Filmhandlung und Hintergrund

Mix aus psychologischen Drama und Mystery-Thriller um ein düsteres Familiengeheimnis.

Nach 17 Jahren Abwesenheit kehrt der renommierte Kriegsreporter Paul (Matthew MacFadyen) zur Beisetzung seines Vaters zurück in seine kleine Heimatstadt in Neuseeland. Dort wird er nicht gerade freundlich empfangen von seinem Bruder, dem Straußenzüchter, oder seiner Ex, die er vor 17 Jahren zurück ließ, und die nun eine eben so alte Tochter hat. Ausgerechnet dieses Mädchen verliebt sich nun in den weit gereisten, weltgewandten Fremdling, was die Stimmung im Dorf nicht eben hebt.

Eine verschachtelte Familientragödie mit Thriller-Elementen voll großer Bilder kredenzt nach bester Landestradition der neuseeländische Regisseur Brad McGann.

Kriegsfotograf Paul kehrt nach 17 Jahren in seinen Heimatort in Neuseeland zurück. In dem Kaff wird der verschlossene Außenseiter nicht gerade freundlich aufgenommen. Doch er freundet sich mit Celia, der 16-jährigen Tochter seiner Jugendliebe, an. Die Dorfbewohner beäugen ihre ungewöhnliche Beziehung mit Misstrauen. Wie es scheint zurecht, denn Celia verschwindet.

Nach 17 Jahren kehrt der Kriegsfotograf Paul in seinen abgeschiedenen Heimatort nach Neuseeland zurück, um der Beerdigung seines Vaters beizuwohnen. Doch sowohl vom eigenen Bruder als auch von der Ex-Freundin Jackie wird er betont kühl empfangen. Einzig Celia, die 16-jährige Tochter von Jackie, die auch von ihm sein könnte, scheint sich für ihn zu interessieren. Die Beziehung zwischen den beiden wird von den Dorfbewohnern mit Argwohn beobachtet, und als Celia spurlos verschwindet, gerät Paul prompt unter Verdacht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Als das Meer verschwand: Mix aus psychologischen Drama und Mystery-Thriller um ein düsteres Familiengeheimnis.

    Leises, aber kraftvolles und in einer unfassbaren Tragödie endendes Arthouse-Drama um ein dunkles Geheimnis, das einen Heimkehrer in der Einöde Neuseelands mit verstörender Wucht erwartet.

    Der renommierte, aber ausgebrannte Kriegsfotograf Paul kehrt nach 17jähriger Flucht vor der Vergangenheit zur Beerdigung seines Vaters in die neuseeländische Heimat zurück, ein kleines Nest am Ende der Welt, wo die Zeit stehen geblieben scheint. Der Empfang seines sich als Straußenfarmers verdingenden Bruders Andrew und seiner Familie ist betont kühl, ganz zu schweigen von Jugendliebe Jackies feindseliger Reaktion. Während er die abgeschiedene Hütte seines Vaters ausräumt und einen Job als Aushilfslehrer annimmt, freundet er sich mit der 16jährigen Celia an, Jackies Tochter - und eventuell auch seine eigene. Als das literarisch ambitionierte Mädchen eines Tages spurlos verschwindet, fällt der Verdacht des Kindesmissbrauchs auf ihn, was Anfeindungen und tätliche Übergriffe der Anwohner auslöst. Doch Paul schweigt zu den Vorwürfen.

    Um Unausgesprochenes und Unaussprechliches, um in der Luft hängende Vorwürfe, die sich eher in Gewalt entladen, als verbalisiert zu werden, kreist Brad McGanns fabelhaftes, international vielfach ausgezeichnetes Arthouse-Angebot nach dem gleichnamigen Roman von Maurice Gee, das die Metapher einer Ebbe, nach der die Flut nie mehr wiederkehrt, schmerzhaft konkretisiert. Zunächst fordert die etwas langgestreckte Story um Träume, die an der Realität zerschellt sind, Geduld, birgt in Bildern, die sich einer Postkartenidylle verweigern, leise Andeutungen. Lange lockt McGann auf falsche Fährten, lässt bis zum schockierenden Schluss im Ungewissen, was genau vor sich geht, enthüllt dann aber eine gewaltige Familientragödie um Notzucht, Suizid und Mord, die eine zweite Katastrophe heraufbeschwört und deren Wucht dem Finale von „Chinatown“ gleichkommt.

    Diese Enthüllungen sind dramaturgisch meisterhaft verschachtelt und auch sonst genügt „In My Father’s Den“ höchsten Ansprüchen mit zurückgenommener Kunstfertigkeit, die poetische Momente wie von Jane Campion gebiert, deren Kameramann Stuart Dryburgh unauffällig für Atmosphäre sorgt. Doch der Film ist alles andere als gefällig, er bietet keine simplen Identifikationsmuster und erklärt sich zunächst nicht. Diese Verschlossenheit ist notwendig, um erwachsenes, unsentimentales Kino zu schaffen, mit Anklängen an „Lantana“ und „The War Zone“, musikalisch ausgestattet mit Patti Smith. tk.

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