Alte Freunde (2007)

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Filmhandlung und Hintergrund

Alte Freunde: Tragikomischer TV-Thriller um eine alte Freundesclique und ein gemeinsames Verbrechen.

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Kritikerrezensionen

  • Ein wilder Bastard aus Buddy-Movie und Räuberpistole mit Darstellen, die vor Spielfreude sprühen.

    Der Tod eines Freundes führt Christian Lauffer (Jürgen Vogel) nach 15 Jahren zurück in seine Heimat und den Kreis seiner alten Clique. Auf der einen Seite ist die Freude groß, aber es brechen auch alte Wunden auf. Florian (Jürgen Tonkel), der inzwischen mit Lauffers früherer Freundin Margret (Marie Bäumer) zusammenlebt und praktisch pleite ist, überredet den Rückkehrer zu einem großen Ding. Gemeinsam wollen sie den Juweliersladen ihres schnöseligen Kumpels Fritz König (Robert Schupp) ausrauben. Fritz und der fünfte aus der Clique, Kriminalkommissar Jens Turm (Oliver Breite), werden auf Lauffers wilder Comeback-Party mit Schlafmitteln flachgelegt, um letztlich als Alibi herzuhalten. Der große Coup gelingt, doch dann wird den beiden von einer maskierten Gestalt die Beute abgeluchst.

    Eine herrliche Geschichte um Freundschaft, Liebe und Verlust, um das große Ding und den Drang nach Freiheit hat Friedemann Fromm ersonnen und sie stellenweise wild, fast schon übermütig umgesetzt. So kam ein Film zustande, der in seiner Unbekümmertheit großen Spaß macht. Beim Überfall und der Flucht seiner Helden zeigt Fromm, dass sich packende Action auch ohne große Effekte mit großer Wirkung inszenieren lässt. Und danach nimmt der Film als spannendes Verwirrspiel so richtig Fahrt auf. Die Schauspieler vermitteln ohnehin den Eindruck, dass sie beim Drehen großen Spaß hatten. Jürgen Vogel gibt den stillen Einzelgänger mit Sinnkrise, Marie Bäumer spielt die Frau zwischen den Fronten mal verletzlich, mal taff und widerspenstig, Jürgen Tonkel darf als gescheiterte Künstlerexistenz und gehörnter Lückenfüller den Emotionen freien Lauf lassen und wechselt zwischen kindlicher Freude und ungestümen Wutausbrüchen. Robert Schupp meistert den undankbaren Part des überheblichen Schnösels mit Haltung. Der coolste Hund von allen ist letztlich jedoch Oliver Breites Kommissar, der seinen eifrigen Assistenten ein ums andere mal auflaufen lässt und für seine Kumpels, wie auch für die Zuschauer lange undurchsichtig bleibt.

    Auffällig ist der fast schon leitmotivische Einsatz von Wasser als ständig wiederkehrendem Element. Es beginnt damit, dass Jürgen Vogel ums Haar den Gang oder besser Sprung ins Wasser antritt. Das Finale des Leichenschmauses erleben die alten Freunde in voller Montur im Wasser planschend. Das verlorene Paar Bäumer/Vogel trifft sich zur ersten Aussprache am Seeufer. Das böse Erwachen nach der exzessiven Party mündet in einer Gartenschlauchorgie, der Bulle und der Heimkehrer treffen sich erst zum Angeln und philosophieren später zwar nur im Garten des Reihenhauses vom Bullen über das Leben, allerdings – in einer der schönsten Szenen – in einem mit Wasser gefüllten Schlauchboot liegend. Trotzdem kann man von Friedemann Fromms Film alles behaupten, nur nicht, er habe nah am Wasser gebaut. fra.

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