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An Enemy to Die For

   Kinostart: 04.04.2013
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Filmhandlung und Hintergrund

Deutsch-skandinavisches Abenteuerdrama über eine Schiffsreise kurz vor dem II. Weltkrieg mit Axel Prahl ("Tatort").

Um die Theorie des zusammenhängenden Kontinents Erde von Alfred Wegener zu untermauern, startet eine internationale geologische Expedition nach Grönland. Während auf dem Forschungsschiff der schwedische Geologe Gustav und die britischen Kollegen fachsimpeln, bringt der deutsche Geologe Friedrich Mann einen nationalen Ton in die Debatte. Der Kriegsausbruch verändert die Lage. Der norwegische Kapitän und die russische Mannschaft bekommen es mit wechselnden Koalitionen zu tun, als Friedrich das Kommando übernimmt und einem deutschen U-Boot zu Hilfe eilt.

Deutsche, schwedische und norwegische Wissenschaftlern werden in einem U-Boot mit der weltpolitischen Lage konfrontiert. Historiendrama über eine Schiffsreise kurz vor dem zweiten Weltkrieg zwischen Kammerspiel und Rennen mit der Zeit.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der international besetzte, maritime Abenteuerfilm "An Enemy To Die For" von Peter Dalle ("Verschwörung im Berlin-Express") entstand als deutsch-skandinavisch-polnische Koproduktion. Ausgangssituation der fiktiven Expedition ist die inzwischen erwiesene Theorie des 1930 verstorbenen Geologen Alfred Wegener zur Kontinentalverschiebung. Der Polarforscher war überzeugt, dass es im frühen Erdzeitalter einen Superkontinent gab, von ihm Pangaea getauft, der alle späteren Länder vereinigte. Um diese These zu belegen, reist der Geologe Friedrich Mann mit mehreren Kollegen in die Arktis, wobei seine wissenschaftliche Mission bald unter das Kommando der kriegslüsternen Nazis gerät.

      In Folge sieht sich der eigentlich unpolitische, aber von der Ideologie der Machthaber schon durchaus infizierte Forscher im Gewissenkonflikt. Soll er sich für ein rein wissenschaftliches Vorgehen entscheiden oder nach der Kriegserklärung an Polen die vorhandene Sprengladung für militärische Zwecke einsetzen? Während Mann Stellung beziehen muss, gerät sein eigentlicher Auftrag schnell in Vergessenheit. Zusätzlicher Konfliktstoff entwickelt sich durch das kaltblütige Agieren eines verblendeten Parteianhängers an Bord sowie der amourösen Annäherung zwischen Leni und einem Mitreisenden, die dem Film seinen Titel verlieh. Durch die Verhaftung ihres homosexuellen Bruders durch die Gestapo befindet sich Manns Assistentin gleichfalls im moralischen Zwiespalt.

      Leider entwickelt sich wirkliche Spannung erst gegen Ende des hervorragend fotografierten Breitwanddramas, das immerhin die frostige Atmosphäre an Bord und im Polarumkreis spürbar macht. Zuvor gibt es auf dem Schiff handfeste Auseinandersetzungen, die sich in wechselnden Koalitionen und einer steten Treppauf-Treppab-Hetze manifestieren. Außer dem in Gewissensnöten geratenen Protagonisten Mann bleiben die restlichen Charaktere letztlich zu oberflächlich gezeichnet. Zumindest liegt es nicht an der kompetenten Besetzung, dass die meisten Figuren recht eindimensional wirken.

      Offenbar wurde Regisseur Dalle aufgrund seines ironischen Thrillers "Verschwörung im Berlin-Express" gewählt, der einen vergleichbaren Plot auf Schienen erzählte. Doch der komödiantische Zugang, den auch "An Enemy To Die For" zu Beginn ansatzweise anstrebt, scheint ihm doch stärker zu liegen. Sympathisch bleibt immerhin der unterschwellige Appell für Völkerverständigung selbst in Krisenzeiten. Falls möglich, sollte man sich den Film in der mehrsprachigen Originalfassung ansehen, da in der (solide synchronisierten) deutschen Version lediglich die sowjetische Bordbesatzung ihre Originalsprache behält.

      Fazit: Trotz solider Inszenierung und einer trefflich gewählten Besetzung krankt der Kriegs- und Abenteuerthriller "An Enemy To Die For" an gelegentlichen Ungereimtheiten und klischeehaften Figuren.
    2. An Enemy to Die For: Deutsch-skandinavisches Abenteuerdrama über eine Schiffsreise kurz vor dem II. Weltkrieg mit Axel Prahl ("Tatort").

      Eine internationale Forschungsreise wird in Peter Dalles Arktistrip zum spannenden Kriegsabenteuer.

      Um die Theorie des zusammenhängenden Kontinents Erde von Alfred Wegener zu untermauern, startet eine internationale geologische Expedition nach Grönland und gerät bei Kriegsausbruch 1939 in Auseinandersetzungen im Eismeer. Aus der Vorgabe entwickelt der schwedische Regisseur und Drehbuchautor Peter Dalle ein Kammerspiel auf See, das sich zum spannenden Kriegsabenteuer entwickelt. Während auf dem Forschungsschiff der schwedische Geologe Gustav (Richard Ulfsäter) und die britischen Kollegen fachsimpeln, bringt der deutsche Geologe Friedrich Mann (Axel Prahl) einen nationalen Ton in die Debatte und macht bei Sauerkraut und Bier alle zu „Ehrenbürgern des Dritten Reiches“. Der Kriegsausbruch verändert die Lage. Der norwegische Kapitän und die russische Mannschaft bekommen es mit wechselnden Koalitionen zu tun, als Friedrich das Kommando übernimmt und einem deutschen U-Boot zu Hilfe eilt.

      Die Diskussionen um Krieg, Gewissen, Heldentod, Ehre und die titelgebende Opferbereitschaft, „sein Leben für den Feind zu geben“, laufen auf Stichwortebene, bis ab der Hälfte Gustav, den die Liebe zu Friedrichs Assistentin Leni (Jeanette Hain) antreibt, eine Jagd durchs Schiff und ein Wettlauf gegen die Zeit Thrill erzeugen, dessen Höhepunkt die Sprengung des Gebirgsmassivs vor einer Meerenge darstellt. Dalle inszeniert das als kompetentes Abenteuerkino mit tollen Landschaftsaufnahmen und starken Darstellerleistungen, von denen Axel Prahl fern der Münsterland-Seligkeit seiner „Tatorte“ als überzeugtes Parteimitglied, selbstzufriedener Nazi und Beinahe-Vergewaltiger mit Minderwertigkeitskomplexen herausragt. ger.

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