlichen Herrscher und seiner westlichen Angestellten. Aus anfänglichem Mißtrauen wachsen Respekt und Zuneigung, während Siam von einem Putsch und europäischem Zugriff bedroht wird.

Im Jahre 1862 wird Anna Leonowens, eine verwitwete britsche Gouvernante, von König Mongkut von Siam damit beauftragt, dessen gut 50-köpfige Kinderschar zu unterrichten. Nach dem anfängliche Vorurteile zwischen dem östlichen Herrscher und seiner westlichen Angestellten abgebaut sind, wachsen aus erstem Misstrauen Respekt und Zuneigung. Als umstürzlerische Generäle und britische Kolonialherren den Herrscher von Siam und sein Land bedrohen, wird beiden sehr bald klar, dass ihre Liebe keine Zukunft haben kann.

Die verwitwete britische Gouvernante Anna soll 1862 die 50-köpfige Kinderschar von König Mongkut von Siam unterrichten. Die nach anfänglicher Abneigung aufkeimende Liebe kann den politischen Ereignissen jedoch nicht standhalten. Aufwändiges Historien-Epos auf der Basis einer wahren Begebenheit, mit Oscar-Preisträgerin Jodie Foster und Action-Held Chow Yun-Fat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Anna und der König: Siam 1862 und die konfliktreiche, unerfüllte Liebe zwischen dem König und einer englischen Gouvernante.

    In der letzten Version von Margaret Landons Roman über die Abenteuer einer englischen Gouvernante 1862 am Hof des Königs von Siam (heute Thailand) trug Deborah Kerr Röcke vom Umfang aufgegangener Fallschirme, Yul Brynner eine Glatze und Charles Walters‘ Musical (1956) fünf Oscars in die Annalen der Filmgeschichte. Getanzt und gesungen wird in Andy Tennants Adaption nicht, wohl aber gestritten, politisiert, gemordet und in der Kernbeziehung auch platonisch und unerfüllt geliebt. Kindersegen gibt es dennoch, Dollarsegen vermutlich auch, weil in diesem Prestigeprojekt der Fox die Koalition von großem Aufwand, großen Stars und großen Gefühlen das Hindernis einer etwas verstaubten Geschichte hinwegfegen dürfte.

    Sicherste Attraktion, als Mimin und Promotionzugpferd, ist die zweifache Oscarpreisträgerin Jodie Foster, deren Mitwirkung wohl maßgeblich dafür verantwortlich ist, daß die präfeministischen Züge ihrer viktorianischen Figur deutlicher als zuvor herausgearbeitet wurden. Denn sie hilft nicht nur pädagogisch, in der auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitenden Erziehung der 58 Königskinder, sondern auch als aktiv in Kriegskonflikte eingreifende explosive Reserve die Unabhängigkeit Siams vor französischen und englischen Kolonisatoren zu bewahren. Strenger wirkend als Deborah Kerr und die Noblesse ihrer Vorgängerin durch Entschlossenheit ersetzend, füllt Foster die im Titel angedeutete Akzentverlagerung von „Der König und ich“ zu „Anna und der König“ mit ihrer bewährten emotionalen Präzision aus. Die Sympathie des Königs erobert sie mit Starrsinn und Stärke, nicht unbedingt mit Charme, was die verhalten angedeutete Liebesgeschichte romantisch etwas entzaubert. Hongkong-Emigrant Chow Yun-Fat, der seine beste Leistung in einem US-Film zeigt, ist der erste Asiate in der Rolle des Königs, die reifer angelegt ist als zuvor. Aber das Opfer für die gewonnene Seriösität ist ein Verlust an Fun und Farbe, die seine Karikatur-ähnlichen Vorgänger Rex Harrison und vor allem Yul Brynner garantiert haben. Der ernstere Ton ist aber genau die Absicht des Films, der die politische Dimension, die Einkreisung Siams durch europäische Imperialisten deutlicher betont, einen Putschversuch in die Handlung integriert, der Actionmomente mit Anleihen bei „Wem die Stunde schlägt“ ermöglicht und im Unterschied zu Richard Rodgers‘ Musical die Lovestory zwischen der Königskonkubine Tuptim (Bai Ling) und ihrem heimlichen Geliebten mit dem Henker enden läßt. Dieser Akt von Staatsräson und verletztem Stolz macht den König zu einer widersprüchlicheren, realistischeren, kaum aber sympathischeren Figur, auch wenn das Drehbuch die Hinrichtung als eine Art philosophische Erhöhung der Liebe hinzubiegen versucht. Im Unterschied zu den Vorgängern dominiert also das Drama Humor und Romanze, auch wenn gerade im ersten Drittel die Reibereien der beiden, östlich-westliche Vorurteile abbauenden Trotzköpfe für Amüsement sorgen. Daß der von Oscarpreisträgerin Luciana Arrighi aufwendig ausgestattete, von Caleb Deschanel malerisch fotografierte, aber von Regisseur Andy Tennant („Auf immer und ewig“), verglichen mit seinen genannten Vorbildern (etwa „Doktor Schiwago“), recht bieder inszenierte Film ein großes Publikum finden wird, steht kaum zur Debatte, ermöglichen doch der Starttermin (27. Januar) für einen solchen Stoff ein offenes, wochenlang konkurrenzloses Feld, und die Stars Jodie Foster und Chow Yun-Fat ideale Anreize für gesteigertes Interesse von Zuschauer und Presse. kob.

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