Filmhandlung und Hintergrund

Screwballkomödie mit satirischen Elementen, in der ein zerstrittenes Hollywood-Paar bei einem Pressejunket wieder aufeinander trifft.

Die unscheinbare Kiki arbeitet als Assistentin für ihre Schwester, den Filmstar Gwen. Seit die von ihrem Mann und Kostar Eddie in Trennung lebt, geht es mit der Karriere bergab. Ihr letzter gemeinsamer Film soll dies ändern, doch zuerst müssen die zerstrittenen Eheleute ein Pressejunket in einem abgelegenen Luxushotel absolvieren.

Der PR-Agent Lee hat eine harte Nuss zu knacken. Muss er doch den neuen Film der heillos zerstrittenen Eheleute Gwen und Eddie promoten, ohne ihn zuvor gesehen zu haben. Also stampft er eine Pressekonferenz aus dem Boden, in der die skandalhungrigen Reporter mit pikanten - aber erfundenen - Details aus dem Leben der Stars gefüttert werden sollen. Mit dabei: Kiki, die gutmütige Schwester Gwens, die ständig unter deren Star-Allüren zu leiden hat. Die Situation gerät vollends aus den Fugen, als sich Kiki in den Mann der Diva verliebt…

PR-Agent Lee muss den neuen Film der zerstrittenen Eheleute Gwen und Eddie promoten, ohne ihn zuvor gesehen zu haben. Bei einer Pressekonferenz sollen skandalhungrige Reporter mit pikanten - aber erfundenen - Details aus dem Leben der Stars gefüttert werden. Dann verliebt sich auch noch Gwens gutmütige Schwester Kiki in ihren Schwager Eddie… Erstklassig besetzte Screwball-Comedy, in der Julia Roberts den Glamour-Part Catherine Zeta-Jones überlässt, die als ihre Filmschwester und bissige Diva brilliert.

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Kritikerrezensionen

  • America's Sweethearts: Screwballkomödie mit satirischen Elementen, in der ein zerstrittenes Hollywood-Paar bei einem Pressejunket wieder aufeinander trifft.

    America’s Sweetheart Julia Roberts auf vertrautem Romantikkomödien-Terrain, aber doch ungewohnt: Denn in der ersten Regiearbeit von Revolution-Studios-Chef Joe Roth seit mehr als zehn Jahren spielt die frisch gebackene Oscar-Gewinnerin als gutherzige Schwester eines Superstars zunächst nur die zweite Geige und lässt Catherine Zeta-Jones und John Cusack als verkrachtes Hollywood-Starpaar, das sich für das Pressejunket seines letzten Films noch einmal zusammenraufen muss, den Vortritt. Nicht ohne Charme, aber in der zweiten Hälfte doch arg unfokussiert, schöpft „America’s Sweethearts“ seine Möglichkeiten einer modernen Screwball-Comedy mit Seitenhieben aufs Showbiz nie aus. Einem Publikum auf der Suche nach leichter Unterhaltung mit Starpower wird’s egal sein: Der Erfolg ist vorprogrammiert.

    Komplettiert wird das starbesetzte Kleeblatt von Billy Crystal, der zudem das Drehbuch in Zusammenarbeit mit Peter Tolan („Reine Nervensache“) verfasste, Er steht als gestresster PR-Agent Lee anfangs im Mittelpunkt des Geschehens. Von Studiochef Kingman (Stanley Tucci als wieseliger Choleriker) mit der wenig beneidenswerten Aufgabe betraut, den neuesten Film des Schauspieler-Ehepaars Gwen Harrison und Eddie Thomas zu promoten, hat er so manches Problem zu lösen. Bis dato hat niemand den fertigen Film gesehen, da der exzentrische Regisseur (amüsant: Christopher Walken als Kubrick-Verschnitt) darauf besteht, ihn erstmals vor versammelter Presse zu zeigen. Lee, ein alter Hase im Geschäft, stampft das Junket in einem abgelegenen Luxushotel aus dem (Wüsten)Boden, wo die sensationshungrigen Filmjournalisten (ein Haufen geistiger Tiefflieger und Schmarotzer - schön zu wissen, was Stars von der Presse halten) mit manipulierten Informationen über die skandalumwitterte Ehe der beiden zerstrittenen Kostars abgelenkt werden sollen. Gwens liebenswürdige Schwester Kiki, die von ihr herablassend herumkommandiert wird, ist auf Lees Seite, doch die Dinge verkomplizieren sich zusehends, als sich Eddie und Kiki ineinander verlieben.

    Nach elfjähriger Schaffenspause als Regisseur (1990: „Coupe De Ville“) sichtlich eingerostet, leidet Joe Roth‘ zunächst dank Crystals scharfem Witz durchaus komischer Film unter seinem holprigen Rhythmus, wenig kinoreifen Bildern und dem vergeblichen Bemühen, Elemente der klassischen Screwballkomödie mit ätzender Hollywoodsatire unter einen Hut zu bringen. Allzu oft gibt Roth die Zügel aus der Hand und lässt den Dingen freien Lauf, wo es starker Führung bedurft hätte. Anstatt die sich bietenden Möglichkeiten eines solch bizarren Ereignisses, wie es ein Pressejunket allzu oft ist, nach Art von „Notting Hill“ auszuschöpfen und so den Druck von Innen und Außen zu erhöhen, flüchtet sich der überforderte Regisseur in niederste Humorgefilde, wenn Crystals Genitalbereich gleich zweimal ausgedehnt von einem bissigen Dobermann abgeschleckt werden muss. Dass der Schuss nicht völlig nach hinten losgeht, hat Roth seinem formidablen Darstellerteam zu verdanken, dass jene Funken, die die Inszenierung vermissen lässt, mit bloßer Präsenz fliegen lässt. Zeta-Jones, Cusack und Roberts ziehen den Karren immer wieder aus dem Dreck und werden von Crystal und - in kleinen Nebenrollen - Hank Azaria als lispelnder spanischer Liebhaber Gwens und Alan Arkin als Eddies geldgieriger New-Age-Guru nach Kräften unterstützt. Der kommerzielle Erfolg wird also nie gefährdet in dieser 46-Mio.-Dollar-Grille, die stets mehr selbstverliebte Nabelschau denn selbstironische Satire ist. ara.

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