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Filmhandlung und Hintergrund

Anatomie: Gnadenlos spannender Horrorthriller. Regisseur Stefan Ruzowitzky erweist sich mit der ersten Produktion der DCP Filmproduktion als vielseitiger Filmemacher.

Für Paula geht ein Traum in Erfüllung: Die hochbegabte Medizinstudentin wird für einen heißbegehrten Anatomiekurs des berühmten Professor Grombek zugelassen. Doch bald muß sie erkennen, daß in den ehrwürdigen Hallen des Heidelberger Anatomie-Instituts etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Auf ihrem Seziertisch liegt ein Bekannter. Als sie Nachforschungen über dessen Tod anstellt, bringt sie sich in größte Gefahr.

Für die ehrgeizige Medizinstudentin Paula geht ein Traum in Erfüllung, als sie zu einem Elitekurs in Anatomie beim berühmten Heidelberger Professor Grombeck zugelassen wird. Doch die Freude weicht schnell blankem Entsetzen, als auf den Seziertisch der jungen Frau ein Mann zu liegen kommt, der nur einen Tag zuvor noch am Leben war. Allen Warnungen zum Trotz stellt Paula Nachforschungen an und kommt bald einem mysteriösen Geheimbund auf die Spur, der in den Gemäuern des ehrwürdigen Instituts sein Unwesen treibt…

Die ehrgeizige Medizinstudentin Paula kommt einem mysteriösen Geheimbund auf die Spur, der in den Gemäuern eines Heidelberger Instituts sein Unwesen treibt. Erfolgreicher Horror-Thriller aus deutschen Landen, der mit Franka Potente in der Hauptrolle problemlos an amerikanische Vorbilder wie “Scream” anknüpft.

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Kritikerrezensionen

  • Mit einem perfekt auf ein junges Publikum abgestimmten Horrorthriller meldet sich die Deutsche Columbia TriStar Filmproduktion – in Coproduktion mit Claussen & Wöbke Filmproduktion – zu Wort. In seinem ersten Mainstream-Projekt führt Stefan Ruzowitzky (“Die Siebtelbauern”) “Lola rennt”-Star Franka Potente – als unerfahrene aber ehrgeizige Medizinstudentin – mit ausgeprägtem Sinn für Stil und Eleganz durch ein sich behutsam steigerndes Schreckensszenario, in dem die Heldin gleich mehrere Feuertaufen zu bestehen hat. Ein streckenweise bestechend kühler Schocker, in dem es hinter jeder glatten Oberfläche brodelt, das erhoffte ganz große Grauen allerdings niemals wirklich ausbricht.

    Als kopflastige europäische Antwort auf die Teenie-Horrorwelle in den USA funktioniert “Anatomie” prächtig, denn während man sich in Hollywood seit “Scream” damit begnügt, die stets gleiche Mischung aus Erfolgsformel und Genrezitaten aufs Neue aufzukochen, geht Ruzowitzky mit seinem geheimnisvollen Verschwörungsthriller gezielt neue Wege. Dass nichts so ist, wie es zunächst scheint, in seiner immer einen Tick zu glatten, wie von Ralph Lauren entworfenen Kommilitonen-Universum (fesche Bubis mit Scheitel und Polohemd), hat Methode und ist Thema bei der Suche der verhuschten Paula nach der Ursache des Todes eines Jungen, dem sie an einem Tag das Leben gerettet hat und am nächsten als Versuchsobjekt im Anatomieunterricht vorfindet.

    Schon in einer der ersten Szenen seines peinlich genau durchgestylten Films zeigt Ruzowitzky, worauf er hinauswill, wenn er zu schmeichelnder Easy-Listening-Musik das Gesicht eines entspannten Teenagers zeigt, der im Solarium zu liegen scheint. Je mehr die Kamera allerdings vom Raum und Körper offenbart, desto deutlicher wird, dass sich der Junge tatsächlich an einem Hort des Grauens befindet: Ruhiggestellt mit Drogen, muß er erkennen, dass bereits sein gesamter Arm von zwei Gestalten skelletiert wurde. Zwei weitere Male wird Ruzowitzky danach Szenen mit der gleichen Einstellung beginnen. Was beim ersten Mal noch friedlich wirkte, hat dann jedoch einen bedrohlichen Effekt. Ähnlich verfährt der Film mit seiner Heldin, die sich von München zu einem Anatomie-Elitekurs nach Heidelberg aufmacht, um sich ihren Traum zu erfüllen, in die Fußstapfen ihres geliebten Großvaters zu treten und eine wichtige Medizinerin zu werden. Wie ein waschechter Highschoolfilm beginnt “Anatomie” und entführt Paula in eine Welt, die so perfekt zu sein scheint, dass einfach nichts stimmen kann. Blondinen sind zu blond, Muskelmänner zu muskulös, schimmernde Oberflächen zu glatt. Und natürlich bergen sie alle Geheimnisse. Geheimnisse, die Paula in einen Strudel der Ereignisse schleudern, an dessen Ende die Anti-Hippokraten, eine sagenumwobene Loge von Medizinern, für die die Erhaltung von Leben nicht das Primärziel ist, lauern. Doch selbst dieser Geheimbund birgt ein zusätzliches Geheimnis, das Paula in Lebensgefahr bringt…

    Sehr clever hat Stefan Ruzowitzky Paulas Reise durch den Spiegelsaal eingerichtet, als Trial-and-Error-Test (à la “Das zauberhafte Land”) und als Allegorie auf das Erwachsenwerden. Leider bleibt die Logik so manches Mal auf der Strecke, handeln die Figuren so, wie es das Konzept, aber nicht der gesunde Menschenverstand erfordert. Deshalb kann “Anatomie” seine volle Wucht nicht richtig entfalten: Nie löst sich der Film aus den vorgegebenen Genregrenzen. Aber mit Franka Potente (mit Wischmobfrisur) hat er eine erstklassige Identifikationsfigur, und Anna Loos als blondes Biest und Benno Fürmann als tumbes Campus-Sexobjekt sorgen überdies dafür, dass etwaige Schwächen nicht weiter ins Gewicht fallen. ts.

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