Alles was recht ist: Die italienische Variante

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   2009
Alles was recht ist: Die italienische Variante Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Alles was recht ist: Die italienische Variante: Zweiter Teil der TV-Reihe mit Michaela May als eigensinnige hessische Richterin.

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Kritikerrezensionen

  • Vor gut einem Jahr prallten sie zum ersten Mal aufeinander, Mutter Lena und Tochter Nike: die eine einst Richterin in Frankfurt, bis sie wegen ihrer Unbotmäßigkeit ans Amtsgericht Fulda versetzt wurde, wo die andere als Staatsanwältin arbeitet. Ob die Justiz es im richtigen Leben zulassen würde, dass Mutter und Tochter es vor Gericht überhaupt miteinander zu tun bekämen, sei dahingestellt; amüsantes Potenzial hat die Konfrontation allemal.

    Dritter im Bunde ist ein Anwalt (Fritz Karl), der anstelle eines Herzens eine Rechenmaschine besitzt, für die beiden Damen allerdings gewisse Gefühle entwickelt. Die Juristinnen wiederum könnten kaum unterschiedlicher sein: Lena Kalbach (Michaela May), nie verheiratet, hat eine bewegte 68er-Vergangenheit und ist auch heute noch total liberal. Tochter Nike (Anna Schudt) wiederum sehnte sich als Kind nach einer klassischen Familie und hat sich entsprechend konservativ entwickelt; total spießig eben, wie Lena und Enkelin Carla mehrfach übereinstimmend feststellen. Dass die Rolle der Carla für den zweiten Film von der vortrefflichen jungen Anna Hausburg übernommen wurde, die schon in Dieter Wedels Familiendrama „Papa und Mama“ mit Fritz Karl zusammengespielt hat, ist ohne Frage ein weiterer Gewinn für den Film.

    Die Enkelin ist auch Auslöserin einer der beiden Geschichten, um die es diesmal geht: Ihre Freundin Lilly (Sidney Gersina) hat die Eltern mit einem Trick um 8.000 Euro erleichtert; den entsprechenden Vertrag hat Carla aufgesetzt. Mit dem Geld will Lilly ihren Freund unterstützen, einen talentierten, aber glücklosen Maler. Da sich die Parteien nicht einigen können, sieht man sich vor Gericht wieder. Als Verteidiger konnte Carla immerhin Teddy Klein (Karl) gewinnen, dessen leicht schmierigen Charme die Damen zwar auf Anhieb durchschauen; aber gefeit sind sie trotzdem nicht.

    Im zweiten Fall ist Teddy auf der anderen Seite: Im Auftrag eines Bauunternehmers erreicht er eine Räumungsklage gegen eine junge Frau (Eva Meier), deren Kiosk einem ehrgeizigen Bauprojekt im Weg steht. Sie findet Trost bei einem italienischen Restaurantbesitzer (Juan Carlos Lopez). Der lebt nach der Devise, Betrüger sollten betrogen werden, und erleichtert den Baulöwen mit einem cleveren Plan um 100.000 Euro: Er verkauft ihm Marmor, der gar nicht existiert; die titelgebende „Italienische Variante“. Im Leben mag die Gerechtigkeit nicht immer zu ihrem Recht kommen, im Fernsehen aber schon.

    Mögen auch Michaela Mays Röcke deutlich zu kurz sein und die Prozesse mitunter zur Posse ausarten: Das Potenzial der Reihe (Buch: Ulli Stephan, Hermann Kirchmann) ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft, zumal nun Mutter und Tochter um Teddys Gunst konkurrieren, obwohl sie eigentlich beide diesen Typ Mann verabscheuen. tpg.

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