American Buffalo

Kinostart: 17.10.1996
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Filmhandlung und Hintergrund

Großstadt-Drama des Jungregisseurs Michael Corrente mit Dustin Hoffman als Bösewicht.

In seinem Trödelladen in New York beschäftigt Don den jungen Bobby, den er wie einen Sohn behandelt. Als ein Kunde einen offenbar wertvollen Nickel für wenig Geld aufkauft, planen die beiden den Einbruch in dessen Wohnung, in der sie eine lukrative Münzsammlung vermuten. Doch dann kommt der kaltblütige Opportunist Teach ins Spiel, der das Vorhaben mit Don, jedoch ohne Bobby verwirklichen will.

Dons kleiner Trödelladen ist der abendliche Treffpunkt einer fidelen Pokerrrunde. Zusammen mit seinem jungen Angestellten Bob plant der Altwarenhändler, bei einem reichen Kunden einzubrechen. Als Teach - einer der Mitspieler - von dem Plan hört, versucht er Bob bei dessen Chef anzuschwärzen, um selber bei dem geplanten Coup mitzumachen. Der gutgläubige Don glaubt dem wortgewandten Teach und vertröstet Bob mit fünfzig Dollar. In der fraglichen Nacht taucht der Junge dennoch unerwartet auf. Die Situation eskaliert.

Eine Looserrunde plant einen Einbruch. Um mehr abzusahnen, schwärzt Teach den jungen Bob bei Pokerkumpel Don an. Der läßt sich überreden und will Bob ausbooten… Nach David Mamets (u.a. Drehbuch für „Die Unbestechlichen“) Bühnenstück inszenierte Großstadtballade und Charakterstudie dreier Männer.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • American Buffalo: Großstadt-Drama des Jungregisseurs Michael Corrente mit Dustin Hoffman als Bösewicht.

    Einen der größten Theatererfolge David Mamets hat sich Regisseur Michael Corrente für seinen zweiten Spielfilm vorgenommen. Nach seiner Premiere im Oktober 1975 am Chicagoer Goodman Theater zählt das Stück um Ehre und Gewissen unter Gaunern zu den meistgespielten des hochgelobten Autors und Regisseurs. Corrente gelang mit der Besetzung des Teach durch Dustin Hoffman ein großer Coup. Das Drei-Personen-Stück wird an den Kinokassen dennoch kämpfen müssen, denn trotz aller Dynamik zwischen den Figuren bleibt eben doch „Verfilmtes Theater“ übrig.

    Regisseur Michael Corrente, dessen Debütfilm „Federal Hill“ auf seinem eigenen Theaterstück basierte, läßt Dustin Hoffman als schmierigem Kleinganoven Teach ausreichend Raum, sein klassisches Können wunderbar auszuspielen. Der zweifache Oscar-Preisträger („Kramer gegen Kramer“, „Rain Man“) befindet sich dabei in bester Gesellschaft: Al Pacino spielte diesen Part am Broadway fast zwei Jahre lang vor ausverkauftem Haus. Hoffman strahlt eine bisweilen penetrante, körperliche Präsenz aus, die dem Zuschauer die Konflikte zwischen den Figuren regelrecht unter die Haut gehen läßt. Daraus und aus den perfekt geschliffenen Dialogen resultiert eine Spannung, die bisweilen vergessen läßt, daß eigentlich fast nichts passiert und man einem konventionell verfilmten Bühnenstück beiwohnt. Corrente wahrt bewußt die klassische Einheit von Raum und Zeit, erlaubt sich und dem Zuschauer nicht die kleinste filmspezifische Besonderheit. Sorgsam sind Licht und Ausstattung, doch nichts steht so im Vordergrund, daß es von den Personen ablenken könnte. Ohne von Hoffman an die Wand gespielt zu werden, behaupten sich Dennis Franz (Detective Sipowicz aus „NYPD Blue“, „The Player“, „Stirb langsam 2“) und der 15jährige Newcomer Sean Nelson, der in „Fresh“ sein eindrucksvolles Spielfilmdebüt gegeben hat.

    Autor Mamet macht aus seinem Herzen keine Mördergrube und aus seiner Verachtung für die Ethik des Geschäftslebens keinen Hehl. Seine Helden verstricken sich in unauflösliche Konflikte, verlieren ihre Identität und das wichtigste: ihre Freundschaft, weil sie aus Gier und kleinlicher Geschäftemacherei ihre Werte und Überzeugungen verraten. Die Form der klassischen Tragödie legt den Konflikt ausschließlich in die Figuren. Es passiert nichts, ohne seinen Niederschlag auf der Bühne, in den Gesichtern, in Gestik, Mimik und den Worten der Schauspieler, zu finden. Selten war verfilmtes Theater so spannend mitzuerleben. boe.

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