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Am Kreuzweg

Am Kreuzweg: TV-Drama: Harald Krassnitzer verstößt als katholischer Pfarrer gegen den Zölibat, was nach Bekanntwerden zu den üblichen kirchlichen Reaktionen führt.

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Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama: Harald Krassnitzer verstößt als katholischer Pfarrer gegen den Zölibat, was nach Bekanntwerden zu den üblichen kirchlichen Reaktionen führt.

Darsteller und Crew

  • Harald Krassnitzer
    Harald Krassnitzer
  • Karoline Eichhorn
    Karoline Eichhorn
  • Jürgen Heinrich
    Jürgen Heinrich
  • Oliver Breite
    Oliver Breite
  • Nadja Bobyleva
    Nadja Bobyleva
  • Markus Brunnemann
    Markus Brunnemann
  • Christopher Reinhardt
  • Luna Jacob
  • Stefan Rudolf
  • Friederike Frerichs
  • Matthias Deutelmoser
  • Dagmar Ohnemus
  • Uwe Janson
  • Rodica Döhnert
  • Tim Gehrke
  • Philipp Sichler
  • Florian Drechsler
  • Colin Towns
  • Ingrid Cuenca

Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Am Kreuzweg: TV-Drama: Harald Krassnitzer verstößt als katholischer Pfarrer gegen den Zölibat, was nach Bekanntwerden zu den üblichen kirchlichen Reaktionen führt.

    Selten bezog ein Film eine derart klare kritische Haltung zur katholischen Kirche: Das Drama beschreibt den priesterlichen Zölibat als Relikt aus dem Mittelalter.

    Verstärkt wird die eindeutige Position, die Regisseur Uwe Janson und Autorin Rodica Döhnert zum Keuschheitsgelübde beziehen, durch die Besetzung der Hauptfigur. Harald Krassnitzer verkörpert den Priester Conrad Feninger als moralische Instanz, deren Motive aller Ehren wert sind: Es ist keineswegs die plumpe Fleischeslust, die ihn gegen sein Gelübde verstoßen ließ, sondern eine tiefe und innige Liebe zur Ärztin Karin Wagner (Karoline Eichhorn). Die Beziehung währt nicht bloß bereits seit zwanzig Jahren, sie hat auch zu einem Sohn und einer Tochter geführt. Obwohl Feninger als Freund der Familie bei den Wagners ein und aus geht, haben beide Kinder keine Ahnung, wer ihr Vater ist. An den Tag kommt die verbotene Liebe, als der zwanzig Jahre alte Georg (Christopher Reinhardt) seine Mutter mit einem aus ihrer Sicht völlig abwegigen Berufswunsch überrascht: Er will Priester werden. Als die Eltern dem jungen Mann die Wahrheit über seinen Vater offenbaren, fällt er verständlicherweise aus allen Wolken.

    Geschickt verteilt Autorin Döhnert die Dramatik der Geschichte auf zwei Ebenen: hier die ständige Geheimniskrämerei, die zwar jetzt ein Ende hat, aber nun für Feninger in einen nicht minder demütigenden Spießrutenlauf ausartet; dort der Kampf einer Mutter um das Vertrauen ihres Sohnes, gepaart mit der Angst, auch Georg an die Kirche zu verlieren. Janson, dem seit einigen Jahren der imposante Spagat zwischen aufwändigen Großproduktionen („Vulkan“) und mit wenig Geld verfilmten Klassikern („Lulu“, „Werther“) gelingt, verzichtet konsequent darauf, die Geschichte zusätzlich und unnötig zu dramatisieren. Feningers Konflikt ist Drama genug, zumal der Priester nicht nur gegen die durch seinen Bischof (Jürgen Heinrich) repräsentierten Jahrhunderte alten Normen antritt, sondern auch die unerfreulichen Reaktionen seiner Gemeindemitglieder aushalten muss. Abgesehen von wenigen Momenten, in denen die Schauspieler Intensität mit Lautstärke verwechseln, lebt der Film vor allem vom Spiel der drei Hauptdarsteller, die der erfahrene Regisseur zu ausgezeichneten Leistungen führt. Großen Anteil daran hat auch die Bildgestaltung durch Kameramann Philipp Sichler, dem zudem gerade in den Kirchenszenen eindrucksvolle Aufnahmen gelingen. Wichtige Nebenfiguren, etwa ein guter Freund (Oliver Breite) Feningers oder die junge Luna (Nadja Bobyleva), die großen Gefallen an Georg hat, verleihen der Geschichte zusätzliche Komplexität. tpg.
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