Amigo - Tod bei Ankunft

  1. Ø 3
   2009
Amigo - Tod bei Ankunft Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Amigo - Tod bei Ankunft: Ambitionierter TV-Krimi von Lars Becker, der Tobias Moretti als Ex-Terroristen ins Visier des BKA geraten lässt.

Der ehemalige Terrorist Amigo Steiger ist in Italien untergetaucht, wo er nach zwei Jahrzehnten vom BKA aufgespürt wird. Die Festnahme misslingt, ein BKA-Beamter wird angeschossen und Steiger kann fliehen. Er begibt sich nach Hamburg, wo er mit seinem alten Kumpel Bosch herauszufinden versucht, wer ihn verraten hat. Bosch ist inzwischen mit Steigers früherer Freundin Maxime verheiratet, die einen Sohn von Steiger hat. Als der Sohn straffällig wird, will ihn das BKA einsetzen, um Steiger eine Falle zu stellen.

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Kritikerrezensionen

  • Lars Beckers ambitionierte Adaption des eigenen Romans mit Starbesetzung.

    Unauffällig lebt der untergetauchte Terrorist Amigo Steiger (Tobias Moretti), der vor zwanzig Jahren einen Bankpräsidenten und dessen Chauffeur erschossen hat, in der Nähe von Neapel und bewirtschaftet dort einen Bauernhof. Durch einen Tipp kommen ihm die BKA-Ermittler Kovacs (Jürgen Prochnow) und Sauerland (Florian David Fitz) auf die Spur, doch in letzter Sekunde kann sich der Terrorist der Verhaftung entziehen und verletzt Sauerland schwer. Amigo reist nach Hamburg, um herauszufinden, welcher seiner früheren Weggenossen ihn verraten hat. Diese sind inzwischen Teil des Establishments, das sie bekämpft haben: Alexander Bosch (August Zirner) hat mit Amigos früherer Geliebten Maxime (Ina Weisse) einen kleinen Verlag, wird jedoch wegen der Veröffentlichung eines islamkritischen Buches bedroht, Fritz Declair (Uwe Ochsenknecht) ist Anwalt. Und da ist auch noch der fanatische Sprayer Rio (Kostja Ullmann), sein Sohn, den Amigo noch nie getroffen hat.

    1991 wurde Lars Beckers Roman “Amigo” veröffentlicht, seitdem hat der Autor und Regisseur das Vorhaben einer Verfilmung verfolgt, ein Kinofilm scheiterte zuletzt aber an der Finanzierung. Man merkt der Arte/ZDF-Produktion “Amigo – Bei Anruf Mord” diese Vorgeschichte an: Hinter jeder Figur spürt man ein ganzes Leben, es gibt eine Fülle von Themen, die angerissen werden, wie RAF-Terrorismus, Islamismus, Graffitikultur oder Burn-Out. Doch genau das ist die Krux: der Film wirkt überfrachtet. Die stilsichere Schnodderigkeit, mit der Lars Beckers “Nachtschicht”-Filme bestechen, fehlt hier ganz. Nichtsdestotrotz ist “Amigo” gerade auch visuell (Kamera: Andreas Zickgraf) sehr ansprechend, von den fantastischen Schauspielern ganz zu schweigen. Als sich Vater und Sohn, der alte und der junge Radikale, zum ersten Mal gegenübersitzen, lassen Tobias Moretti und Kostja Ullmann in wenigen Momenten die ganze Tragik ihrer Leben aufblitzen – es ist die schönste Szene des Filmes. sw.

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